
American-Airlines-Flug 618 landet nach Klebeband-Fesselung eines gewalttätigen Reisenden in Baltimore
American-Airlines-Flug 618 von Dallas nach Newark machte am 3. September einen außerplanmäßigen Zwischenstopp in Baltimore, nachdem Reisende und Besatzung einen aggressiven Passagier mit Klebeband gefesselt hatten.
Ausbruch von Feindseligkeit an Bord
American-Airlines-Flug 618 war am Donnerstag, dem 3. September, etwa zwei Stunden auf seinem planmäßigen Inlandsflug von Dallas nach Newark unterwegs, als ein aufsässiger Reisender einen schweren Vorfall in der Kabine verursachte. Zeugen an Bord berichteten, der Mann sei betrunken gewirkt, obwohl eine Flugbegleiterin später erklärte, sie habe ihm nur ein einziges alkoholisches Getränk serviert. Der Mann begann, über Jesus zu predigen, bevor er seinem Sitznachbarn homophobe Beleidigungen entgegenschleuderte. Als ein Flugbegleiter afrikanischer Herkunft einschritt, um die Situation zu deeskalieren, richtete der Passagier rassistische Beschimpfungen, darunter das N-Wort, gegen das Besatzungsmitglied.
Es war, als ob ein Schalter umgelegt würde: Plötzlich ging es von Stille zu Geschrei und Chaos.
Körperliche Auseinandersetzung und Fesselung
Der Passagier eskalierte die Auseinandersetzung zur Gewalt, indem er seinen Sitznachbarn im Gang angriff, den Mann wiederholt schlug, dessen Laptop beschädigte und beide Hände um dessen Hals legte, um ihn zu erwürgen. Als eine weibliche Passagierin eingriff, stieß der Verdächtige sie nach hinten. Juan Mejia, ein ehemaliger Polizeibeamter, der zwei Reihen weiter saß, eilte zusammen mit dem Passagier Richard Olenick und zwei weiteren Reisenden zum Ort des Geschehens. In Zusammenarbeit mit der Kabinenbesatzung überwältigten vier Passagiere den Angreifer physisch mit Kabelbindern und Klebeband, das die Flugbegleiter bereitgestellt hatten. Der Verdächtige wehrte sich während des gesamten Kampfes heftig, biss Mejia in die Hand und fügte sich selbst Schnittwunden zu, sodass die ihn fesselnden Personen mit Blut bedeckt waren.
Er biss mich in die Hand, es blieben nur Zahnspuren zurück. Wir waren mit seinem Blut bedeckt. Er blutete stark aus Schnittwunden, die er sich selbst zugefügt hatte.
Notumleitung nach Baltimore
Die Kabinenbesatzung und die helfenden Passagiere fesselten den Verdächtigen mit mehreren Lagen schwerem Klebeband um Handgelenke, Oberkörper und Kopf an einen Flugzeugsitz. Der Mann blieb etwa 15 Minuten lang gefesselt auf seinem Sitz, während die Flugbesatzung eine sofortige Umleitung einleitete. Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration bestätigte, dass die Piloten den Kurs änderten und auf dem Baltimore/Washington International Thurgood Marshall Airport in Maryland landeten, um die Strafverfolgungsbehörden eingreifen zu lassen.
- American-Airlines-Flug 618 startet in Dallas mit Ziel Newark
- Passagier beschimpft Besatzung und greift seinen Sitznachbarn tätlich an
- Vier Passagiere und die Besatzung fixieren den gewalttätigen Verdächtigen mit Kabelbindern und Klebeband
- Die Cockpitbesatzung leitet eine Umleitung zum Baltimore/Washington International Airport ein
- Die Maryland Transportation Police und FBI-Beamte nehmen den Passagier fest und führen ihn ab
Polizeigewahrsam und bundesstaatliche Prüfung
Beamte der Maryland Transportation Police und Agenten des Federal Bureau of Investigation erwarteten das Flugzeug bei der Landung am Gate und eskortierten den Verdächtigen aus der Kabine. Die Behörden von Maryland nahmen den Mann fest, um Anklage auf Landesebene zu erheben, während FBI-Ermittler in Zusammenarbeit mit der örtlichen Staatsanwaltschaft Beweise sammelten, um zu prüfen, ob bundesstaatliche Anklagen wegen Luftfahrtdelikten erhoben werden sollen. Nach der Entfernung des Passagiers wurde Flug 618 freigegeben, um seinen Flug nach Newark fortzusetzen.
Die Sicherheit unserer Kunden und unserer Teammitglieder hat für uns höchste Priorität, und wir tolerieren keine Gewalt.

