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Wahlen·vor 1 Std.

Gabriel Attal startet französischen Präsidentschaftswahlkampf mit Pariser Kundgebung und greift Rechtsextreme und Linksextreme an

Der ehemalige Premierminister Gabriel Attal hielt am Samstag seine erste große Wahlkampfkundgebung in Paris ab und positionierte sich als Kandidat der „Tatkraft und Hoffnung" gegen das, was er die „Händler des Hasses" an den politischen Rändern nannte.

Eine Kampagne der 'Tatkraft und Hoffnung'

Gabriel Attal startete offiziell seinen Wahlkampf für die französische Präsidentschaftswahl 2027 mit einer Kundgebung im Parc des Expositions in Paris am Samstag. Der ehemalige Premierminister und jetzige Vorsitzende der Renaissance-Partei versuchte, 'Tatkraft und Hoffnung' zu verkörpern, und stellte seine optimistische Vision bewusst dem nüchterneren Ton seines zentristischen Rivalen, des ehemaligen Premierministers Édouard Philippe, gegenüber.

Ich überlasse anderen das Blut und die Tränen. Ich verspreche euch Tatkraft und Hoffnung.

Attal, der seine Kandidatur eine Woche zuvor in Aveyron erklärt hatte, sagte der Menge, er sei während seiner Zeit als Premierminister und Minister unter Präsident Emmanuel Macron 'gereift' und habe bewiesen, dass es möglich sei, 'Dinge zu bewegen, ohne Frankreich in Brand zu setzen.'

Angriff auf die Ränder

In seiner Rede benannte Attal klar seine wichtigsten politischen Gegner. Er bezeichnete La France Insoumise (LFI) und den Rassemblement National (RN) als 'Händler des Hasses, Apostel des Niedergangs und Handwerker der Nostalgie.' Er rief die Franzosen auf, diese Parteien nicht nur zu blockieren, sondern zu 'überfluten.'

Meine Gegner sind nicht diejenigen, mit denen wir bis 2024 regiert haben. Meine Gegner sind die Händler des Hasses, die Apostel des Niedergangs, die Handwerker der Nostalgie.

Er stellte die Wahl als Kampf dar, um 'die Umklammerung der Ränder zu durchbrechen' und lehnte eine Rückkehr zu alten politischen Trennlinien ab, wobei er den 'Konservatismus sowohl von links als auch von rechts' kritisierte.

Vier zentrale Prioritäten

Während ein vollständiges Programm noch nicht vorgestellt wurde, skizzierte Attal vier 'Hauptprojekte' für seinen Wahlkampf: Bildung, Arbeit, Grenzen und künstliche Intelligenz. In der Bildung, die er als 'Mutter aller Schlachten' bezeichnete, versprach er, die von ihm als Bildungsminister angestrebten Reformen des 'Wissensschocks' wiederzubeleben und die Klassengrößen in der Grundschule durch eine prognostizierte demografische Entwicklung auf weniger als 20 Schüler zu reduzieren.

Er kündigte außerdem an, eine umfassende Strategie für eine 'massive Erhöhung der Gehälter' vorzulegen, und weigerte sich, das Thema Arbeit und Löhne der Linken zu überlassen. Attal setzte ein ehrgeiziges nationales Ziel: Frankreich innerhalb von zehn Jahren zur 'führenden Macht in Europa' zu machen und die Gewissheit wiederherzustellen, dass jede Generation besser leben wird als die vorherige.

Kundgebungsatmosphäre und Teilnehmerzahl

Die Teilnehmerzahlen variierten je nach Quelle. Die Organisatoren gaben an, dass über 5.000 Anhänger die klimatisierte Halle 4 des Ausstellungszentrums füllten, eine willkommene Zuflucht vor der drückenden Pariser Hitze. Unabhängige Schätzungen bezifferten die Menge auf 3.000 bis 4.000 Personen. Die Veranstaltung fand nur wenige Stunden vor dem Champions-League-Finale mit Paris Saint-Germain statt, eine Tatsache, die der Redner nutzte, um die Menge zu begeistern.

Der Präsident hat mir vertraut, und das werde ich nie vergessen.

Trotz des enthusiastischen Kerns der Anhänger stellten einige Beobachter fest, dass die Atmosphäre nur schwer richtig in Fahrt kam, was darauf hindeutet, dass der Weg zum Élysée-Palast noch lang ist und der Wettbewerb, insbesondere mit Philippe, hart ist.

Paris

8 Quellen

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