Asiatische Technologieaktien treiben Nikkei um 2,2 % nach US-Chip-Rallye und Arbeitsmarktdaten
Aktien in Tokio, Seoul und Schanghai legten am Montag zu, nachdem robuste US-Arbeitsmarktdaten und die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz die Halbleiterhersteller beflügelten.
Technologiesektor führt regionale Rallye an
Die asiatischen Aktienmärkte starteten am Montag, den 7. September 2026, mit Gewinnen in die Handelswoche, angetrieben von der Dynamik im Halbleitersektor und starken Vorgaben aus der Wall Street. In Tokio stieg der Leitindex Nikkei 225 um 2,2 % und schloss bei 66.460 Punkten, nachdem er im frühen Handel zunächst um 1,8 % zugelegt hatte. Auch der breitere Topix-Index zog an und gewann 0,6 % auf 4.128 Punkte. Das Interesse der Anleger konzentrierte sich stark auf Hersteller von Halbleiterausrüstung und Anbieter künstlicher Intelligenz, nachdem die US-Technologieaktien am Freitag eine Rallye verzeichnet hatten. Der japanische Speicherhersteller Kioxia führte das heimische Technologiepaket mit einem Plus von 6,8 % an, während der Investmentriese SoftBank Group um 6,2 % zulegte. Die Hersteller von Halbleiterproduktionsanlagen Advantest und Tokyo Electron verzeichneten beide im Tokioter Handel Gewinne von mehr als 4 %.
- Kioxia
- 6.8 %
- SoftBank Group
- 6.2 %
- SK Hynix
- 6 %
- Samsung Electronics
- 3.7 %
- Nikkei 225
- 2.2 %
- Topix
- 0.6 %
- CSI 300
- 0.3 %
Makroökonomische Daten und Strategieneinschätzung
Der regionale Anstieg folgte auf die Veröffentlichung des jüngsten US-Arbeitsmarktberichts, der widerstandsfähige Arbeitsmarktbedingungen zeigte und die Sorgen über eine globale Rezession zerstreute. Die Marktstimmung wurde zudem durch die fiskalische Stabilität in den Vereinigten Staaten beeinflusst, wo die Anleiherenditen nachgaben und den Druck auf die asiatischen Währungen verringerten. Mamoru Shimode, Chefstratege bei Resona Asset Management, stellte fest, dass die geringere Marktvolatilität ein günstiges Umfeld für Aktienanleger geschaffen habe, die nach Wachstumswerten suchten.
Da US-Finanzminister Scott Bessent offenbar die Anleiherenditen eindämmt und den Fall des Yen stoppt, ist die Marktvolatilität zurückgegangen. Das hat es Aktienanlegern erleichtert, in den Risikomodus zu wechseln.
Allerdings war die Entwicklung an der Tokioter Börse nicht durchweg positiv, da nichttechnologische Sektoren mit selektiven Verkäufen konfrontiert waren. Bankengruppen verzeichneten im Handelsverlauf Verluste, wobei die Mitsubishi UFJ Financial Group um mehr als 1 % fiel. Auch der Unterhaltungselektronik- und Unterhaltungskonzern Sony gab nach und verlor bis zum Handelsschluss 2 %.
Entwicklung in Südkorea und China
Die Halbleiternachfrage stützte auch andere asiatische Börsen, wobei die südkoreanischen Aktien den Appetit auf Infrastruktur für künstliche Intelligenz widerspiegelten. In Seoul zogen die Hardwarehersteller Samsung Electronics und SK Hynix anhaltende Kaufinteressen von institutionellen und privaten Anlegern auf sich. Samsung Electronics beendete den Handelstag mit einem Plus von 3,7 %, während der Speicherchip-Lieferant SK Hynix um 6,0 % zulegte. Auf dem chinesischen Festland verzeichneten die Aktienindizes an den Börsen in Schanghai und Shenzhen verhaltenere Bewegungen. Der Shanghai Composite Index blieb weitgehend unverändert und schloss bei 3.928 Punkten. Währenddessen gewann der CSI 300 Index, der die größten börsennotierten Unternehmen in Schanghai und Shenzhen abbildet, 0,3 % und beendete den Tag bei 4.562 Punkten.
- Nikkei 225
- 66460 Punkte
- CSI 300
- 4562 Punkte
- Topix
- 4128 Punkte
- Shanghai Composite
- 3928 Punkte
Währungsinterventionen und Devisenreserven
Der Anstieg der Aktienmärkte erfolgte zeitgleich mit der Veröffentlichung offizieller japanischer makroökonomischer Daten zu Devisenoperationen. Offizielle Daten zeigten, dass die japanischen Devisenreserven im August den größten monatlichen Rückgang erlitten, nachdem die Regierung Maßnahmen zur Stützung des Yen ergriffen hatte. Die Behörden in Tokio gaben fast 100 Milliarden US-Dollar für direkte Marktinterventionen aus, um den Yen von seinem 40-Jahres-Tief anzuheben. Die Währungsstabilisierungsmaßnahmen waren erfolgreich darin, die starke Abwertung des Yen gegenüber dem US-Dollar zu stoppen. Die daraus resultierende Wechselkursstabilität verschaffte exportorientierten japanischen Herstellern und multinationalen Konzernen eine größere Planungssicherheit für ihre Prognosen.


