Apple erhöht Mac- und iPad-Preise weltweit mit Verweis auf KI-getriebene Speicherchipkosten
Apple hat die Preise für MacBooks und iPads weltweit um bis zu 500 US-Dollar erhöht und macht dafür steigende Speicherchipkosten verantwortlich, die durch den massiven Ausbau von KI-Rechenzentren verursacht werden. Auch Microsoft kündigte Preiserhöhungen für die Xbox an und nannte denselben Grund.
Die Preiserhöhungen
Apple hat am Donnerstag die Preise für MacBook-Laptops und iPad-Tablets weltweit erhöht. Die Anstiege liegen in den USA zwischen 100 und 500 US-Dollar, mit ähnlichen prozentualen Sprüngen in anderen Märkten. In Belgien beispielsweise stieg das BasisiPad von 389 € auf 509 €, ein Anstieg von 31 %, während das MacBook Pro um 300 € auf 2.229 € kletterte. Das MacBook Neo, Apples günstiger Laptop, stieg um 100 € auf 799 €. iPads und Macs der gesamten Produktpalette wurden teurer, iPhones, Apple Watches und AirPods blieben vorerst verschont.
- iPad
- 30.8 %
- iPad Air
- 23.9 %
- iPad Pro
- 17.9 %
- iPad mini
- 23.3 %
- MacBook Air
- 19.2 %
- MacBook Pro
- 15.6 %
- iMac
- 19.7 %
- MacBook Neo
- 14.3 %
KI-getriebene Speicherknappheit
Apple führte die Preiserhöhungen auf die rapide steigenden Kosten für DRAM- und NAND-Speicherchips zurück, die durch den schnellen Ausbau von KI-Rechenzentren verursacht werden. Das Unternehmen erklärte in einer Stellungnahme:
CEO Tim Cook hatte zuvor gewarnt:Wir haben noch nie erlebt, dass ein Bauteilpreis so stark und so schnell gestiegen ist.
Er bezeichnete die Situation als „Jahrhunderthochwasser“. Die Nachfrage der KI-Branche nach Hochleistungsspeicher übersteigt das Angebot der drei großen Hersteller SK Hynix, Samsung und Micron.Das Angebot ist knapper, während die Verbraucher Geräte wollen und die Speicherhersteller enorme Preiserhöhungen weitergeben.
Breitere Auswirkungen auf die Unterhaltungselektronik
Die Speicherchipknappheit betrifft nicht nur Apple. Am selben Tag kündigte Microsoft an, die Preise für Xbox-Konsolen ab dem 1. August um 100 bis 150 US-Dollar zu erhöhen. Sony und Nintendo hatten bereits ähnliche Schritte unternommen. Wedbush-Analyst Dan Ives nannte die Situation eine
Der Verbrauchertechnologie-Analyst Avi Greengart merkte an, dass die Preiserhöhungen für Verbraucher, die fallende Gerätepreise gewohnt sind, psychologisch belastend sein könnten. Francisco Jeronimo von IDC betonte, dass selbst das beliebte MacBook Neo, das auf dem besten Weg ist, das meistverkaufte Laptop dieses Quartals zu werden, eine Preiserhöhung erfahren habe – ein Zeichen dafür, dass Apple bereit sei, Wachstum zu opfern, um die Margen zu schützen.beispiellose Herausforderung für Gerätehersteller wie Apple.
Was ist mit dem iPhone?
Apple ließ die iPhone-Preise unverändert, doch Analysten erwarten mit der Einführung des iPhone 18 im September eine Preiserhöhung. Nabila Popal von IDC prognostizierte zusätzliche 100 bis 200 US-Dollar, meinte aber, eine frühzeitige Warnung könne den Widerstand der Verbraucher mildern:
Das iPhone ist Apples größter Umsatzbringer, und das Unternehmen führt oft neue Funktionen ein, um Preiserhöhungen zu rechtfertigen. Der designierte CEO John Ternus, der am 1. September das Amt übernimmt, wird diese heikle Markteinführung navigieren müssen.Wenn Verbraucher psychologisch auf höhere Preise vorbereitet sind, wird es die Verkäufe nicht beeinträchtigen.
Marktreaktion und Ausblick
Die Anleger reagierten negativ: Der Aktienkurs von Apple fiel am Donnerstag um 6,15 %, was einer Wertvernichtung von rund 250 Milliarden US-Dollar entspricht. Der Kursrückgang spiegelt die Befürchtung wider, dass die Verkäufe ins Stocken geraten könnten, wenn die Verbraucher die höheren Preise ablehnen. Einige Einzelhändler in Australien, wie JB Hi-Fi und Officeworks, haben die Erhöhungen vorerst noch nicht weitergegeben, doch die globale Natur der Preiserhöhung wird sich durch die Vertriebskanäle ziehen.
- Tim Cook teilt WSJ mit, dass Preiserhöhungen unvermeidlich sind
- Apple erhöht MacBook- und iPad-Preise weltweit
- Microsoft Xbox Series X und S Preise steigen um 100–150 US-Dollar
- Einführung des iPhone 18 mit erwarteter Preiserhöhung von 100–200 US-Dollar


