
Apple erhöht MacBook- und iPad-Preise um bis zu 25%, da KI-Boom die Speicherkosten in die Höhe treibt
Apple hat am Donnerstag die Preise für seine Mac- und iPad-Reihen erhöht, mit Steigerungen zwischen 100 und 500 US-Dollar, und beruft sich auf eine 'außergewöhnliche Welle' der Nachfrage nach Speicherchips aus KI-Rechenzentren. iPhones bleiben vorerst unberührt.
Preiserhöhungsdetails
Apple aktualisierte am Donnerstag seinen Online-Shop mit überarbeiteten Preisen für alle MacBook- und iPad-Modelle. Das Einstiegs-MacBook Neo, erst im März eingeführt, kostet jetzt 699 $ (plus 100 $). Das MacBook Air mit 512 GB Speicher stieg um 200 $ auf 1.299 $, während ein 1 TB MacBook Pro um 300 $ auf 1.999 $ sprang. Der Desktop Mac Studio verzeichnete den größten absoluten Anstieg und kletterte um 500 $ auf 2.499 $. Auch die iPad-Preise stiegen: das Basis-iPad von 349 $ auf 449 $, das iPad Air von 599 $ auf 749 $ und das iPad Pro von 999 $ auf 1.199 $. Einige HomePod- und Apple TV-Zubehörteile wurden ebenfalls erhöht, obwohl iPhones, Apple Watches und AirPods vorerst unverändert bleiben.
- MacBook Neo
- 100 $
- MacBook Air
- 200 $
- MacBook Pro
- 300 $
- Mac Studio
- 500 $
- iPad
- 100 $
- iPad Air
- 150 $
- iPad Pro
- 200 $
Hinter den Erhöhungen: Der Speicherhunger der KI
Die Preisänderungen sind eine direkte Folge eines schweren Mangels an DRAM- und NAND-Flash-Speicherchips. Die rasche Expansion von KI-Rechenzentren hat Speicherhersteller, Samsung Electronics, SK Hynix und Micron Technology, dazu veranlasst, die Produktion auf margenstarke Unternehmenskomponenten zu verlagern, was die Hersteller von Unterhaltungselektronik mit knapperem Angebot und höheren Kosten zurücklässt. Das Forschungsunternehmen Counterpoint schätzt, dass die Preise für Smartphone-DRAM um 50 % und die Preise für NAND-Flash-Speicher im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal um über 90 % gestiegen sind. Insgesamt haben sich die Speicherpreise seit dem vierten Quartal 2025 mehr als vervierfacht.
Wir haben einen Punkt erreicht, an dem es unmöglich ist, Speicherpreiserhöhungen zu absorbieren, es sei denn, man möchte ein Geschäft mit großen Verlusten betreiben.
Apples Reaktion
Apple hatte die Preise im Frühjahr stabil gehalten und sich auf vorhandene Komponentenbestände verlassen, um die Bruttomargen zu schützen. In einer Telefonkonferenz im April warnte CEO Tim Cook, dass die Speicherkosten über das Juni-Quartal hinaus einen 'zunehmenden Einfluss' auf das Geschäft haben würden. Letzte Woche sagte er dem Wall Street Journal, dass Preiserhöhungen unvermeidlich seien. Am Donnerstag bestätigte das Unternehmen den Schritt öffentlich und bezeichnete den Preisschub bei Komponenten als beispiellos.
Leider sind Preiserhöhungen unvermeidlich.
Wir haben noch nie erlebt, dass die Preise für Komponenten so stark und so schnell gestiegen sind. Bisher haben wir unsere Kunden vor diesen Erhöhungen geschützt, aber wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem wir mit Preiserhöhungen beginnen müssen.
Branchenauswirkungen
Apples Entscheidung wird wahrscheinlich von anderen PC- und Tablet-Herstellern befolgt, so Tarun Pathak, Forschungsdirektor bei Counterpoint Research. 'Wir erwarten auch, dass andere OEMs dem Beispiel von Apple folgen. Sie könnten die Preise für ausgewählte Produkte erhöhen, Rabatte kürzen oder ihre Produktlinien anpassen', sagte er. Die Aktien von Apple fielen nach der Ankündigung im vorbörslichen Handel um 0,7 %. Das Unternehmen erklärte, es arbeite unermüdlich an Lösungen, nannte aber keinen Zeitplan, wann der Druck durch die Speicherkosten nachlassen könnte.

