
Greenpeace entrollt 600 m² große Anti-Trump-Banner auf dem Brüsseler Grand-Place vor der US-250-Jahr-Feier
Aktivisten ließen ein 600 Quadratmeter großes Banner mit der Aufschrift „Krieg. Gier. Energiekrise. Was gibt es da zu feiern?“ herab, während sich Würdenträger, darunter Belgiens Premierminister Bart De Wever und NATO-Generalsekretär Mark Rutte, heute Abend zu einer pompösen US-250-Jahr-Feier in Brüssel versammeln.
Die Banner-Aktion
Am Sonntagmorgen entrollten Aktivisten von Greenpeace Belgien ein 600 Quadratmeter großes Banner auf dem Grand-Place in Brüssel, das auf die Trump-Administration abzielte, Stunden bevor die Vereinigten Staaten in der Stadt ihren 250. Jahrestag bei einer hochgesicherten Gala feiern wollten. Das in englischer Sprache gedruckte Banner trug die Aufschrift: „War. Greed. Energy Crisis. What's there to celebrate?“ Die Aktion war zeitgleich mit dem Eintreffen von 5.000 Gästen zur abendlichen Feier geplant.
In einer Zeit, in der eine historische und tödliche Hitzewelle unser Land heimsucht, ist es beschämend, dass unsere Behörden einer offen klimaskeptischen Regierung den roten Teppich ausrollen und dieses pompöse Fest organisieren.
Würdenträger und die US-Jubiläumsgala
Belgiens Premierminister Bart De Wever (N-VA) und NATO-Generalsekretär Mark Rutte gehören zu den hochrangigen Persönlichkeiten, die zu der Veranstaltung erwartet werden, die an die 250 Jahre seit der Unabhängigkeitserklärung erinnert. Die von den Organisatoren als ultrasicher beschriebene Feier wird 5.000 Gäste in die belgische Hauptstadt locken. Der Protest von Greenpeace richtete sich gegen die Anwesenheit dieser Führungspersönlichkeiten, denen vorgeworfen wird, eine ihrer Ansicht nach destabilisierende Regierung zu legitimieren.
Politische und Klimakritik
Die Umweltorganisation erklärte, das Banner solle die „politische und wirtschaftliche Agenda“ der Regierung von Präsident Donald Trump anprangern. Sie verwies auf eine Außenpolitik, die „die globale Geopolitik destabilisiert“, und ein „Energiedominanz“-Programm, das Konflikte anheizt, die globale Energiekrise verschärft und die internationale Zusammenarbeit schwächt. Der Protest hob auch die derzeit in Belgien wütende Hitzewelle hervor und stellte die Untätigkeit der USA in Klimafragen mit tödlichen Wetterextremen in Verbindung.
Europäische Energieabhängigkeit
Greenpeace zeigte sich alarmiert über die zunehmende Abhängigkeit mehrerer europäischer Länder von Schiefergasimporten aus den Vereinigten Staaten. Die Gruppe argumentiert, dass eine Vertiefung der Energiebeziehungen mit Washington die EU auf fossile Brennstoffe festlege und ihre Klimaziele gefährde.
Die fortdauernde Hofierung der Trump-Regierung gefährdet unsere EU-Klimaziele und unsere Unabhängigkeit von Autokraten.

