Migration · Belfast und Glasgow
Rassistische Ausschreitungen in Belfast und Glasgow nach Messerangriff – Tausende bei Anti-Rassismus-Kundgebungen
Nach der Festnahme eines Sudanese wegen eines brutalen Messerangriffs kam es in Belfast und Glasgow zu rechtsextremer Gewalt, bei der Polizisten verletzt und Minderheiten angegriffen wurden, bevor große Gegendemonstrationen stattfanden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Independent, BBC, RTE.ie und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein Sudanese wurde wegen des versuchten Mordes an Stephen Ogilvie in Nord-Belfast angeklagt, woraufhin rechtsextreme Gruppen die Tat nutzten, um Gewalt gegen Einwanderer zu schüren.
Vermummte Randalierer griffen Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe an, brannten Gebäude nieder und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. In Belfast gab es mehr als 20 Festnahmen, in Glasgow wurden fünf Menschen verletzt.
Rechtsextreme Accounts verbreiteten Stunden vor jeglichen Demonstrationen unbewiesene Behauptungen und logistische Details und machten aus einer isolierten Straftat koordinierte Straßengewalt.
Daten der Arztregistrierung zeigen, dass die EU-Migration nach Nordirland eingebrochen ist, während die Ankünfte aus Indien und Afrika seit 2021 stark angestiegen sind, was die Bevölkerungszusammensetzung der Region verändert hat.
Am Samstag versammelten sich rund 5.000 Menschen in Belfast und Tausende in Glasgow, um Rassismus abzulehnen und Solidarität mit den angegriffenen Gemeinschaften zu zeigen.
- 8.06.Stephen Ogilvie in Nord-Belfast niedergestochen; Hadi Alodid wegen versuchten Mordes angeklagt
- 9.06.Rechtsextreme Proteste und Krawalle brechen in Belfast und Glasgow aus; Polizei angegriffen, Gebäude in Brand gesetzt
- 10.06.Familien fliehen aus ihren Häusern; Beschäftigte im Gesundheitswesen berichten von Einschüchterung und Angst um ihre Sicherheit
- 13.06.Anti-Rassismus-Kundgebungen ziehen 5.000 in Belfast und Tausende in Glasgow an
Der Auslöser: ein brutaler Messerangriff
Am Montagabend wurde Stephen Ogilvie in Nord-Belfast angegriffen. Dem Sudanesen Hadi Alodid wurde versuchter Mord vorgeworfen, nachdem Ogilvie sein linkes Auge verloren hatte, Schäden am rechten Auge erlitt sowie Nacken- und Rückenverletzungen davontrug. Der Angriff war grausam, doch was folgte, verwandelte eine einzelne Straftat in eine Welle rassistisch motivierter Unruhen.
Gewalt bricht aus
Am Dienstag arteten rechtsextreme Proteste in Belfast in Krawalle aus. Hunderte Menschen, viele maskiert, griffen Häuser, Geschäfte und Fahrzeuge an und attackierten Polizisten. Es gab mehr als 20 Festnahmen. In Glasgow spielte sich ein ähnliches Szenario ab: Demonstranten zogen durch die Innenstadt, Gläubige in der Glasgow Central Mosque wurden eingeschlossen, als sich die Menge näherte, und fünf Menschen wurden verletzt, darunter zwei Polizisten. Assistant Chief Constable Alan Waddell sagte, Menschen seien „wegen ihrer Hautfarbe angegriffen“ worden.
„Dass Menschen in einem Gotteshaus eingeschlossen werden, ist ein totaler und absoluter Schandfleck für den Ruf der Stadt. Das darf sich nie wiederholen.“
Choreografie in den sozialen Medien
Die Gewalt brach nicht spontan aus. Bereits am Dienstagmorgen verbreiteten rechtsextreme Accounts auf Facebook und X Behauptungen über eine „versuchte Enthauptung“ und Listen „gemeldeter Straßensperrungen“ und beschworen die Unruhen herauf. Polizei und Politiker hatten Stunden vor den ersten Menschenansammlungen zur Besonnenheit aufgerufen.
Eine sich wandelnde Bevölkerungslandschaft
Die Bevölkerung Nordirlands hat sich seit dem Brexit stark verändert. Die Migration aus der EU ist eingebrochen, während die Ankünfte aus Südasien und Afrika zugenommen haben. Daten der Arztregistrierung zeigen die Verschiebung: 2018 entfielen auf Polen etwas über 1.000 Registrierungen und auf Indien rund 650; bis 2024 sanken die Registrierungen aus Polen auf 100, während die aus Indien 3.000 überstiegen.
- Polen 2018
- 1000 Registrierungen
- Indien 2018
- 650 Registrierungen
- Polen 2024
- 100 Registrierungen
- Indien 2024
- 3000 Registrierungen
Daten aus dem Artikeltext
Reaktionen von Behörden und Gemeinden
Der nordirische Gesundheitsminister Mike Nesbitt nannte die Unruhen einen „Schandfleck für den Ruf Nordirlands“ und sagte, internationale Beschäftigte im Gesundheitswesen, die in einigen Pflegeheimen 85 % der Belegschaft ausmachten, fragten sich nun, „ob es sich für sie lohnt, zu bleiben“. Der DUP-Vorsitzende Gavin Robinson stieß mit seiner ersten Forderung nach einer Grenzschließung auf Kritik als überzogene Reaktion. Ein protestantischer Pastor, Jack McKee, rettete zwei ugandische Pflegekräfte, die sich in ihrem Haus verkrochen hatten, während in der Nähe Häuser brannten.
„Wenn sie nicht bei uns wären, würde unser Gesundheitswesen zusammenbrechen und Menschen würden unnötigerweise sterben.“
Tausende demonstrieren gegen Rassismus
Am Samstag versammelten sich rund 5.000 Menschen vor dem Belfaster Rathaus zu einer Anti-Rassismus-Kundgebung, die von United Against Racism organisiert und von Gewerkschaften unterstützt wurde. In Glasgow nahmen Tausende an einer Demonstration von Stand Up To Racism teil, die kurzzeitig von einer kleinen Gruppe rechtsextremer Gegendemonstranten unterbrochen wurde. Redner auf beiden Veranstaltungen betonten, dass die Krawalle nicht für ihre Städte stünden.
„Das ist nicht das Belfast, das ich kenne. Sehen Sie sich um. Das ist das Belfast, das ich kenne, ein einladender Ort, den ich mein Zuhause nenne.“
„Das einzig Praktische, was Westminster tun kann, ist, Geld zur Bekämpfung der Armut bereitzustellen, die Rassismus schürt.“
Die Woche hinterließ bei Minderheitengemeinschaften eine Spur der Angst und löste eine öffentliche Debatte darüber aus, wie Einwanderung, Polizeiarbeit und soziale Medien zusammenwirken, um plötzliche Straßengewalt zu erzeugen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Stephen Ogilvie
- Opfer des Messerangriffs in Nord-Belfast, der den Unruhen vorausging
- Hadi Alodid
- Sudanese, der des versuchten Mordes an Stephen Ogilvie angeklagt wurde
- Mike Nesbitt
- Nordirischer Gesundheitsminister, der sagte, internationale Beschäftigte im Gesundheitswesen seien unverzichtbar und die Gewalt sei ein Schandfleck für Nordirlands Ruf
- Michael Kelly
- Ehemaliger Lord Provost von Glasgow, der die Unruhen als Schandfleck für den Ruf der Stadt bezeichnete
- Gavin Robinson
- DUP-Vorsitzender, der nach der Information, dass der mutmaßliche Angreifer über Dublin eingereist war, die Schließung der Grenze forderte
- Israel Eguaogie
- In Nigeria geborener Bewohner Belfasts und Mitarbeiter von City of Sanctuary, der auf der Anti-Rassismus-Kundgebung sprach
- Carmel Gates
- Vertreterin des Irischen Gewerkschaftsbundes, die Westminster aufforderte, Mittel zur Bekämpfung der Armut bereitzustellen, die Rassismus schürt
- Alan Waddell
- Assistant Chief Constable von Police Scotland, der beschrieb, dass Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe angegriffen wurden
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