Wirtschaft · Seoul und Tokio

Asiatische Aktien steigen, während Anthropic einen US-Börsengang beantragt und Meta 95 Mrd. Dollar einsammeln will

Kospi und Nikkei legten am Dienstag, 27. Oktober, zu, nachdem der US-Börsengangsantrag von Anthropic 16,3 Mrd. Dollar Umsatz im ersten Halbjahr auswies. Meta strebt zudem bis zu 95 Mrd. Dollar frisches Eigenkapital an, während Brent auf 114,95 Dollar je Barrel nachgab.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Irish Times, Bloomberg Business, Telegraaf und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Seoul, Tokio · Südkorea, Japan

Anthropics Antrag belebt die KI-Wetten

Am Dienstag, 27. Oktober, legten die asiatischen Aktienmärkte zu, weil der KI-Handel neue Dynamik gewann, nachdem Anthropic, das Unternehmen hinter dem Chatbot Claude, einen US-Börsengang beantragt hatte. Der Antrag verband einen hohen Verlust mit starkem Umsatzwachstum: 16,3 Mrd. Dollar Umsatz im ersten Halbjahr 2026 gegenüber 1,2 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum, dazu ein Barvermögen von 112 Mrd. Dollar. Anleger nutzen diese Zahlen, um zu beurteilen, ob die massiven Investitionen in KI-Infrastruktur irgendwann in Gewinne münden können. Einige Umsatzzahlen waren bereits bekannt, sodass sich die Aufmerksamkeit auf den Antrag selbst verlagerte. James Ooi, Chefmarktstratege bei Tiger Brokers, deutete die Entscheidung, den Antrag zu stellen, als Zeichen des Vertrauens.

„Die Entscheidung, trotz der jüngsten Volatilität im KI-Handel einen Börsengang zu beantragen, kann selbst als Vertrauensvotum gewertet werden.“

James Ooi

Metas Aktienverkauf und die asiatischen Indizes

Meta Platforms strebt bis zu 95 Mrd. Dollar an – die bislang größte Eigenkapitalaufnahme des Unternehmens –, ein Zeichen dafür, dass weiterhin Kapital in KI fließt. In Seoul stieg der technologieorientierte Kospi im Handelsverlauf um bis zu 4 %, SK Hynix legte um 6,6 % und Samsung um 4,6 % zu. Die gemeldeten Höchstgewinne lagen je nach Messzeitpunkt zwischen etwa 4 % und knapp 5 %, wobei der Index mit 5.737 Punkten seinen Höchststand erreichte. Der Kospi lag im Oktober bislang 17 % im Minus, was die Unruhe über den KI-Handel widerspiegelt. In Tokio legte der Nikkei 225 in einer Messung um 1,9 % zu und stand später bei 63.484 Punkten, ein Plus von 2,1 %, während die SoftBank Group um 6,7 % stieg, obwohl der OpenAI-Investor im vergangenen Monat um mehr als ein Viertel gefallen ist.

Bewegungen an den asiatischen Märkten im Handel am Dienstag, 27. Oktober%
Kospi (Höchststand)
4 %
SK Hynix
6.6 %
Samsung
4.6 %
SoftBank Group
6.7 %
Nikkei 225
1.9 %

Daten aus dem Artikeltext

Daisuke Hashizume, leitender Stratege bei Daiwa Securities, sagte, der Markt in Tokio habe mit Erleichterung auf die Nachricht vom Börsengang von Anthropic reagiert.

„Der Markt reagierte mit Erleichterung auf die Nachricht vom Börsengang von Anthropic, während die schwergewichtigen Technologiewerte dem Anstieg des US-Chipindex folgten.“

Daisuke Hashizume

Zweifel an den Renditen und anstehende Zinsentscheidungen

Ein US-Chipindex stieg im außerbörslichen Handel um 2,8 %, der größte Tagesanstieg seit einem Monat. Die Zweifel, wie sich KI-Ausgaben in Erträge verwandeln, sind nicht verschwunden. Anthony Saglimbene, Chefmarktstratege bei Ameriprise, sagte, Anleger wollten Belege dafür, dass sich die Nachfrage über ein Geflecht eng miteinander verbundener KI-Geschäfte hinaus ausbreite.

„Anleger brauchen die Gewissheit, dass aggressive Investitionsausgaben dauerhaften Geschäftsbedarf widerspiegeln und dass die Rentabilität Bestand hat, wenn neue Infrastruktur in Betrieb geht.“

Anthony Saglimbene

Die Brent-Rohöl-Futures gaben um 0,7 % auf 114,95 Dollar je Barrel nach und entfernten sich damit von einem Sechsmonatshoch, da Anleger eine mögliche Beilegung des US-israelischen Kriegs mit dem Iran abwägten. Früher in der asiatischen Sitzung hatte die Benchmark bei 114,60 Dollar gehandelt, während WTI bei etwa 101 Dollar lag. In Japan stieg das Maß der Bank of Japan für die zugrunde liegende Inflation im September um 3,2 % gegenüber dem Vorjahr, der höchste Wert seit drei Jahren und deutlich über dem Ziel von 2 %, was die Argumente für weitere Zinserhöhungen stärkt. Federal Reserve, Europäische Zentralbank und Bank of Japan haben alle Zinsentscheidungen vor sich, und Ökonomen erwarten, dass alle drei die Zinsen unverändert lassen. Mitul Kotecha, Leiter der asiatischen Makrostrategie bei Barclays, sagte, die Märkte befänden sich im Abwartemodus, da sich die Aufmerksamkeit den US-Zwischenwahlen zuwende.

Quartalszahlen und Anleihemärkte

Mehr als ein Drittel der S&P-500-Unternehmen wird in der Woche ab dem 27. Oktober berichten, darunter die KI-Hyperscaler Alphabet, Microsoft und Amazon.com. Samsung Life Insurance, eine Tochtergesellschaft der Samsung Group, verkaufte am Montag, 26. Oktober, nachrangige Anleihen im Wert von 1,5 Mrd. Dollar – die größte Dollar-Anleiheemission eines südkoreanischen Versicherers. Das Geschäft kam zustande, obwohl volatile Anleihemärkte einige Unternehmen gezwungen haben, geplante Emissionen zurückzuziehen. In Japan zeigen die Investitionspläne von zehn heimischen Versicherern für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres eine breite Verschiebung von niedriger verzinsten Anleihen hin zu höher verzinsten Papieren. Die erhöhten Renditen schaffen Chancen, die Portfolioerträge zu steigern.

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