Regierung · Lissabon

PS, Chega und IL fordern Dutzende Anhörungen im Untersuchungsausschuss zu Luís Neves

Chegas Liste nennt mindestens 50 Personen, die Sozialisten 34, während die Liberalen je nach Medium 40 oder 45 beantragen. Die Liberalen verlangen zudem Neves' private Kontoauszüge und Grundbuchunterlagen für Immobilien im Alentejo.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Jornal Expresso, PÚBLICO, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon · Portugal
Wie es dazu kam
  1. Woche des 19. Oktober 2026Der Ausschuss nimmt seine Arbeit auf
  2. 26.10.Sitzung von Vorstand und Koordinatoren
  3. 27.10.Ordentliche Sitzung zwei Stunden vor der Generaldebatte zum Haushalt 2027

Die Parteien reichen ihre Anhörungslisten ein

Die Parteien haben Anträge für den parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Amtszeit von Luís Neves als nationaler Direktor der Kriminalpolizei (PJ) eingereicht – ein Ausschuss, den Chega durchgesetzt hat und den André Ventura leitet. Die Sozialistische Partei (PS) will 34 Personen befragen, die meisten davon mit Bezug zur PJ, an erster Stelle den amtierenden nationalen Direktor Carlos Cabreiro. Zu den Namen aus der Regierung gehören Premierminister Luís Montenegro, Neves selbst als Innenminister, Justizministerin Rita Júdice und der frühere Premierminister António Costa, der derzeit den Europäischen Rat präsidiert. Die PS beantragt zudem Costas frühere Stabschefs Francisco André und Vítor Escária sowie Generalstaatsanwalt Amadeu Guerra und die frühere Generalstaatsanwältin Lucília Gago. Die Liste ergänzen frühere PJ-Funktionäre und hochrangige Staatsanwälte, sodass die meisten Namen auf Polizei- und Justizkreise entfallen und nicht auf Politiker.

Chega, die Liberalen und die PCP

Chega hat mindestens 50 Anhörungen vorgeschlagen, bestehend aus 40 namentlich genannten Personen und 10 weiteren, die noch benannt werden sollen. Die Liberale Initiative (IL) beantragte den früheren Staatspräsidenten Marcelo Rebelo de Sousa, António Costa und den Vorsitzenden der Anwaltskammer, João Massano. Die Liberalen wollen außerdem Ricardo Carrilho hören, den früheren Generalsekretär des Innenministeriums, den Neves kürzlich entlassen hat. Zu Umfang des IL-Antrags gibt es unterschiedliche Angaben: Notícias ao Minuto berichtet von 45 Personen, Diário de Notícias von etwa 40. Diário de Notícias meldet zudem, die Kommunistische Partei (PCP) konzentriere ihre Liste auf vier Parteiführer.

Für Anhörungen beantragte Personen nach ParteiPersonen
Chega (mindestens 50)
50 Personen
PS
34 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Begehrte Unterlagen von Neves

Die Liberalen beantragten Zugang zu Neves' privaten Kontoauszügen aus seiner Zeit als nationaler Direktor der PJ sowie zu Grundbuchunterlagen für Güter im Alentejo, die er 2024 und 2025 gekauft hat. Sie verlangen außerdem Bewegungen auf der bei der PJ genutzten Firmenkreditkarte und Via-Verde-Mautaufzeichnungen für ein Fahrzeug, das in der Operation Exotic Fruit beschlagnahmt wurde. Nach Angaben der Partei weiten diese Anträge die Prüfung der Vermögenswerte und Ausgaben des Ministers aus. Der Auftrag des Ausschusses besteht darin, Neves' Verhalten als PJ-Direktor in seinen Amtszeiten von 2018 bis 2026 zu bewerten sowie eine mögliche Verantwortung von Regierungsmitgliedern, die ihn ernannt und beaufsichtigt haben. Vorausgegangen waren Kontroversen der vergangenen Monate über Bauarbeiten an einer Immobilie des Ministers, die von einer Firma ausgeführt wurden.

Zeitplan und Überschneidung mit dem Haushalt

Der Ausschuss nahm in der Woche des 19. Oktober 2026 seine Arbeit auf. Seine nächsten Sitzungen sind eine Sitzung von Vorstand und Koordinatoren am Montag, 26. Oktober, und eine ordentliche Sitzung am Dienstag, 27. Oktober, zwei Stunden vor der Generaldebatte zum Staatshaushalt 2027. Die Arbeit des Ausschusses wird während der Haushaltsverhandlungen nicht unterbrochen. André Ventura von Chega leitet den Ausschuss.

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