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Einzelsport·vor 2 Std.

Extremsportler Andy Lewis, der 2012 mit Madonna beim Super Bowl auftrat, stirbt bei Base-Jump-Unfall in Utah

Der 39-jährige Slackline-Champion und Miteigentümer von Aerial Arts Moab starb am Sonntag bei einem Tandemsprung in Mineral Bottom, Utah. Ein 68-jähriger Mann kam ebenfalls ums Leben.

Der Unfall in Mineral Bottom

Andy Lewis starb am Sonntagmorgen in einer abgelegenen Wüstenschlucht nahe der Grenze zwischen Utah und Colorado. Er versuchte einen Tandem-Base-Jump mit einem 68-jährigen Kunden, als sich der Fallschirm nicht vollständig öffnete, so seine Ex-Partnerin Hayley Ashburn. Die beiden sprangen aus rund 85 Metern Höhe. Rettungskräfte brauchten etwa 45 Minuten, um den Ort zu erreichen, da es keinen Mobilfunkempfang gab.

Der Fallschirm öffnete sich nicht vollständig.

Das Büro des Sheriffs von Grand County bestätigte Lewis' Identität und identifizierte das zweite Opfer als Danny Joe Kregle, einen Geschäftsmann und Familienvater.

Ein Leben an der Grenze

Lewis, gebürtig aus Moab, dominierte jahrelang die Nischensportart Slacklining. Er gewann zwischen 2008 und 2011 vier Weltmeisterschaften in Folge. 2011 stellte er einen Guinness-Weltrekord für Side Surfs (143 Hin- und Herschwünge in einer Minute) über dem Diaoshuilou-Wasserfall in China auf. Drei Jahre später lief er auf einer Slackline, die zwischen zwei Heißluftballons gespannt war, in 1.200 Metern Höhe über der Wüste von Nevada.

Wichtige Meilensteine in Andy Lewis' Karriere
  1. Gewinnt erste von vier aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften im Slacklining
  2. Stellt Guinness-Weltrekord für Side Surfs am Diaoshuilou-Wasserfall auf
  3. Tritt mit Madonna während der Halbzeitshow des Super Bowl XLVI auf
  4. Läuft auf einer Slackline zwischen zwei Heißluftballons in 1.200 Metern Höhe
  5. Stirbt bei Tandem-Base-Jump in Mineral Bottom, Utah

Durchbruch beim Super Bowl

Lewis war weitgehend unbekannt, bis er 2012 mit Madonna während der Halbzeitshow des Super Bowl XLVI auftrat. In einer römischen Toga sprang und überschlug er sich auf einem schmalen Gurtband, während der Popstar hinter ihm auftrat. Die Bekanntheit machte ihn über Nacht zum Star.

Mein Telefon hat sich quasi selbst umgebracht, weil es drei Tage lang ununterbrochen geklingelt hat.

Kalkuliertes Risiko

Lewis war Miteigentümer von Aerial Arts Moab, einer Akrobatikfirma, und betrieb BASE Jump Moab, das Tandemsprünge für unerfahrene Kunden anbot. Mitstreiter und Ausbilder beschreiben einen Athleten mit außergewöhnlichem Können, der bewusst engere Landezonen aufsuchte und seinen Schirm später öffnete als die meisten.

Er hatte ein unglaubliches Maß an Athletik und Können, das er sich über Jahre hinweg erarbeitet hatte. Aber er ging auch enorme Risiken ein.

Base-Jumping birgt ein weitaus höheres Risiko schwerer Verletzungen oder des Todes als Fallschirmspringen; eine Studie aus dem Jahr 2007 schätzte das Risiko auf das Fünf- bis Achtfache. Laut der Website BASEaddict sind seit 1981 540 Menschen bei diesem Sport ums Leben gekommen, darunter 30 im Jahr 2025.

Es ist seltsam, darüber nachzudenken, wie viele Menschen gestorben sind, weil es fast normal geworden ist.

Moab

8 Quellen

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