Konflikte · Tripolis
Gericht in Tripolis verurteilt ehemaligen Mitiga-Gefängnisdirektor Almasri wegen Misshandlung von Häftlingen zu 7 Jahren und 4 Monaten
Ein Gericht in Tripolis verurteilte Osama Najeem Almasri wegen Verletzung der Rechte von Häftlingen zu 7 Jahren und 4 Monaten Haft – die jüngste Wendung in einem Fall, der einen diplomatischen Riss zwischen Italien und dem Internationalen Strafgerichtshof auslöste.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Tgcom24, Il Fatto Quotidiano, AGI und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das Strafgericht von Tripolis verurteilte Almasri wegen Verletzung der Rechte von Häftlingen zu 7 Jahren und 4 Monaten, zusätzlich zum Verlust der Rechtsfähigkeit und der bürgerlichen Ehrenrechte.
Gegen Almasri liegt ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen, Folter, Vergewaltigung und Mord, die seit 2015 im Mitiga-Gefängnis begangen wurden, vor.
Am 19. Januar 2026 in Italien festgenommen, wurde Almasri wenige Tage später freigelassen, nachdem ein römisches Gericht die Bestätigung der Festnahme verweigerte, und mit einem Staatsflug nach Libyen repatriiert.
Die italienischen Minister Nordio, Piantedosi und Mantovano wurden wegen Beihilfe zur Flucht untersucht; die Kammer verweigerte die Ermächtigung zur Strafverfolgung und stellte das Verfahren ein.
- 19.01.Almasri wird in Italien auf ICC-Haftbefehl festgenommen
- 21.01.Römisches Gericht lehnt Bestätigung der Festnahme ab; Almasri freigelassen und nach Libyen repatriiert
- 21.06.Gericht in Tripolis verurteilt Almasri wegen Verletzung von Gefangenenrechten zu 7 Jahren und 4 Monaten
Das Urteil
Am 21. Juni 2026 verurteilte das Strafgericht von Tripolis Osama Najeem Almasri wegen Verletzung der Rechte von Gefangenen zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und vier Monaten. Das Gericht ordnete zudem den Verlust seiner Rechtsfähigkeit und die Aussetzung seiner bürgerlichen Ehrenrechte für die Dauer der Haftstrafe plus ein zusätzliches Jahr an.
Wer ist Almasri
Almasri ist der ehemalige operative Kommandeur der libyschen Justizpolizei und leitete die Sicherheit im Mitiga-Gefängnis in Tripolis. Ihm wurde vorgeworfen, Folter, grausame Behandlung und erniedrigende Bedingungen für Häftlinge beaufsichtigt zu haben. Der libysche Generalstaatsanwalt leitete eine Untersuchung ein, nachdem Berichte über Misshandlungen in der Einrichtung eingegangen waren.
Der ICC-Haftbefehl und Italiens Freilassung
Der Internationale Strafgerichtshof hatte einen Haftbefehl gegen Almasri wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit erlassen, darunter Mord, Folter, Vergewaltigung und sexuelle Gewalt, die seit 2015 in Mitiga begangen worden sein sollen. Er wurde am 19. Januar 2026 in Italien festgenommen, doch innerhalb weniger Tage lehnte das Berufungsgericht von Rom die Bestätigung der Festnahme ab und bezeichnete sie als unrechtmäßig und nicht im nationalen Recht vorgesehen.
„Am 21. Januar erklärte das Berufungsgericht von Rom, dass keine Maßnahmen bezüglich der Festnahme des libyschen Staatsbürgers ergriffen werden sollten, da diese als unrechtmäßig angesehen werde, weil sie nicht gesetzlich vorgesehen sei, und ordnete seine sofortige Freilassung an, sofern er nicht aus einem anderen Grund inhaftiert sei.“
Almasri wurde daraufhin mit einem Staatsflug nach Libyen repatriiert – ein Schritt, den die italienische Regierung mit Gründen der nationalen Sicherheit rechtfertigte.
Politische Folgen in Rom
Die Bearbeitung des Falles löste eine Untersuchung in Italien aus: Justizminister Carlo Nordio, Innenminister Matteo Piantedosi und der Geheimdienstkoordinator Alfredo Mantovano gerieten unter Verdacht, Almasris Flucht vor der Justiz begünstigt zu haben. Obwohl das Ministertribunal ihre Anklage beantragte, verweigerte die Abgeordnetenkammer die Ermächtigung zur Strafverfolgung, und das Verfahren wurde eingestellt, was Kritik von Oppositionsparteien hervorrief.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Tgcom24Tunisia, il Tribunale di Tripoli condanna Almasri a 7 anni e 4 mesi
- Il Fatto QuotidianoCaso Almasri: condannato in Libia a 7 anni per torture, 'assolto' dall'Italia
- AGIAlmasri condannato per violazioni diritti dei detenuti a Tripoli
- lastampa.itIl Tribunale di Tripoli condanna Almasri a 7 anni e 4 mesi: "Ha violato i diritti dei detenuti
- Osama Najeem Almasri
- Ehemaliger Kommandeur des Mitiga-Gefängnisses und Leiter der libyschen Justizpolizei, wegen Misshandlung von Häftlingen verurteilt
- Matteo Piantedosi
- Italienischer Innenminister
- Carlo Nordio
- Italienischer Justizminister
- Alfredo Mantovano
- Italienischer Staatssekretär für Nachrichtendienste (Autorità delegata)
- Orte
- Tripolis
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