Stromnetz · Cernavodă

Rumänien verlängert Alarmzustand am Kernkraftwerk Cernavodă um 30 Tage – Donau führt weiter Niedrigwasser

Die Reaktoren 1 und 2 des Kernkraftwerks Cernavodă bleiben bis Ende November vom Netz, weil die Donau weiterhin weit weniger Wasser führt, als die Anlage zur Kühlung benötigt. Die Behörden verweisen zudem auf das Risiko einer Stromversorgungskrise in der abendlichen Verbrauchsspitze.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Digi24, adevarul.ro, G4Media.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Cernavodă · Rumänien
Wie es dazu kam
  1. 28.07.Block 1 kontrolliert abgeschaltet
  2. 13.08.Block 2 abgeschaltet
  3. 28.10.Alarmzustand um 30 Tage verlängert, Entscheidung im Monitorul Oficial veröffentlicht
  4. 15.11.Prognose des Ministers: Ein Reaktor könnte um dieses Datum wieder anlaufen

Alarmzustand um weitere 30 Tage verlängert

Der Nationale Notfallausschuss (CNSU) hat am Abend des 28. Oktober 2026 im Amtsblatt Rumäniens, dem Monitorul Oficial, eine Entscheidung veröffentlicht, mit der der Alarmzustand für das Kernkraftwerk Cernavodă um 30 Tage verlängert wird. Grundlage der Maßnahme ist die hydrologische Dürre, durch die die Donau bei ihrem Eintritt nach Rumänien so wenig Wasser führt, dass die Kühlsysteme der Anlage nicht mehr versorgt werden können. In der Entscheidung heißt es, die Blöcke 1 und 2 könnten zu keinem Zeitpunkt im November 2026 wieder in Betrieb gehen. Zudem wird auf ein fortbestehendes Risiko einer Stromversorgungskrise verwiesen, verursacht durch einen Mangel an Strom und Energiereserven, die zur Stabilisierung des Netzes in der abendlichen Verbrauchsspitze benötigt werden. Die mit der CNSU-Entscheidung Nr. 24/2026 angeordneten Notfallmaßnahmen und Arbeiten bleiben für die Dauer des Alarmzustands in Kraft.

Zwei Reaktoren seit dem Sommer vom Netz

Block 1 wurde am 28. Juli 2026 kontrolliert abgeschaltet, Block 2 folgte am 13. August 2026. Digi24 berichtet, die Anlage verfüge über zwei stromerzeugende Reaktoren von ursprünglich fünf geplanten, und beide Abschaltungen seien durch den niedrigen Flusspegel erzwungen worden, der das für die Kühlung benötigte Wasser liefert. Am 29. Oktober bat Energieminister Dumitru Chisăliță die Mitgliedstaaten der Nuclear Alliance um Unterstützung bei der technologischen Erneuerung von Block 1 – während die Europäische Kommission eine Untersuchung zu den staatlichen Beihilfen führt, die Rumänien für das Projekt gewähren will. In einem für Samstag, 31. Oktober, 14:00 Uhr geplanten Interview für die Digi24-Sendung „În fața ta“ sagte der Minister, nach aktuellen Prognosen könne einer der Reaktoren um den 15. November wieder anlaufen.

Donau-Durchfluss weit unter Bedarf

Fachleute erwarten einen Durchfluss von 1.550 m3/s, was nicht ausreicht, da die Anlage 4.900 m3/s benötigt. Ein weiterer Bericht beziffert den Durchfluss am Abschnitt Baziaș, wo die Donau nach Rumänien eintritt, bis zum 4. November auf 1.550 m3/s – weiterhin unter den historischen Mittelwerten. Hintergrundinformationen im Bericht von Mediafax besagen, der Pegel sei im Oktober auf minus 259 cm gefallen, nur 3 cm über der absoluten betrieblichen Sicherheitsgrenze von minus 262 cm. Geringe Niederschläge verringern die Wasserkraftproduktion, während kürzere Tage und Bewölkung die Solarstromerzeugung drosseln. Die Angaben des Ministeriums beschreiben die Lage als Risiko einer Knappheit und nicht als Versorgungsausfall, wobei die Blöcke den gesamten November über außer Betrieb bleiben.

Prognostizierter Donau-Durchfluss im Vergleich zum benötigten Wertm3/s
Prognostizierter Durchfluss bis 4. November
1550 m3/s
Benötigter Durchfluss
4900 m3/s

Daten aus dem Artikeltext

Netzbelastung und Importe

Die Transelectrica S.A. sei angewiesen worden, das nationale Netz durch höhere Einspeisung aus allen verfügbaren Quellen, die Sicherung von Importen oder eine Senkung des Verbrauchs aufrechtzuerhalten, teilte das Ministerium mit. In der Mitteilung heißt es zudem, zu den Alarmmaßnahmen gehörten eine höhere Erzeugung aus alternativen Quellen und ein sorgfältiges Verbrauchsmanagement, um Ungleichgewichte im nationalen System zu verhindern. Rumänien stützt sich nach Hintergrundinformationen im Bericht von Mediafax stark auf Importe, um die Lücke zu schließen. Die Entscheidung hält die mit der CNSU-Entscheidung Nr. 24/2026 angeordneten Notfallarbeiten aufrecht, solange der Alarmzustand gilt.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen