Konflikte · Enerhodar, Dnipro und Abu Dhabi
AKW Saporischschja verliert externe Stromversorgung und läuft mit Diesel-Notstrom
Europas größtes Kernkraftwerk hat am Sonntag, dem 8. November, seine externe Stromversorgung verloren und kühlt seine Reaktoren nun mit Dieselgeneratoren. Die IAEA erklärt, Ursache und Ort der Unterbrechung seien weiterhin unbekannt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von POLITICO, Ziare.com, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Leitung Ferrosplavna-1, eine 330-Kilovolt-Verbindung, wurde am Sonntag, dem 8. November, abgeschaltet; sechs Reaktoren (zusammen 6.000 Megawatt) hängen nun an Notstromaggregaten.
Die IAEA erklärt, Ursache und Ort der Unterbrechung seien weiterhin unbekannt, und die Brennstoffreserven reichten aus, um eine begrenzte Zahl von Generatoren etwa zwei Wochen lang zu betreiben.
DTEK teilte mit, russische Angriffe am Samstag, dem 7. November, hätten mehr als 600.000 Menschen ohne Strom gelassen; Gouverneur Oleksandr Hanscha sagte, Krankenhäuser seien auf Generatoren angewiesen.
US-vermittelte Friedensgespräche in Abu Dhabi sind für die Woche ab dem 9. November angesetzt, während Wolodymyr Selenskyj auf schärfere Sanktionen zur Eindämmung der russischen Raketenproduktion drängt.
- März 2026Leitung Dnieprovskaya nach einem Angriff abgeschaltet und seither nicht wiederhergestellt
- 3.11.Beschuss beschädigt Infrastruktur in der Region Dnipropetrowsk, zugleich breiterer Angriff auf Energieanlagen in der gesamten Ukraine
- 7.11.Russische Angriffe lassen laut DTEK mehr als 600.000 Menschen in der Region Dnipropetrowsk ohne Strom
- 8.11.Leitung Ferrosplavna-1 abgeschaltet, das Kraftwerk wechselt auf Dieselgeneratoren
Das Kraftwerk verliert seine letzte externe Stromleitung
Das Kernkraftwerk Saporischschja, das bei Enerhodar liegt und das größte Kernkraftwerk Europas ist, hat am Sonntag, dem 8. November, seine externe Stromversorgung verloren. Die von Russland eingesetzte Kraftwerksverwaltung teilte mit, automatische Schutzsysteme hätten die Leitung Ferrosplavna-1 abgeschaltet, eine 330-Kilovolt-Verbindung, die die Hilfssysteme speiste, nachdem an ihr ein Schaden festgestellt worden sei. Die sechs Reaktoren vom Typ WWER-1000 mit einer Gesamtleistung von 6.000 Megawatt sind vorsorglich abgeschaltet, benötigen aber weiterhin Strom für Kühlung und Sicherheitsfunktionen. Notstromaggregate auf Dieselbasis hätten diese Last übernommen, und das Personal halte die Betriebsparameter unter Kontrolle, erklärte die Verwaltung in einer im Messenger MAX veröffentlichten Mitteilung. Sie erklärte zudem, die Strahlenwerte im Kraftwerk und in dessen Überwachungszone blieben im Normalbereich.
Dieselreserven und die Warnung der IAEA
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigte die Unterbrechung, erklärte jedoch, weder Ursache noch Ort seien bislang bekannt. Nach Angaben der Behörde reichten die derzeitigen Brennstoffreserven aus, um eine „begrenzte Zahl“ von Generatoren „etwa zwei Wochen“ lang zu betreiben. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi betonte die Notwendigkeit, die Verbindung zum Netz wiederherzustellen und die Dieselvorräte aufzustocken, damit die nukleare Sicherheit nicht beeinträchtigt werde. Die Hauptleitung Dnieprovskaya war im März nach einem Angriff abgeschaltet worden und ist seither nicht wieder in Betrieb genommen worden. Über den Zeitpunkt einer vereinbarten Waffenruhe gibt es unterschiedliche Angaben: Einige nennen den Juni, andere den September, als Russland und die Ukraine eine Waffenruhe vereinbarten, um Reparaturen zu ermöglichen. Die IAEA hatte damals gewarnt, dass ein Ausgehen des Diesels das Kraftwerk ohne den für die Kühlung nötigen Strom lassen könnte.
Angriffe auf das gesamte Stromnetz
Russische Angriffe auf das ukrainische Stromnetz am Samstag, dem 7. November, haben nach Angaben des Versorgers DTEK mehr als 600.000 Menschen in der Region Dnipropetrowsk ohne Strom gelassen. Der Gouverneur der Region, Oleksandr Hanscha, sagte, Reparaturtrupps würden durch ständigen russischen Beschuss behindert, und Krankenhäuser sowie kritische Infrastruktur seien auf Generatoren angewiesen. Der Stromausfall folgte auf Beschuss am 3. November, der Infrastruktur in der Industrieregion beschädigte, die an aktive Kampfgebiete grenzt, sowie auf einen breiteren Angriff auf Energieanlagen in der gesamten Ukraine am selben Tag. Wolodymyr Selenskyj verurteilte einen in der Nacht zum Sonntagmorgen geflogenen Angriff auf die Region Dnipro und erklärte, die Ausfälle reichten landesweit weit. Er ergänzte:
„Reparaturarbeiten laufen in praktisch jeder betroffenen Stadt und Gemeinde.“
Sanktionsdruck und bevorstehende Gespräche
Selenskyj forderte die internationalen Partner auf, die Sanktionen gegen Russland zu verschärfen, um dessen Fähigkeit zu begrenzen, weitere Raketen zu beschaffen oder zu bauen. Er argumentierte, wenn die Abwehr ballistischer Raketen nicht ausreiche, um den ukrainischen Luftraum zu schützen, müssten die Raketen an den Produktionslinien gestoppt werden, und die Maßnahmen müssten in ganz Europa und in den G7-Staaten abgestimmt werden.
Die Angriffe fallen in eine Phase, in der Kiew und Moskau eine weitere Runde von US-vermittelten Friedensgesprächen in Abu Dhabi vorbereiten, die für die Woche ab dem 9. November angesetzt ist. Selenskyjs Aufruf zu abgestimmten Sanktionen fiel in diesen Zusammenhang, da die Gespräche nur wenige Tage nach dem Stromausfall im Kraftwerk Saporischschja stattfinden sollen. Bis die Netzverbindung wiederhergestellt ist, hängt die Kühlung des Kraftwerks von der Dieselversorgung ab.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- POLITICORussische Angriffe lassen 600.000 Menschen in der Ostukraine im DunkelnRussian strikes leave 600,000 in the dark in eastern Ukraine · Original auf Englisch
- Ziare.comAngriff auf das größte Kernkraftwerk Europas. Es blieb ohne externe StromversorgungAtac la cea mai mare centrală nucleară din Europa. A rămas fără alimentare electrică externă · Original auf Rumänisch
- europa pressKernkraftwerk Saporischschja verliert erneut externe Verbindung...La central nuclear de Zaporiyia pierde de nuevo la conexión exterior... · Original auf Spanisch
- adevarul.roDas Kernkraftwerk Saporischschja blieb nach einem neuen Angriff ohne externe StromversorgungCentrala nucleară de la Zaporojie a rămas fără alimentare electrică externă după un nou atac · Original auf Rumänisch
- Rafael Grossi
- Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde, der die Wiederherstellung der Netzverbindung und die Aufstockung der Dieselvorräte anmahnte
- Volodymyr Zelenskyy
- Präsident der Ukraine, der die Angriffe in der Nacht verurteilte und schärfere Sanktionen gegen Russland forderte
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