Wahlen · Schwerin und Rostock

AfD liegt bei Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor der SPD, CDU fällt nahe 5%-Hürde

Erste Hochrechnungen zur Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-Vorpommern sehen die AfD mit 37 bis 38 Prozent knapp vor der SPD, während die CDU auf etwa 5 Prozent fällt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, Spiegel Online, Wirtschafts Woche und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Schwerin, Rostock · Deutschland

Erste Hochrechnungen und gestiegene Wahlbeteiligung

Erste Hochrechnungen für den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern sehen die Alternative für Deutschland (AfD) knapp vor der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Die Hochrechnungen von ARD und ZDF schätzen die AfD auf 37,0 bis 37,8 Prozent der Stimmen, was einen deutlichen Zugewinn gegenüber ihrem Ergebnis von 16,7 Prozent bei der Landtagswahl 2021 bedeutet. Die SPD unter der amtierenden Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kommt demnach auf 35,5 bis 36,5 Prozent und bleibt damit hinter ihrem 2021 erzielten Anteil von 39,6 Prozent zurück. Der Wahl vorausgegangen war ein AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt zwei Wochen zuvor, der die Dynamik im Vorfeld der Septemberwahl beeinflusste. Die Wahlbeteiligung der rund 1,3 Millionen Wahlberechtigten stieg deutlich: Bis 14:00 Uhr hatten 40,7 Prozent ihre Stimme abgegeben, gegenüber 32,5 Prozent zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021.

Ergebnisse der Landtagswahl 2021 in Mecklenburg-Vorpommern%
SPD
39.6 %
AfD
16.7 %
CDU
13.3 %
Die Linke
9.9 %
Grüne
6.3 %
FDP
5.8 %

Daten aus dem Artikeltext

Wahlbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern um 14:00 Uhr%
2021
32.5 %
2026
40.7 %

Daten aus dem Artikeltext

Verschiebungen bei etablierten und kleineren Parteien

Die Christlich Demokratische Union (CDU) mit Spitzenkandidat Daniel Peters erreichte in den ersten Hochrechnungen 5,0 bis 5,5 Prozent. Dies bedeutet einen starken Einbruch gegenüber den 13,3 Prozent, die die CDU 2021 erzielt hatte, und bringt die Partei nahe an die 5-Prozent-Hürde, die für den Einzug in den Schweriner Landtag nötig ist. Die Linke, seit 2021 kleinerer Koalitionspartner in der Landesregierung, kam auf 6,0 bis 7,5 Prozent, nach 9,9 Prozent bei der vorherigen Wahl. Bündnis 90/Die Grünen unter Claudia Müller erzielten in den Hochrechnungen 5,5 Prozent, ein Rückgang gegenüber 6,3 Prozent im Jahr 2021. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wird auf 4,8 bis 5,0 Prozent geschätzt, womit der Einzug ins Parlament fraglich ist. Die Freie Demokratische Partei (FDP) sammelte 1,0 bis 1,2 Prozent und verfehlte die 5-Prozent-Marke deutlich, nachdem sie 2021 noch 5,8 Prozent erreicht hatte.

Koalitionsoptionen und parlamentarisches Kräfteverhältnis

Die prognostizierte Sitzverteilung entzieht der rot-roten Koalition aus SPD und Linker, die das Land seit 2021 von Schwerin aus regiert, die parlamentarische Mehrheit. Die AfD, die Leif-Erik Holm als Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt und Enrico Schult als Spitzenkandidaten aufstellt, hat keine ausreichende Mehrheit für eine Alleinregierung. Rechnerisch könnten SPD und Linke eine regierungsfähige Koalition bilden, wenn sie die Grünen einbeziehen, sofern diese die 5-Prozent-Hürde überschreiten. Die endgültige Zusammensetzung des Landtags und mögliche Regierungsbündnisse hängen von den amtlichen Endergebnissen ab, die bestätigen müssen, ob CDU, Grüne und BSW in den Landtag einziehen. Zu den zentralen Wahlkampfthemen, die diese Dynamik beeinflussten, gehörten soziale Sicherheit, Frieden, wirtschaftliche Lage und regionale Einschätzungen des Ost-West-Verhältnisses.

Kandidatenstrategien und Parteienkampagnen

Der Wahlkampf entwickelte sich zu einem direkten Duell zwischen Manuela Schwesig und Leif-Erik Holm, der in früheren Umfragen in der Region vorne gelegen hatte. Schwesig setzte auf die Kampagnenpositionierung „Die Frau gegen Blau“ und profitierte von ihrer starken persönlichen Popularität im gesamten Land. Eine ZDF-Umfrage ergab, dass 61 Prozent der Wähler Schwesig bei einer Direktwahl zur Ministerpräsidentin bevorzugten, gegenüber 30 Prozent für Holm. Schwesig distanzierte ihre Kampagne von der Bundes-SPD und schloss ihre Veranstaltungen in Rostock gemeinsam mit den SPD-Landesregierungschefs Anke Rehlinger (Saarland), Dietmar Woidke (Brandenburg), Peter Tschentscher (Hamburg) und Olaf Lies (Niedersachsen) ab. Auch die CDU verzichtete bei ihren Abschlussveranstaltungen auf die Einbindung von Bundesparteigrößen. Die AfD trat mit den Bundesvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla sowie dem sachsen-anhaltischen Kandidaten Ulrich Siegmund auf, während Die Linke die Bundestagsfraktionsvorsitzende Heidi Reichinnek und die Urgesteine Dietmar Bartsch, Gregor Gysi und Bodo Ramelow präsentierte. Die Grünen setzten für ihren abschließenden Wahlkampf auf Spitzenkandidatin Claudia Müller sowie die Bundesvorsitzenden Franziska Brantner und Felix Banaszak.

Direktpräferenz für Ministerpräsident/in in ZDF-Umfrage%
Manuela Schwesig
61 %
Leif-Erik Holm
30 %

Daten aus dem Artikeltext

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