Regierung · Bern und Zug
Thomas Aeschi erklärt SVP-Kandidatur für den Bundesratssitz von Guy Parmelin
Der Zuger Nationalrat Thomas Aeschi, Fraktionschef der SVP, bewirbt sich um den Bundesratssitz, den Guy Parmelin aufgibt. Acht SVP-Namen sind im Rennen, die Bundesversammlung wählt am 9. Dezember.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Neue Zürcher Zeitung, SWI swissinfo.ch, watson.ch/ und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Thomas Aeschi, 47, SVP-Fraktionschef und Zuger Nationalrat, hat bestätigt, dass er für den Bundesratssitz kandidiert, den Guy Parmelin aufgibt. Seine Zuger Partei hatte ihn im Oktober am letzten Tag der Frist nominiert.
Die SVP-Fraktion nominiert ihr Bundesratsticket am 20. November. Die Bundesversammlung hält die Ersatzwahl für Parmelins Nachfolge am 9. Dezember ab.
Acht SVP-Kandidaten sind im Rennen, darunter Marco Chiesa, Michael Graber und Céline Amaudruz. Pascal Schmid, Esther Friedli und Natalie Rickli verzichteten auf eine Kandidatur.
Aeschi sagt, er sei für das Asyldossier bereit und würde das Justiz- und Polizeidepartement von Beat Jans übernehmen. Das EU-Paket nennt er einen Monstervertrag.

- 8.11.Aeschi gibt seine Kandidatur in Interviews mit dem «SonntagsBlick» und «Schweiz heute» bekannt
- 20.11.Die SVP-Fraktion nominiert ihr Bundesratsticket
- 9.12.Die Bundesversammlung hält die Ersatzwahl für Parmelins Sitz ab
Aeschi steigt ins Rennen ein
Thomas Aeschi, 47-jähriger Zuger Nationalrat und Fraktionschef der SVP, hat bestätigt, dass er Guy Parmelin im Bundesrat nachfolgen will. Parmelin tritt zurück, sein Nachfolger wird am 9. Dezember gewählt. Aeschi gab seine Kandidatur in Interviews mit dem «SonntagsBlick» und «Schweiz heute» bekannt, die am 8. November erschienen. Seine Zuger Partei hatte ihn bereits am letzten Tag der Frist im Oktober nominiert, er hatte seine eigene Entscheidung aber bis jetzt offengelassen. Er sagte, er habe sich Zeit nehmen wollen, um die Wahl mit seiner Familie, Freunden, Fraktionsmitgliedern und Vertretern anderer Parteien zu besprechen; mit dem früheren Bundesrat Christoph Blocher habe er die Kandidatur nicht erörtert.
„Ich bin überzeugt, dass ich mir die nötigen Fähigkeiten für dieses Regierungsamt angeeignet habe.“
Ein dichtes SVP-Feld
Die SVP schickt acht Kandidaten ins Rennen um Parmelins Sitz. Neben Aeschi sind es Marco Chiesa, Pierre Alain Schnegg, Jean-Pierre Gallati, Rémy Wyssmann, Franz Ruppen, Michael Graber und Céline Amaudruz. Pascal Schmid, einst als Favorit der Parteileitung gehandelt, verzichtete, nachdem Esther Friedli und Natalie Rickli bereits abgesagt hatten. Amaudruz, Genfer Nationalrätin, hatte sich als erste erklärt und argumentiert, ein Ticket ohne Kandidatur aus der Westschweiz wäre eine Demütigung für die Region. Ihre Chancen gelten nun als schwindend, auch weil sie in ihrer eigenen Fraktion nicht den stärksten Rückhalt geniesst. Am Samstag, 7. November, hatte das Findungskomitee der Partei Aeschi bereits befragt, und der SVP-Nationalrat Benjamin Fischer bezeichnete ihn als absolut fähig.
Prioritäten im Fall einer Wahl
Aeschi sagt, sein Schwerpunkt liege auf der Innenpolitik, vor allem auf dem Justiz- und Polizeidepartement, das derzeit Beat Jans von der SP führt. Er verweist auf Asyl- und Migrationsprobleme, die er als weiterhin sehr gross bezeichnet, und auf Kantone, die sich übergangen fühlen, wobei er anfügt, er würde sich über jedes Departement freuen. Die grössten Herausforderungen seien für ihn die Wahrung der Schweizer Souveränität und der Schutz der direkten Demokratie. Das EU-Vertragspaket nennt er einen «Monstervertrag» und kritisiert die Verschiebung einzelner Abkommen als unehrlich. Auf die Frage nach dem Schritt vom Parlament in die Regierung weist er den Einwand zurück, seine fehlende Exekutiverfahrung sei ein Nachteil, und verweist auf Parmelin und Albert Rösti, die ebenfalls direkt aus dem Parlament gekommen seien.
Er rahmt den EU-Streit als grundsätzliche Machtfrage.
„Wer entscheidet in der Schweiz? Wir, oder die EU-Kommission und der Europäische Gerichtshof?“
Zeitplan bis zur Wahl
Aeschis erste Kandidatur datiert von 2015, als er die Bundesratswahl gegen Parmelin verlor. Er nennt seine 15 Jahre im Nationalrat und neun Jahre als Fraktionschef als Vorbereitung auf das Amt. Hannes Germann und Martin Haab haben sich öffentlich hinter ihn gestellt. Die SVP-Fraktion bestimmt ihr Ticket am 20. November, die Bundesversammlung hält die Ersatzwahl am 9. Dezember ab.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Neue Zürcher ZeitungAeschi will - will ihn auch die Bundesversammlung?
- SWI swissinfo.chSVP-Mitglied Thomas Aeschi kandidiert für einen Sitz im BundesratL'UDC Thomas Aeschi brigue un siège au Conseil fédéral · Original auf Französisch
- SWI swissinfo.chSVP-Fraktionschef Thomas Aeschi will in den Bundesrat
- watson.ch/Thomas Aeschi will in den Bundesrat - und zeigt Interesse am EJPD
- Thomas Aeschi
- Fraktionschef der SVP und Zuger Nationalrat, der den Bundesratssitz anstrebt
- Guy Parmelin
- Zurücktretender Bundesrat, dessen Sitz zur Wahl steht
- Beat Jans
- SP-Bundesrat, der derzeit das Justiz- und Polizeidepartement führt
- Christoph Blocher
- Früherer Bundesrat und SVP-Figur, den Aeschi zu seiner Kandidatur nicht konsultierte
- Céline Amaudruz
- Genfer Nationalrätin und SVP-Kandidatin, die für eine Westschweizer Kandidatur argumentierte
- Albert Rösti
- Bundesrat, der direkt aus dem Parlament in die Regierung wechselte und den Aeschi als Beispiel anführt
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