Konflikte · Kairo, Riad und Sanaa
Ägyptens Parlament genehmigt defensive Militärhilfe für Saudi-Arabien gegen Huthi-Angriffe
Das ägyptische Parlament hat Präsident Abdel Fattah al-Sisi die Vollmacht erteilt, Truppen nach Saudi-Arabien zu entsenden – beschränkt auf defensive Maßnahmen und unter Ausschluss von Angriffen auf jemenitisches Gebiet. Der Einsatz gilt nur, wenn Riad um Hilfe bittet.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LesEchos.fr, Berliner Zeitung, Deutsche Welle und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das Parlament unterstützte Sisis Antrag am Montag, 26. Oktober; laut Reuters stimmten mindestens zwei Drittel der Abgeordneten zu.
Sisi sagte am Mittwoch, 21. Oktober, Ziel sei die Verteidigung saudischen Territoriums; der Plan schließe Angriffe auf den Jemen aus.
Geschlossene Sitzungen am 18. und 19. Oktober endeten ohne Votum; die Kammer befasste sich erst am 26. Oktober erneut damit, nachdem sie zweimal vertagt hatte.
- 18.10.Geschlossene Sitzung auf Wunsch Sisis; der Nationale Verteidigungsrat sagt Saudi-Arabien Unterstützung zu
- 19.10.Zweite geschlossene Sitzung, die Abstimmung wird erneut vertagt
- 21.10.Sisi erklärt, die Hilfe diene der Verteidigung saudischen Territoriums und schließe Angriffe auf den Jemen aus
- 26.10.Das Parlament billigt das Mandat mit Zweidrittelmehrheit
Parlament erteilt Sisi das Mandat
Das ägyptische Parlament billigte am Montag, 26. Oktober, eine Vorlage, die Präsident Abdel Fattah al-Sisi Sondervollmachten erteilt, Truppen zur Verteidigung gegen Huthi-Angriffe nach Saudi-Arabien zu entsenden. Die Abstimmung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit unter Parlamentspräsident Hisham Badawi statt. Die Verfassung verlangt für ein solches Mandat eine Zweidrittelmehrheit, und Reuters berichtete unter Berufung auf eine Parlamentserklärung, mindestens zwei Drittel der Abgeordneten hätten zugestimmt. Die Vollmacht gilt nur, wenn Riad um solche Hilfe ersucht; Einzelheiten zum möglichen Umfang waren zunächst nicht bekannt.
Sitzungen, Vertagungen und Widerstand
Das Parlament tagte am 18. und 19. Oktober auf Wunsch Sisis in geschlossenen Sitzungen und verschob die Abstimmung zweimal, bevor sie am 26. Oktober auf die Tagesordnung kam. Am 18. Oktober sagte der Nationale Verteidigungsrat zu, dem Königreich die Unterstützung zu gewähren, die es zum Schutz seiner Sicherheit, Stabilität und territorialen Integrität benötige. Der Rat bezeichnete zudem die Solidarität Ägyptens mit Saudi-Arabien als umfassend. Die oppositionelle Ägyptische Sozialdemokratische Partei erklärte, ihre elf Abgeordneten würden sich enthalten; sie bemängelte fehlende Informationen zu Zielen, Umfang, Dauer und Kosten und forderte Vorrang für diplomatische Lösungen. Die Sorge der Öffentlichkeit in Ägypten, in den langen Jemen-Konflikt hineingezogen zu werden, hatte die frühere Verzögerung verursacht.
Sisis defensive Rahmung
Sisi sprach am Mittwoch, 21. Oktober, bei einer Regierungsveranstaltung mit dem Titel „Ägypten-Forum 2026“. Er sagte, Ziel sei es, das Territorium und die Grenzen des Königreichs zu verteidigen sowie jedes anderen arabischen Staates, wenn Ägypten um Hilfe gebeten werde.
„Die Absicht ist, das Territorium und die Grenzen des Königreichs zu verteidigen und das Territorium jedes anderen arabischen Staates, wenn Ägypten darum gebeten wird.“
Sisi hat zudem erklärt, der Plan schließe Angriffe auf jemenitisches Territorium aus. Ein mit den Gesprächen vertrauter regionaler Beamter sagte der AP, Ägypten könne Luftverteidigungssysteme und Flugzeuge einsetzen, um Raketen und Drohnen abzufangen; Bodentruppen im Jemen seien nicht geplant.
Huthi-Angriffe und Ägyptens frühere Rolle
Die Huthis haben seit Wochen ihre Raketen- und Drohnenangriffe auf saudische Infrastruktur verstärkt – als Reaktion auf die Unterstützung der Koalition für eine Anfang Oktober angekündigte Offensive der Regierung. Reuters berichtete, die Huthis hätten den internationalen Flughafen Riads und Saudi Aramco getroffen und damit Flüge und Ölexporte gestört. Laut Reuters kontrollieren die Huthis die Hauptstadt Sanaa. Ägypten war im März 2015 der von Saudi-Arabien geführten Koalition beigetreten und entsandte Kriegsschiffe zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer sowie rund 800 Bodensoldaten mit begrenzter Kampfrolle. Das von den Huthis kontrollierte Parlament warnte Kairo in einem dringenden Schreiben, eine Intervention würde die nationale Sicherheit Ägyptens und die Stabilität der Region gefährden.
Mekka-Pakt und Diplomatie
Ägypten ist dem Mekka-Pakt nicht beigetreten, den Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei im August unterzeichneten. Außenminister Badr Abdelatty sagte im Oktober laut Reuters, Ägypten „prüfe ernsthaft“ einen Beitritt. Ägypten konsultiert zudem die R4-Gruppe, der Riad, Islamabad und Ankara angehören. Abdelatty sagte am Montag, er spreche täglich mit iranischen Vertretern, um die Spannungen zu senken. Kronprinz Mohammed bin Salman besuchte am 15. September Kairo, um Sisi zu treffen; beide erörterten die Sicherheit im Roten Meer. Saudi-Arabiens Verteidigungsminister Khalid bin Salman soll laut Al Ikhbariya unter Berufung auf das saudische Außenministerium nach Teheran reisen, wobei Katar und Pakistan vermitteln. Einzelheiten zu Umfang, Kosten und Dauer eines möglichen ägyptischen Einsatzes waren zum Zeitpunkt der Berichterstattung über die Abstimmung nicht veröffentlicht.
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Quellen und Kontext
- LesEchos.frÄgypten bereit, Saudi-Arabien militärisch zu verteidigenL'Egypte disposée à défendre militairement l'Arabie saoudite · Original auf Französisch
- Berliner ZeitungHuthi-Angriffe: Ägyptens Parlament billigt militärische Unterstützung für Saudi-Arabien
- Deutsche WelleDas ägyptische Parlament ermächtigt Sisi zur militärischen Unterstützung Saudi-Arabiensالبرلمان المصري يفوض السيسي تقديم دعم عسكري للسعودية · Original auf Arabisch
- Notícias ao MinutoÄgyptisches Parlament billigt militärische Unterstützung für Saudi-Arabien gegen die HuthiParlamento egípcio aprova apoio militar à Arábia Saudita contra huthis · Original auf Portugiesisch
- Abdel Fattah al-Sisi
- Präsident Ägyptens, der das parlamentarische Mandat zur Unterstützung Saudi-Arabiens beantragte
- Badr Abdelatty
- Ägyptischer Außenminister, der erklärte, Ägypten prüfe einen Beitritt zum Mekka-Pakt
- Khalid bin Salman
- Saudi-arabischer Verteidigungsminister, der zur Deeskalation nach Teheran reisen soll
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