
Acht ausländische Staatsangehörige bei zwei aufeinanderfolgenden Unfällen auf Ungarns Autobahn M1 bei Győr getötet
Ein Lkw-Brand und ein Minibus-Zusammenstoß auf der Autobahn M1 forderten am frühen Freitagmorgen acht Tote, wie die Behörden mitteilten. Die Opfer stammen aus Moldau, Rumänien und der Türkei.
Was geschah
Am Morgen des 12. Juni 2026 ereigneten sich innerhalb von 40 Minuten zwei tödliche Unfälle auf der Autobahn M1 in Westungarn. Gegen 04:30 Uhr prallte ein Lastwagen bei Kilometer 114 in der Nähe von Győr auf ein Baufahrzeug. Der Lkw fing Feuer, sein Fahrer – laut moldauischen Diplomaten ein türkischer Staatsbürger – kam ums Leben. Das Wrack verursachte einen Stau.
Gegen 05:10 Uhr fuhr bei Kilometer 113 ein Kleinbus mit neun Personen in einen stehenden Lastwagen, der wegen des vorausgegangenen Staus angehalten hatte. Sieben Insassen des Kleinbusses starben noch an der Unfallstelle; zwei weitere wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die ungarische Polizei gab an, dass alle Opfer der beiden Unfälle männlich waren.
Nationalitäten und Kennzeichen
Das Außenministerium Moldaus teilte mit, dass zu den Verstorbenen moldauische, rumänische und türkische Staatsangehörige zählten, und wies darauf hin, dass einige Personen sowohl die moldauische als auch die rumänische Staatsbürgerschaft besaßen. Der Kleinbus trug moldauische Kennzeichen. Die Identität des am ersten Unfall beteiligten Lastwagens bleibt umstritten: Das moldauische Ministerium nannte einen Lastwagen mit türkischen Kennzeichen, der von einem türkischen Staatsbürger gefahren wurde, während die ungarische Polizei dem Nachrichtenportal 24.hu mitteilte, dass auch der Lkw moldauische Kennzeichen hatte.
Offizielle Reaktion
Ministerpräsident Péter Magyar sprach sein Beileid aus und forderte einen sofortigen Bericht über die Verkehrssicherheit im Bereich der M1-Umleitung.
Die Unfälle entfachten die öffentliche Debatte über die Sicherheit auf Baustellen an Ungarns meistbefahrener Autobahn neu.Im Namen der Regierung spreche ich den Familien der acht bei den Unfällen ums Leben gekommenen Ausländer mein aufrichtiges Beileid aus.
Ermittlungen
Die Behörden sperrten die Richtungsfahrbahn Wien, um Rettungskräften und Ermittlern die Arbeit zu ermöglichen. Der Verkehr wurde umgeleitet, während die Polizei die Umstände beider Zusammenstöße untersuchte. Die formelle Identifizierung der Opfer dauert an.
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