Wohnen · Poznań

Arbeiter beginnen mit Abriss einer Gemeinschaftshalle auf dem Maltański-Areal in Poznań – trotz laufender Gerichtsverfahren

Von der Firma Komandoria beauftragte Arbeiter begannen am Mittwoch, 28. Oktober, mit dem Abriss der Halle, während zwei Zivilverfahren noch offen sind. Die Polizei erklärt, der Hausfrieden sei nicht verletzt worden, und identifizierte 19 Personen am Ort.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Super Express, TVP Info und epoznan.pl. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Poznań · Polen
Wie es dazu kam
  1. 1994Die Kirche erhält das Maltański-Gelände formal zurück
  2. Januar 2026Das Erzbistum Poznań verkauft das Land für über 400 Millionen Złoty an JHM Development
  3. September 2026Eine Zwangsräumung auf dem Areal löst einen Protest aus
  4. 28.10.Arbeiter beginnen mit dem Abriss der Gemeinschaftshalle

Abriss auf umstrittenem Gelände beginnt

Am Morgen des Mittwoch, 28. Oktober, begannen von der Firma Komandoria beauftragte Arbeiter mit dem Abriss der Gemeinschaftshalle auf dem Maltański-Areal in Poznań. Das Gebäude stand auf Kleingartengelände nahe der Warszawska-Straße, das das Erzbistum Poznań im Januar 2026 für mehr als 400 Millionen Złoty an den Projektentwickler JHM Development verkauft hatte. Anwohner berichten, die Truppe habe ein Schloss aufgebrochen und Fenster ausgebaut, was sie als Einbruch und Diebstahl bezeichnen. Nach einem Notruf wurde die Polizei entsandt; die Beamten identifizierten 19 Personen am Ort. Komandoria erklärt, der Abriss sei vom Eigentümer JHM Development angeordnet worden und Teil abschnittsweise laufender Räumungsarbeiten, die seit Monaten andauern.

Wie das Gelände den Besitzer wechselte

Das Areal liegt auf Land, das die Kirche seit dem 19. Jahrhundert für Kleingärten nutzte, als das Erzbistum Poznań sie für seine Gemeindemitglieder anlegte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche enteignet, und Familien siedelten sich auf den Parzellen an, die von den Behörden registriert wurden, welche Grundsteuer von ihnen erhoben. 1994 erhielt die Kirche das Land formal zurück, und 32 Jahre später verkaufte das Erzbistum es. Einige Anwohner sind seither freiwillig ausgezogen, zwei Zwangsräumungen wurden jedoch durchgeführt. Im September 2026 löste eine Zwangsräumung auf dem Areal einen Protest aus.

Zwei Gerichtsverfahren sind noch offen

Zwei Zivilverfahren betreffen das Gebäude: eines zur Ersitzung (zasiedzenie) und eines zur Herausgabe der Immobilie. Keines ist abgeschlossen. Die einzige bisher ergangene Entscheidung des Gerichts ist ein rechtskräftiger Beschluss, der eine Warnung ins Grundbuch einträgt, dass ein Verfahren anhängig ist. Marcin Czachor, der die Anwohner vertritt, sieht es ebenso und hat eine eigene Beschwerde angekündigt.

„Ich werde außerdem eine Anzeige wegen einer möglichen Straftat erstatten. Das ist rechtswidrig.“

Marcin Czachor

Polizei und die Positionen der Parteien

Polizeisprecher mł. insp. Andrzej Borowiak sagte, die Polizei werde nicht über den rechtlichen Status der Halle entscheiden, und aus ihrer Sicht liege keine Verletzung des Hausfriedens (naruszenie miru domowego) vor. Patrycja Bartoszewska von der Vereinigung Maltańskie Nasz Dom erstattete auf der Polizeiwache Anzeige wegen Sachbeschädigung und Einbruchs. Nach dem Zivilrecht zum Besitz (stan posiadania) könnte der Vertreter des Eigentümers ein Gericht um Wiederherstellung des Besitzes ersuchen, und eine solche Entscheidung würde nach den gesetzlichen Verfahren vollstreckt.

„Über die Notrufnummer 112 ging eine Meldung über eine Schlägerei ein, an der viele Menschen mit „Abrissarbeitern“ beteiligt waren. Mehrere Streifen wurden zum Ort entsandt.“

Andrzej Borowiak

Anwohner und das weitere Areal

Die Halle diente der lokalen Gemeinschaft mehrere Jahrzehnte lang als Treffpunkt. Die Anwohner wandten sich an die Medien und bezeichneten die Arbeiten als illegalen Abriss; ein Teil der Gemeinschaft kämpft weiterhin darum, auf dem Areal bleiben zu können. Der Verwalter reißt zudem Parzelle für Parzelle Gebäude auf Land ab, das Mieter verlassen haben, und diese Arbeiten laufen parallel zu den Gerichtsverfahren weiter. Komandoria hat erklärt, die Halle sei nicht zu Wohnzwecken genutzt worden und niemand werde seinen Wohnort verlieren. Die Anwohner beschreiben das Vorgehen der Arbeiter als Diebstahl, während die Polizei die Angelegenheit dem Zivilrecht zuordnet.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Orte
Posen

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen