
Italien verlängert Öffnungszeiten abends im Kolosseum, Pantheon und Castello Sforzesco im August-Pilotversuch
Ab Samstag, 1. August, bleiben das Kolosseum, das Pantheon und das Castello Sforzesco in Mailand bis zu vier Stunden länger täglich geöffnet, als Teil eines einmonatigen Pilotversuchs der Kultur- und Tourismusministerien sowie der Stadt Mailand.
Das Experiment
Italiens Kultur- und Tourismusministerien starten gemeinsam mit der Stadt Mailand einen einmonatigen Pilotversuch mit verlängerten täglichen Öffnungszeiten an drei Wahrzeichen ab Samstag, 1. August. Das Kolosseum, das Pantheon und das Castello Sforzesco bleiben im August jeweils bis zu vier Stunden über ihre üblichen Zeiten hinaus geöffnet. Die Initiative gilt für staatliche Monumente in Rom und städtische Monumente in Mailand und zielt darauf ab, die Besucherströme zu verbessern und gleichzeitig Zugang zu kühleren, günstigeren Zeiten zu ermöglichen.
Verlängerte Öffnungszeiten
Am Kolosseum in Rom ist die zusätzliche Zeit freitags und samstags von 19:45 bis 23:30 Uhr verfügbar. Das Pantheon öffnet täglich außer donnerstags von 19:00 bis 23:00 Uhr, der reguläre Eintrittspreis beträgt 7 Euro, letzter Einlass um 22:30 Uhr. In Mailand verlängert das Castello Sforzesco täglich von 17:30 bis 19:30 Uhr. Das Experiment erstreckt sich über den gesamten August.
Was die Minister sagten
Kulturminister Alessandro Giuli bezeichnete die Abendöffnungen als Gelegenheit, zwei universelle Zeugnisse der Menschheitsgeschichte und des menschlichen Erfindungsreichtums in besonders stimmungsvoller Umgebung zu erleben.
Die außergewöhnlichen Abendöffnungen des Kolosseums und des Pantheons sind eine Gelegenheit, in einer besonders stimmungsvollen Umgebung an zwei universelle Zeugnisse der Menschheitsgeschichte und des menschlichen Erfindungsreichtums heranzutreten. Diese Orte noch zugänglicher zu machen, fördert das Wissen und stärkt das Bewusstsein für den Wert, den sie verkörpern. Die Zusammenarbeit zwischen dem Kulturministerium und dem Tourismusministerium zeigt die Fähigkeit der Institutionen, zusammenzuarbeiten und Fähigkeiten und Ressourcen in den Dienst der Bürger zu stellen.
Tourismusminister Gianmarco Mazzi betonte, dass der Pilotversuch, der durch Gespräche mit Reiseleitern und Branchenakteuren gestaltet wurde, den Bedürfnissen von Reisenden und Einwohnern gleichermaßen gerecht wird. Er hob auch das wachsende Gewicht des Kulturtourismus in der italienischen Wirtschaft hervor.
Dieser Pilotversuch, das Ergebnis von Gesprächen mit Reiseleitern und Branchenakteuren, erfüllt die Bedürfnisse von Reisenden und Bürgern. Insbesondere stärkt er die Verbindung zwischen dem Tourismusministerium und dem Kulturministerium, die seit 2026, wie uns ISNART mitteilt, zur Hauptmotivation für Reisen unter Touristen geworden ist und in nur zehn Jahren vom siebten auf den ersten Platz aufgestiegen ist. Deshalb widmen wir dem Kulturtourismus größte Aufmerksamkeit, um das Wachstumspotenzial eines Sektors zu vertiefen, der bereits 58 Milliarden Euro zur nationalen Wirtschaft beiträgt.
Mailands Beteiligung
Mailand beteiligt sich an dem Pilotversuch mit seinem meistbesuchten städtischen Monument, dem Castello Sforzesco, das im vergangenen Jahr eine halbe Million Eintritte verzeichnete. Kulturreferent Tommaso Sacchi bestätigte die Verlängerung und unterstrich das Engagement der Stadt zur Unterstützung nationaler Kulturtourismusinitiativen.
Das wachsende Gewicht des Kulturtourismus
ISNART, das nationale Institut für Tourismusforschung, berichtet, dass Kultur 2026 zur Hauptreisemotivation für Besucher Italiens wurde und damit von Platz sieben nur ein Jahrzehnt zuvor aufgestiegen ist. Der Kultursektor treibt nun Ausgaben in Höhe von 58 Milliarden Euro an, und die Verantwortlichen sehen den Pilotversuch mit Abendöffnungen als Möglichkeit, dieses Potenzial weiter zu erschließen, insbesondere durch die Verteilung der Besucherströme über längere Tagesabschnitte und in die kühleren Abendstunden.

