Verkehr · Toulouse und Castres

A69 eröffnet: 20,40 Euro Maut für Hin- und Rückfahrt – eine der teuersten Autobahnen Frankreichs

Die A69 zwischen Toulouse und Castres ist am Freitag, 6. November, für den Verkehr freigegeben worden – mit einer Maut von 20,40 Euro für Hin- und Rückfahrt statt der Mitte Oktober angekündigten 17 Euro. Kommunalpolitiker, die das Projekt unterstützt hatten, halten den Preis nun für zu hoch.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Monde.fr, BFMTV, Le Soir und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Toulouse, Castres · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 5.11.Das Journal officiel veröffentlicht die Maut von 20,40 Euro für Hin- und Rückfahrt
  2. 5. November, abendsDas Verkehrsministerium teilt mit, die Entscheidung zur Inbetriebnahme sei unterzeichnet
  3. 6.11.Die Autobahn wird eröffnet, die ersten Autofahrer passieren kurz nach 10:45 Uhr bei Verfeil

Eröffnung im Nebel

Die Autobahn A69 zwischen Toulouse und Castres ist am Freitag, 6. November, nach jahrelangem Widerstand von Umweltverbänden, Anwohnern und Aktivisten für den Verkehr freigegeben worden. Die ersten Autofahrer befuhren die Strecke kurz nach 10:45 Uhr bei Verfeil im Département Haute-Garonne, in dichtem Nebel und vor den Augen von Journalisten, die sich während eines von Atosca organisierten Besuchs auf der Fahrbahn versammelt hatten. Gegner waren auf der Straße nicht zugegen. Atosca, der Konzessionär der 53 km langen Strecke, begrüßte die Eröffnung als neuen Schritt für das Reisen zwischen Castres und Toulouse, während das Verkehrsministerium am Donnerstagabend, 5. November, mitteilte, die Entscheidung zur Inbetriebnahme sei unterzeichnet und die letzten Sicherheitsvorbehalte aufgehoben. Die Fahrt von Castres nach Toulouse soll nun 35 Minuten dauern statt knapp einer Stunde, doch einige Anwohner der Gemeinden entlang der Strecke berichten von neuen Verkehrsproblemen und längeren, komplizierteren Wegen.

Warum die Maut gestiegen ist

Die Maut von 20,40 Euro für Hin- und Rückfahrt wurde am Donnerstag, 5. November, im Journal officiel veröffentlicht, entsprechend dem Satz, den Atosca bereits angekündigt hatte. Mitte Oktober hatte der Konzessionär 8,50 Euro für die einfache Fahrt angesetzt, was 17 Euro für Hin- und Rückfahrt ergab; diese frühere Zahl war scharf kritisiert worden. Der veröffentlichte Preis entspricht gut 19 Cent pro Kilometer, womit die A69 zu den teuersten Mautstraßen Frankreichs gehört – hinter der kurzen A14 bei Paris mit 53 Cent pro Kilometer. Die lokalen Verantwortlichen hatten einen um etwa 33 % niedrigeren Preis erhofft. Eine ablehnende Stellungnahme des Conseil d'État stellte die Rechtmäßigkeit einer Änderung infrage, die Zuschüsse der Gebietskörperschaften und des Staates vorsah, um den Preis um diesen Betrag zu senken. In Frankreich ist der Staat Eigentümer der Autobahnen und legt die Tarifregeln in den Konzessionsverträgen fest, und laut der Berichterstattung fließen nur 22 % des Mautpreises in den Autobahnbau.

Maut auf der A69 für Hin- und Rückfahrt: angekündigt vs. veröffentlichtEUR
Mitte Oktober 2026 angekündigt
17 EUR
Am 5. November 2026 veröffentlicht
20.4 EUR

Daten aus dem Artikeltext

Kritik von kommunalen Amtsträgern

Christophe Ramond, sozialistischer Präsident des Départements Tarn, hatte die A69 von Anfang an unterstützt, kritisiert nun aber den Preis scharf.

„Wie die Menschen im Tarn fühle ich mich betrogen!“

Christophe Ramond

Er fügte hinzu, der Betrag entspreche nicht dem, was der Staat versprochen habe, und nannte die Maut für die Einwohner des Tarn viel zu hoch. Olivier Fabre (DVD), Präsident der communauté de communes Castres-Mazamet, sagte gegenüber AFP, die lokalen Verantwortlichen säßen ein wenig fest, weil der Staat erkläre, keinen legalen Weg gefunden zu haben, seinen Anteil an der zusätzlichen Finanzierung zur Senkung der Maut zu zahlen. In den Tagen vor der Eröffnung fanden Videokonferenzen zwischen Gebietskörperschaften, Parlamentariern und dem Verkehrsministerium statt, eine Lösung wurde jedoch nicht gefunden. Die Präsidentin der Region Okzitanien, Carole Delga, ebenfalls Sozialistin, zeigte sich fassungslos und nannte die Maut klar untragbar; sie drängte auf eine schnelle Lösung. Unabhängig davon warf ein Bericht des UDI-Senators Vincent Delahaye den Autobahnkonzessionären vor, sich auf Kosten der Allgemeinheit unverhältnismäßig zu bereichern, und die Regierung hat vorgeschlagen, die Steuer auf die Gewinne von Autobahn- und Flughafenkonzessionen in ihrem Haushalt 2027 zu erhöhen.

Widerstand und Gerichtsverfahren

Umweltverbände hatten die Autobahn seit 2023 bekämpft, bevor die Bauarbeiten begannen, mit Demonstrationen, die teils mit der Polizei zusammenstießen, und zahlreichen juristischen Einsprüchen. Ende Februar 2025 setzte das Verwaltungsgericht Toulouse die Arbeiten aus, da das Projekt nicht das öffentliche Interesse erkennen lasse, das die verursachten Umweltschäden rechtfertige. Ende Mai 2025 erlaubte das Verwaltungsberufungsgericht Toulouse die Fortsetzung der Bauarbeiten, und diesmal sollten sie vor der Fertigstellung nicht mehr gestoppt werden. Das Kollektiv La Voie est Libre (LVEL) reagierte mit einer Erklärung auf die Eröffnung.

„Es ist auch ein Tag großer Feigheit. Keine Einweihung, weil sich niemand fand, der das Band durchschneidet.“

La Voie est Libre (LVEL)

Die Eröffnung fand ohne Zeremonie statt, und die Maut liegt nun bei 20,40 Euro für Hin- und Rückfahrt auf einer Straße, die in derselben Woche eröffnet wurde, in der der Preis veröffentlicht wurde.

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