Sicherheit · Singapur

Französischer Student zu 600 S$ Geldstrafe verurteilt wegen Strohhalm-Leck-Streich in Singapur

Ein 19-jähriger französischer Student hat sich der öffentlichen Belästigung schuldig bekannt, nachdem er sich selbst gefilmt hatte, wie er einen Strohhalm ableckte und in einen Spender an einem iJooz-Orangensaftautomaten im Goldhill Centre in Singapur zurücklegte. Der Vorfall ereignete sich am 12. März.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, N-tv, Telegraaf und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Singapur
Wie es dazu kam
  1. PolizeianzeigeiJooz-Mitarbeiter sieht Video und kontaktiert Polizei; Maximilien verhaftet.
  2. SchuldbekenntnisMaximilien bekennt sich vor Gericht der öffentlichen Belästigung schuldig.
  3. Geldstrafe verhängtGericht verhängt Geldstrafe von 600 S$; iJooz reicht Zivilklage ein; Status des Studentenpasses ungewiss.

Der Streich

Am 12. März 2026 näherte sich der 19-jährige französische Student Didier Gaspard Owen Maximilien nach einem Boxtraining einem iJooz-Orangensaftautomaten im Goldhill Centre, einem wohlhabenden Viertel in Singapur. Er zog einen Strohhalm aus dem Spender, leckte ihn ab und schob ihn zurück zwischen die unbenutzten Strohhalme. Er filmte die Aktion und stellte sie in seine Instagram-Story mit der Bildunterschrift „city is not safe“. Das Video verbreitete sich schnell über seine Follower hinaus, wurde auf Community-Seiten geteilt und von lokalen Nachrichtenmedien aufgegriffen. Viele Online-Nutzer reagierten mit Ekel. iJooz-Automaten, die frisch gepressten Orangensaft für 2 S$ pro Becher anbieten, sind in Einkaufsvierteln, Bahnhöfen und Wohnblöcken im ganzen Stadtstaat allgegenwärtig.

Gerichtsverfahren

Ein Mitarbeiter von iJooz sah das virale Video und kontaktierte die Polizei. Maximilien wurde verhaftet und wegen öffentlicher Belästigung angeklagt. Nach dem Recht Singapurs drohen bei öffentlicher Belästigung eine Geldstrafe von bis zu 2.000 S$, eine Haftstrafe von bis zu drei Monaten oder beides. Am 30. Juli 2026 bekannte er sich vor Gericht schuldig und wurde zu einer Geldstrafe von 600 S$ (400 €, 458 $) verurteilt. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung hatten eine Geldstrafe statt einer Haftstrafe beantragt.

„Es tut ihm wirklich leid, all diese Probleme verursacht zu haben, und ihm ist klar geworden, dass das, was ihm damals vielleicht als etwas Spielerisches erschien, sich als etwas sehr Folgenreiches herausgestellt hat.“

Verteidiger

Das Gericht hörte, dass Maximilien reumütig ist. Sein Anwalt erklärte dem Gericht, dass sein Mandant nun die weitreichenden Konsequenzen einer Tat verstehe, die er für harmlos gehalten hatte. Trotz der relativ geringen Geldstrafe erregte der Fall landesweite Aufmerksamkeit in Singapur, ein Spiegelbild der geringen Toleranz der Stadt gegenüber öffentlicher Belästigung.

Reaktion des Unternehmens und Zivilverfahren

iJooz ersetzte nach dem Vorfall alle 500 Strohhalme im Spender. Die direkten Kosten beliefen sich laut Gerichtsunterlagen auf nur 5 S$ (etwa 3,30 €). Das Unternehmen hat jedoch auch ein Zivilverfahren gegen Maximilien eingeleitet, getrennt vom Strafverfahren. Der Ausgang dieses Verfahrens steht noch aus.

Ungewissheit über Aufenthaltsstatus

Maximilien studiert an der ESSEC Business School in Singapur mit einem Studentenpass. Es bleibt unklar, ob die Behörden diesen Pass nach seiner Verurteilung entziehen werden. Im Falle eines Entzugs könnte er sein Studium im Stadtstaat nicht fortsetzen. Die Entscheidung des Gerichts ging nicht auf seinen Aufenthaltsstatus ein.

Singapurs strenges öffentliches Ordnungsregime

Der wohlhabende Stadtstaat ist bekannt für seine rigorose Durchsetzung von Gesetzen zur öffentlichen Ordnung und Hygiene. Die Einfuhr von Kaugummi ist weitgehend verboten, um Vermüllung und Vandalismus zu verhindern. Singapur behält auch die gerichtliche Auspeitschung für bestimmte schwere Straftaten bei, obwohl diese Strafe im Fall Maximilien nicht zur Anwendung kam. Der Strohhalm-Leck-Vorfall, obwohl im direkten Schaden gering, löste eine Reaktion aus, die die geringe Toleranz des Landes gegenüber Handlungen widerspiegelt, die die öffentliche Ordnung stören.

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