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Sicherheit·vor 2 Std.

49 Menschen verdursten in der Sahara, nachdem ein Laster nahe der Grenze zwischen Niger, Algerien und Mali eine Panne hatte

Ein Lkw, der Reisende aus Mali zum Opferfest Eid al-Adha zurückbrachte, hatte in einem abgelegenen Teil der Sahara eine Panne. 49 Menschen starben an Dehydrierung. Zwei Überlebende legten über 50 Kilometer zu Fuß zurück, um Alarm zu schlagen.

Die Panne

Neunundvierzig Menschen sind in einer abgelegenen Gegend der Sahara verdurstet, nachdem der Lkw, in dem sie reisten, eine Panne hatte. Das Fahrzeug kehrte aus Mali zurück, wo die Passagiere das muslimische Fest Eid al-Adha gefeiert hatten, das Ende Mai stattfand. Nach Angaben der örtlichen Behörden in der Region Agadez blieb der Lkw mehr als 80 Kilometer westlich der Siedlung Assamaka in der Grenzzone zwischen Algerien, Niger und Mali liegen.

Die Gouverneursverwaltung von Agadez erklärte auf Facebook, die Reisenden seien „ohne Wasser gewesen und trotz der Bemühungen des Fahrers, seiner Gehilfen und der Passagiere nicht in der Lage gewesen, das Fahrzeug zu reparieren.“ Die Gruppe war in einer Umgebung gefangen, in der extreme Temperaturen und das Fehlen von Versorgungspunkten das Überleben äußerst schwierig machten. Einige Leichen wurden verstreut um den Lkw herum gefunden, andere darunter.

Ohne Wasser und trotz der Bemühungen des Fahrers, seiner Gehilfen und der Passagiere nicht in der Lage, das Fahrzeug zu reparieren, fanden sich die Reisenden im Herzen einer feindlichen Umgebung gefangen, in der extreme Temperaturen und das Fehlen von Versorgungspunkten jedes Überleben äußerst schwierig machen.

Agadez governorate

Die Überlebenden

Zwei Menschen überlebten die Tortur. Sie legten zu Fuß über 50 Kilometer durch die Wüste zurück, bis sie eine Wasserquelle erreichten, dann weitere 30 Kilometer bis nach Assamaka, wo sie die Behörden alarmierten und die Such- und Rettungsaktion auslösten. Das genaue Datum der Panne ist nicht klar, aber es wird angenommen, dass die Passagiere mehrere Tage um ihr Leben kämpften.

Ein zweiter liegengebliebener Lkw

Auf dem Rückweg entdeckte das Rettungsteam einen zweiten Lkw, der etwa 60 Kilometer von Assamaka entfernt liegengeblieben war. Er transportierte mehr als 60 Menschen, die aufgrund einer Batteriepanne drei Tage lang gestrandet waren. Diese Passagiere hatten eine malische Goldmine verlassen, die mehr als 300 Kilometer von der nigrischen Grenze entfernt liegt. Die Delegation leistete Hilfe bei der Reparatur des Fahrzeugs, sodass die Passagiere ihre Reise fortsetzen und eine ähnliche Tragödie vermeiden konnten.

Ablauf der Sahara-Wüstentragödie
  1. Die Eid al-Adha-Feierlichkeiten enden in Mali; die Passagiere beginnen die Rückreise nach Niger.
  2. Der Lkw mit etwa 100 Personen hat in der abgelegenen Wüste westlich von Assamaka eine Panne.
  3. Die Wasservorräte sind erschöpft; die Passagiere versuchen erfolglos Reparaturen.
  4. Zwei Überlebende erreichen nach über 50 km Fußmarsch eine Wasserquelle und setzen ihren Weg nach Assamaka fort.
  5. Die Behörden werden alarmiert; das Rettungsteam birgt 49 Leichen und entdeckt einen zweiten liegengebliebenen Lkw mit über 60 Personen.

Bestattung und Reaktion

Die 49 Leichen wurden geborgen und an Ort und Stelle in Massengräbern beigesetzt, eine Aufgabe, die unter extremen Wüstenbedingungen als emotional anstrengend beschrieben wurde. Regionale und staatliche Behörden sprachen den trauernden Familien ihr Mitgefühl aus und würdigten die Widerstandskraft der Überlebenden. Schätzungen zufolge könnten sich etwa 100 Personen in dem Lkw befunden haben, was die Möglichkeit erhöht, dass die endgültige Zahl der Todesopfer höher sein könnte.

Eine tödliche Migrationsroute

Das Wüstengebiet, in dem sich die Tragödie ereignete, ist ein bekannter Transitpunkt für Migranten aus Subsahara-Afrika, die nach Europa gelangen wollen, und solche Vorfälle wiederholen sich. Im Jahr 2025 starben nach Angaben der NGO Alarme Phone Sahara mindestens 35 Migranten in der Wüste Nigers. Im Oktober 2013 starben 92 nigrische Migranten (33 Frauen, 52 Kinder und 7 Männer) in der Wüste, nachdem Schleuser sie nach einer Fahrzeugpanne nahe der algerischen Grenze zurückgelassen hatten.

Assamaka · Agadez

8 Quellen

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