Sicherheit · Barcelona

Spanischer Oberster Gerichtshof verurteilt Staat zu 2,5 Mio. € Entschädigung für 15 Jahre zu Unrecht inhaftierten Mann, nachdem DNA ignoriert wurde

Der spanische Oberste Gerichtshof hat den Staat verurteilt, 2,5 Millionen Euro an Ahmed Tommouhi zu zahlen, einen Marokkaner, der 15 Jahre unschuldig wegen Vergewaltigungen im Gefängnis saß, nachdem DNA-Beweise, die ihn entlasteten, im Prozess ignoriert worden waren.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Libertatea, Stirile ProTV, Telegraaf und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Barcelona · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 2006Nach 14 Jahren und 10 Monaten Haft auf Bewährung entlassen
  2. Dezember 2025Letzte Verurteilung aufgehoben, vollständig rehabilitiert
  3. 18.06.Oberster Gerichtshof ordnet 2,5 Mio. € Entschädigung an

Die Fehlverurteilung

1991 zog der marokkanische Maurer Ahmed Tommouhi nach Spanien, um ein neues Leben zu beginnen. Innerhalb weniger Monate wurde er in Katalonien zusammen mit Abderrazak Mounib festgenommen und wegen einer Serie von Vergewaltigungen und Raubüberfällen angeklagt. Ein Gericht verurteilte beide Männer 1992 hauptsächlich aufgrund von Opferidentifikationen und verhängte gegen Tommouhi 24 Jahre Haft.

DNA-Beweise übersehen

Ein forensischer Bericht der Wissenschaftlichen Polizei von Barcelona zeigte, dass das DNA-Profil von Sperma an der Kleidung eines Opfers weder mit Tommouhi noch mit Mounib übereinstimmte. Die Geschworenen ignorierten diese entlastenden Beweise im ursprünglichen Prozess. Der Oberste Gerichtshof bezeichnete das Versäumnis später als einen „klaren und qualifizierten Justizirrtum.“

Jahrzehntelange Rehabilitierung

1997 identifizierten mehrere Opfer den wahren Täter, und eine Gesetzesreform von 2015 erleichterte den Weg für Wiederaufnahmen. Die drei noch offenen Verurteilungen Tommouhis wurden zwischen 2023 und 2025 vom Obersten Gerichtshof aufgehoben; die letzte wurde im Dezember 2025 für nichtig erklärt. Er saß 15 Jahre im Gefängnis und weitere drei Jahre unter Bewährungsaufsicht. Mounib starb im Jahr 2000 im Gefängnis an einem Herzinfarkt.

„Das Justizsystem hat mein Leben zerstört. Sie haben mir 36 Jahre meines Lebens gestohlen.“

Ahmed Tommouhi, Marokkanischer Maurer

Entschädigungsurteil

Diese Woche verurteilte der Oberste Gerichtshof Spanien zur Zahlung von 2,5 Millionen Euro und hob damit eine Entscheidung des Nationalgerichts auf, das zuvor jede Entschädigung verweigert hatte. Die Richter betonten, dass die außergewöhnliche Haftdauer zu progressivem moralischen Leid und einem Verlust von Lebenschancen geführt habe, der weit über normale Fälle hinausgehe.

„Die Verlängerung des Freiheitsentzugs führt zu einer fortschreitenden Steigerung des moralischen Leids, dem Verlust von Lebenschancen und einer Auswirkung auf die Persönlichkeit der betroffenen Person, die die üblichen Parameter von Fällen ungerechtfertigter Haft von kurzer oder mittlerer Dauer bei weitem übersteigt.“

Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs

Rechtliche Bedeutung

Das Gericht stellte klar, dass eine aufgehobene Verurteilung nicht automatisch eine Staatshaftung begründet, aber das nachgewiesene Ignorieren wesentlicher Beweise einen Justizirrtum darstellen kann, der eine Entschädigung erforderlich macht.

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