Die Staatsanwaltschaft in Parma ordnete die Durchsuchungen und Beschlagnahmen an, die am 15. Oktober vollstreckt wurden. Carabinieri der Nipaaf in Parma arbeiteten mit der operativen Einheit Cites-Soarda zusammen, unterstützt von Nipaaf- und Cites-Einheiten in Catania, Venedig, Bergamo, Pavia, Pisa, Grosseto und Rieti. Die Operation führte zur Beschlagnahme von 24 Pitbulls in den Provinzen Parma, Bergamo, Venedig, Pisa und Rieti. Gegen zwölf Personen wird in diesen Provinzen und in Serbien ermittelt, unter anderem wegen Tierquälerei, der Organisation nicht genehmigter Kämpfe und der Ausbildung von Hunden für solche Kämpfe. Das Ermittlungsverfahren wurde 2025 von denselben Carabinieri-Einheiten eröffnet.
Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler Laufbänder, schwere Ketten und Halsbänder mit Taschen für Gewichte sicher. Zudem fanden sie Steroide sowie Kalender und Tagebücher, mit denen Dopingpläne erstellt wurden. Beschlagnahmt wurde auch ein standardisierter Ring mit Holzbrettern und einer synthetischen Matte, der nach Angaben der Ermittler für die Austragung von Kämpfen genutzt wurde. Ihrer Rekonstruktion zufolge wurden die Hunde von Welpenalter an aufgezogen, trainiert und mit dieser Ausrüstung auf den Kampfzirkus ausgerichtet.
Die Kämpfe sollen in einer Arena ausgetragen worden sein, die 2025 in Tizzano Val Parma gefunden wurde, einem Waldgebiet in der Provinz Parma. Videos und Fotos der Kämpfe wurden online auf Websites, in sozialen Netzwerken und Messengern verbreitet, um den wirtschaftlichen Wert der Tiere zu steigern. Die Ermittler beschreiben eine organisierte Gruppe aus Bewohnern Mittel- und Norditaliens sowie Serbiens, die die Kämpfe förderte. Die Kämpfe seien organisiert worden, um mit Wetten und dem Verkauf der als stärksten geltenden Hunde Geld zu verdienen.
Einige der Hunde wurden illegal von Züchtern in Serbien eingeführt. Eine Analyse der ausländischen Pässe der Tiere habe die Einreise mehrerer Pitbulls aus serbischen Zwingern nach Italien nachgezeichnet. Die Importe seien von einem Netzwerk aus Trainern, Händlern und Tierärzten im Ausland unterstützt worden, das die Ermittler als mitwissend beschreiben. Die Ermittler arbeiten weiter daran, die Rollen und Verantwortlichkeiten der Beteiligten zu klären.
Einige der beschlagnahmten Hunde werden von der Stiftung Cave Canem betreut, die Rehabilitationsprogramme für beschlagnahmte Pitbulls durchführt. Mirko Zuccari, der für die Hundetrainer zuständige Manager der Stiftung, beschrieb ihren Zustand mit Worten, die Fanpage zitiert.
„Alles in allem geht es ihnen gut, auch wenn sie Anzeichen einer schwierigen Vergangenheit zeigen.“
Er sagte, die Hunde zeigten Verhaltensweisen, wie sie für Tiere typisch seien, die in einem traumatischen Umfeld aufgewachsen seien, in dem jeder Tag den nächsten Kampf oder die nächste Trainingseinheit brachte. Er fügte hinzu, die Hunde hätten nie ein Gefühl von Zugehörigkeit oder Familienleben erfahren.
Fanpage zitierte den Lav-Zoomafia-Bericht für 2023, der das Geschäft mit Tieren, die für Kämpfe eingesetzt werden, in Italien auf 75 Millionen Euro schätzte. Lokale Berichte zeigen weitere Fälle, darunter eine Operation auf Sizilien, bei der ein mit Wetten verbundenes Kampfnetz zerschlagen wurde. Der Fall Parma fügt sich in ein Muster ein, bei dem der Handel mit Kampfhunden bislang als Randphänomen galt. Die Ermittlungen gegen das internationale Netzwerk dauern an.
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Pollar unterstützenSicherheit · Parma, Tizzano Val Parma und Bergamo
Bei Durchsuchungen am 15. Oktober in fünf italienischen Provinzen wurden 24 Pitbulls und Dopingausrüstung beschlagnahmt; zwölf Personen werden im Zusammenhang mit einem Kampfnetzwerk mit Verbindungen nach Serbien ermittelt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Messaggero, lastampa.it, Fanpage und weiteren Medien. Veröffentlicht .