Migration · Belfast
Unruhen in Belfast: 27 Obdachlose, Online-Hass schürt fremdenfeindliche Gewalt; Großbritannien und Irland verstärken Grenzsicherheit
Drei Nächte voller Gewalt, ausgelöst durch einen Messerangriff, haben in Belfast mindestens 27 Menschen obdachlos gemacht. Vermummte Mobzielten auf Migranten und Polizisten, während die Führungen in London und Dublin eilig die Sicherheit des gemeinsamen Reiseverkehrsraums (Common Travel Area) verschärfen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Spiegel Online, The Guardian, Irish Independent und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Am Montag, den 8. Juni, wurde der 44-jährige Stephen Ogilvie im Norden Belfasts mehrfach niedergestochen und verlor dabei sein linkes Auge; der 30-jährige Sudanese Hadi Alodid wurde wegen versuchten Mordes angeklagt.
Innerhalb weniger Stunden verbreiteten Tommy Robinson und Elon Musk das Video, und rechtsextreme Netzwerke, darunter die Active-Club-Bewegung, organisierten Proteste, die in Gewalt umschlugen.
Mindestens 27 Menschen wurden obdachlos, 12 Polizisten verletzt und Dutzende von Migranten geführte Geschäfte in Brand gesteckt, während vermummte Mobs durch die Stadt zogen.
Der irische Premierminister Micheál Martin und der britische Premierminister Keir Starmer einigten sich auf eine Verschärfung des gemeinsamen Reiseverkehrsraums mit verstärktem Datenaustausch und gemeinsamen Geheimdiensteinsätzen.
Die Abgeordnete Chi Onwurah warf der Regierung vor, die algorithmische Verstärkung von Falschinformationen nicht zu regulieren, und forderte Maßnahmen, die über die Löschung illegaler Inhalte hinausgehen.
- 10.06.Zweite Nacht der Gewalt – Polizei setzt Wasserwerfer und Plastikgeschosse ein nach Angriffen mit Steinen und Molotowcocktails.
- 11.06.Deutlich ruhigere Nacht mit nur kleineren Störungen; drei weitere Festnahmen. Polizei setzt Wochenendeinsatz fort.
- 12.06.Premierminister Micheál Martin und der britische Premierminister Keir Starmer vereinbaren, die Sicherheit des gemeinsamen Reiseverkehrsraums zu stärken; Abgeordnete warnt vor algorithmischer Verstärkung von Falschinformationen.
Der Angriff
Ein Messerangriff im Norden Belfasts am Montagabend verletzte den 44-jährigen Stephen Ogilvie schwer: Er verlor sein linkes Auge und erlitt tiefe Schnittwunden im Gesicht, am Hals und am Rücken. Aufnahmen des Überfalls zirkulierten innerhalb von Minuten in den sozialen Medien. Hadi Alodid, ein 30-jähriger Sudanese, wurde am Tatort in der Kinnaird Avenue festgenommen und später wegen versuchten Mordes angeklagt. Alodid war im Februar 2023 mit dem Bus aus Dublin nach Nordirland eingereist, nachdem er aus Paris geflogen war; ihm wurde das Aufenthaltsrecht bis 2028 gewährt.
Flammen in den sozialen Medien
Weniger als eine Stunde nach dem Angriff teilte Tommy Robinson das Grafikvideo auf X mit über zwei Millionen Followern und bezeichnete den Verdächtigen als „Eindringling“. Am Dienstagmorgen hatte der Clip sechs Millionen Aufrufe erreicht, und Elon Musk stimmte einem Beitrag zu, der „Konsequenzen“ für Politiker forderte. Facebook-Gruppen und reichweitenstarke Accounts auf TikTok und X verbreiteten Zeiten und Orte von Demonstrationen, Straßensperrlisten und ein Verzeichnis von Privatadressen, die angeblich Migranten gehörten. Eine Wired-Recherche ergab, dass die weiße suprematistische Active-Club-Bewegung die Gewalt aus den USA orchestrierte.
„Die Active Clubs, die am schnellsten wachsende Neonazi-Bewegung weltweit, lassen keine Gelegenheit aus, eine Tragödie für ihre eigenen hasserfüllten Zwecke auszunutzen. Die Proteste in Belfast hatten kaum begonnen, da fungierten führende Stimmen der Active Clubs bereits als Unterstützungsnetzwerk für die rassistischen Unruhen und ermutigten zu Nachahmungen in anderen Ländern.“
Gewalt und Vertreibung
In den Nächten von Dienstag und Mittwoch legten vermummte Randalierer Fahrzeuge, Häuser und einen Bus in Brand, traten Türen ein und griffen Geschäfte von Migranten an. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Plastikgeschosse ein, nachdem die Menge Steine und Molotowcocktails geworfen hatte. Mindestens zwölf Beamte wurden verletzt. Ein zwei Monate altes Baby wurde gerettet, als maskierte Gruppen von Haus zu Haus gingen und ausländischstämmige Bewohner vertrieben; mindestens 27 Menschen wurden obdachlos. Die Gewerkschaftsvertreterin Patricia McKeown berichtete, eine Krankenschwester mit anderer Hautfarbe sei von vier Vermummten in ein Krankenhaus im Ostteil Belfasts gejagt worden.
„Das ist Hass. Hass, der Leben gefährdet.“
Politische Reaktion
Am Donnerstagabend beruhigte sich die Lage weitgehend, es gab nur noch kleinere Störungen. Die Polizei nahm 19 Festnahmen vor, darunter einen 16-Jährigen, und setzte das Wochenende über einen Einsatz fort. Der irische Premierminister Micheál Martin und der britische Premierminister Keir Starmer führten am Freitag ein Telefonat, in dem sie sich auf eine Stärkung des gemeinsamen Reiseverkehrsraums durch verstärkten Datenaustausch und gemeinsame Geheimdiensteinsätze einigten. Die gemeinsame Reisezone (CTA) sei von großer Bedeutung, müsse aber vor Missbrauch geschützt werden.
„Die Unruhen in Belfast zeigen, dass die Regierung nicht genug getan hat, um das Ausmaß und die Geschwindigkeit der algorithmischen Verstärkung von Falschinformationen im Internet zu bekämpfen.“
Die Vorsitzende des Ausschusses für Wissenschaft, Innovation und Technologie, Chi Onwurah, schrieb an Technologieministerin Liz Kendall und warf der Regierung vor, einen früheren Bericht ignoriert zu haben, der davor warnte, dass Algorithmen sozialer Medien durch die Verstärkung schädlicher Inhalte gewalttätige Unruhen ausgelöst hätten. In dem Brief wurde gefordert, dass Plattformen in Krisenzeiten gezwungen werden müssten, die virale Verbreitung von Falschinformationen zu stoppen, selbst wenn diese nicht die rechtliche Schwelle zur Illegalität überschreite.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Spiegel OnlineNordirland: Ausschreitungen nach Messerattacke - Hass auf Einwanderer
- The GuardianNumber of arrests after riots in Northern Ireland rises to 19
- Irish IndependentBelfast riots: Taoiseach holds phone call with Keir Starmer over common travel area after knife attack
- The GuardianUgly scenes in Belfast expose a broken politics
- Stephen Ogilvie
- Opfer des Messerangriffs im Norden Belfasts, erlitt schwere Verletzungen, einschließlich des Verlusts seines linken Auges.
- Hadi Alodid
- 30-jähriger Sudanese, wegen versuchten Mordes nach dem Messerangriff angeklagt.
- Tommy Robinson
- Rechtsextremer britischer Aktivist, der das Angriffsvideo auf X mit Millionen von Followern teilte und damit fremdenfeindliche Stimmungen anheizte.
- Elon Musk
- Inhaber von X, der sich nach der Verbreitung des Videos einschaltete und einem Beitrag zustimmte, der Konsequenzen für Politiker forderte.
- Micheál Martin
- Irischer Premierminister, der ein Telefonat mit dem britischen Premierminister Keir Starmer führte, um die Sicherheit des gemeinsamen Reiseverkehrsraums zu stärken.
- Keir Starmer
- Britischer Premierminister, der die Gewalt verurteilte und sich mit dem irischen Premierminister auf eine Verschärfung der Grenzsicherheit einigte.
- Chi Onwurah
- Vorsitzende des britischen Ausschusses für Wissenschaft, Innovation und Technologie, die der Regierung vorwarf, die algorithmische Verstärkung von Falschinformationen nicht zu unterbinden.
- Ryan Henderson
- Assistant Chief Constable des PSNI, der über Festnahmen und die Beruhigung der Lage in der Nacht zum Donnerstag berichtete.
- Patricia McKeown
- Gewerkschaftsvertreterin von Unison, die von hassgetriebenen Übergriffen auf Gesundheitspersonal mit Migrationshintergrund während der Unruhen berichtete.
- Wendy Via
- Mitbegründerin des Global Project Against Hate and Extremism, die die Rolle der Active Clubs bei der Orchestrierung der Gewalt hervorhob.
- Liz Kendall
- Britische Technologieministerin, die einen Brief von Chi Onwurah erhielt, in dem Maßnahmen gegen die algorithmische Verstärkung gefordert wurden.
- Orte
- Belfast
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