
Waldbrand in Estepona erzwingt Evakuierung von 1.000 Anwohnern und Sperrung der Autobahn AP-7
Ein Waldbrand, der am Donnerstagnachmittag nahe Estepona ausbrach, führte zur vorsorglichen Evakuierung von rund 1.000 Menschen, zur Sperrung der Autobahn AP-7 und erforderte einen groß angelegten Einsatz von Löschflugzeugen und Bodentruppen, während sich die Flammen in Richtung Benahavís ausbreiteten.
Brand an der Costa del Sol bricht aus
Am Donnerstag, den 9. Juli, gegen 16:30 Uhr, entzündete sich ein Waldbrand im Straßengraben der Autobahn AP-7 bei Kilometer 1068, nahe der Gemeinde Estepona in der Provinz Málaga. Angefacht durch starke Winde und eine Hitzewelle, die die Region unter gelbe Warnung vor hohen Temperaturen gestellt hatte, breitete sich das Feuer rasant durch Waldgebiete in Richtung der Urbanisation Montemayor aus. Innerhalb weniger Minuten war eine dichte Rauchsäule von der gesamten Küste der Costa del Sol aus zu sehen.
Evakuierungen und Straßensperrung
Als das Feuer nach Norden in Richtung Benahavís vorrückte, ordnete die Regionalregierung vorsorgliche Evakuierungen an. Rund 1.000 Bewohner des Parque Botánico Country Club und der vorderen Linie der Urbanisation Los Flamingos – darunter die Four Seasons Apartments mit etwa 400 Wohnungen – wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Das Gebiet Montemayor wurde unter Ausgangssperre gestellt. Die Autobahn AP-7, eine wichtige Verkehrsader der Costa del Sol, wurde in Richtung Cádiz zwischen den Kilometern 1054 und 1070 gesperrt, um den Einsatzkräften freie Fahrt zu ermöglichen. Die Sperrung verursachte lange Staus, bevor die Straße gegen 21:00 Uhr wieder geöffnet wurde.
Notfall-Einsatz
Um 17:30 Uhr aktivierte Antonio Sanz, Minister der Präsidentschaft Andalusiens und Direktor des Waldbrandschutzplans Infoca, die Alarmstufe – Einsatzlage 1 – und löste damit zusätzliche Maßnahmen zum Schutz von Menschen und Eigentum aus. Ein vorgeschobener Einsatzleitposten wurde am Llano de la Ermita in Benahavís eingerichtet, um den Einsatz zu koordinieren. Bis zum späten Abend war der Einsatz auf über 200 Einsatzkräfte angewachsen, darunter acht Gruppen von Waldbrandbekämpfern, vier Löschfahrzeuge und 13 Luftfahrzeuge: sieben Hubschrauber und sechs Flugzeuge, darunter ein schweres Amphibienflugzeug, das von der Zentralregierung entsandt worden war. AEMET hatte seine gelbe Hitzewarnung für das Gebiet verlängert.
Nächtlicher Einsatz und Ausblick
Während der Nacht blieben 235 Einsatzkräfte vor Ort, 129 Bodentruppen und zehn Löschfahrzeuge bekämpften weiterhin die Flammen. Bis Mitternacht gelang es den Feuerwehrleuten, 60 % des Brandperimeters unter Kontrolle zu bringen, obwohl das Feuer noch aktiv war. Das Sportzentrum von Benahavís wurde als Aufnahmestelle geöffnet, mit 50 Betten, die vom Roten Kreuz bereitgestellt wurden. Die meisten Evakuierten fanden jedoch Unterkunft bei Verwandten oder in örtlichen Hotels. Patricia Navarro, die Delegierte der andalusischen Regierung in Málaga, verfolgte die Lage vom Einsatzleitposten aus. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, das Gebiet zu meiden und die offiziellen Anweisungen zu befolgen.
- Brand entzündet sich im AP-7-Graben nahe km 1068, breitet sich auf Montemayor aus
- Junta de Andalucía aktiviert Plan Infoca Alarmstufe, Einsatzlage 1
- Autobahn AP-7 nach Sperrung für Löscharbeiten wieder geöffnet
- Brandperimeter zu 60 % eingedämmt; 235 Einsatzkräfte setzen die Arbeit über Nacht fort

