Bergwacht Schwarzwald setzt erstmals bei deutschen Sicherheitsbehörden 100-kg-Frachtdrohne ein
Die Bergwacht Schwarzwald hat eine neue Schwerlastdrohne in Dienst gestellt, die bis zu 100 Kilogramm Ausrüstung an entlegene Einsatzorte transportieren kann und so die Rettungszeiten an gefährlichen Hängen verkürzt. Die seit Mai einsatzbereite Drohne ist eine der ersten ihrer Art, die von Sicherheitsbehörden in Deutschland genutzt wird.
Die neue Drohne
Die Bergwacht Schwarzwald hat eine Frachtdrohne eingeführt, die bis zu 100 Kilogramm Ausrüstung direkt zum Einsatzort bringen kann. Seit Mai im Einsatz, ist das Gerät eine der ersten Drohnen dieser Nutzlastklasse, die von einer Sicherheitsbehörde in Deutschland eingesetzt wird, so der Bergrettungsdienst.
Auswirkungen auf Rettungseinsätze
Bislang mussten Bergretter schwere Ausrüstung zu Fuß durch schwieriges Gelände transportieren, oft unter Seilsicherung. Die komplette Ladung eines Rettungsfahrzeugs kann über 200 Kilogramm wiegen.
Er fügte hinzu, dass dies bedeute, den Patienten schneller zu erreichen und die Sicherheit der Helfer zu verbessern.Wenn wir das mit ein paar Drohnenflügen an die Einsatzstelle bringen, ist das ein enormer Zeitgewinn – vor allem an steilen, steinschlaggefährdeten Hängen, von denen es im Schwarzwald viele gibt.
Technologischer Sprung
Die Anschaffung wurde durch rasante Fortschritte in der Drohnentechnologie ausgelöst. Im Herbst wurden noch Modelle mit 30 Kilogramm Nutzlast vorgestellt. Wenige Monate später kam die nächste Generation mit stärkeren Akkus und einer Hubkraft von bis zu 100 Kilogramm auf den Markt. Die Schwarzwälder Einheit handelte schnell, um sich diese Fähigkeit zu sichern.
Über die Bergrettung hinaus
Das Potenzial der Drohne reicht über klassische Rettungseinsätze hinaus. In abgeschnittenen Gebieten oder dort, wo die Infrastruktur zerstört ist – nach Erdrutschen, Stürmen oder starkem Schneefall – könnte sie medizinische Versorgung oder Hilfsgüter dorthin bringen, wo Fahrzeuge nicht hinkommen. Die Anschaffung wurde aus Mitteln des Katastrophenschutzes des Landes Baden-Württemberg finanziert.
Offizielle Inbetriebnahme
Das Projekt befindet sich derzeit in einer Testphase, und ein spezialisiertes Piloten-Team wird ausgebildet. Die Drohne wird am 27. Juni beim bundesweiten Tag des Bevölkerungsschutzes in Freiburg von Innenminister Manuel Hagel offiziell in Dienst gestellt.


