Ein Luftangriff hat nach Reuters-Informationen die Raffinerie SAMREF in Yanbu getroffen. Damit weitet sich die Serie von Angriffen auf Energieanlagen im Umfeld des laufenden US-israelischen Konflikts mit Iran aus. An den Börsen in Asien setzte daraufhin eine breite Abwärtsbewegung ein, während Energieversorger nach Ausweichlieferungen suchen.

Ein Luftangriff hat am Donnerstag die SAMREF-Raffinerie in der saudischen Hafenstadt Yanbu getroffen. Das sagte eine mit der Branche vertraute Quelle der Nachrichtenagentur Reuters. Der Vorfall markiert eine deutliche Ausweitung der Angriffe auf Energieinfrastruktur, die den laufenden US-israelischen Konflikt mit Iran begleiten. Die Raffinerie ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Saudi Aramco und ExxonMobil und zählt zu den wichtigen Verarbeitungsanlagen an der Westküste Saudi-Arabiens. Der Angriff erfolgte in einer Phase, in der die globalen Energiemärkte bereits durch frühere Attacken auf iranische und andere Anlagen in der Golfregion stark belastet waren. US-Präsident Donald Trump erklärte Reuters zufolge, Israel habe Irans Gasfeld South Pars angegriffen, ohne Beteiligung der USA oder Katars. Mit dem Angriff auf Yanbu erhält der Konflikt eine weitere Dimension. Die Reichweite der Angriffe erstreckt sich damit über iranisches Territorium hinaus auf die Infrastruktur eines wichtigen Verbündeten am Golf. Energieanalysten und Marktteilnehmer verfolgen den wachsenden Kreis betroffener Anlagen mit zunehmender Sorge.

Die Operation Epic Fury, die US-israelische Militärkampagne gegen Iran, begann am 28. Februar 2026 und führte bei den ersten Angriffen zum Tod des Obersten Führers Ali Khamenei. Sein Sohn Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 zum Obersten Führer ernannt. Iran hatte Reuters zufolge bereits zuvor Strategien entwickelt, um als Gegengewicht zu militärischem Druck seiner Gegner die Energieinfrastruktur der Region bedrohen zu können. Der Konflikt hat Energieanlagen in der gesamten Golfregion erfasst. In den Wochen seit Beginn der Kampagne wurden Angriffe auf mehrere Einrichtungen gemeldet.

Tokio führt Verluste an Asiens Börsen an, Energierisiken nehmen zu Die internationalen Finanzmärkte reagierten am Donnerstag deutlich auf die Eskalation des Konflikts. In Asien gaben Aktienkurse auf breiter Front nach. Tokios Nikkei 225 fiel am 19. März laut ANSA um 3.38 (%) — Tagesverlust des Nikkei 225 im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt. Auch für die europäischen Märkte wurde ein Handelsstart im Minus erwartet. Anleger bewerten zudem den Ausblick für die Zinspolitik der US-Notenbank neu, weil der Krieg mit Iran über die Energiepreise zusätzlichen Inflationsdruck erzeugt. Ein unklarerer Zinsausblick der Fed verstärkt die Unsicherheit an den weltweiten Aktien- und Anleihemärkten, berichtete Reuters. Zentralbanker in mehreren Volkswirtschaften warnen bereits vor Inflationsrisiken, die sich aus den Folgen des anhaltenden Konflikts für die Lieferketten von Öl und Gas ergeben.

Japans größter Stromerzeuger prüft Lieferungen außerhalb des Nahen Ostens Eine länger andauernde Krise im Nahen Osten veranlasst große Energiekäufer dazu, nach alternativen Bezugsquellen zu suchen. Darauf wies ein Manager von JERA hin, dem größten Stromerzeugungsunternehmen Japans. Reuters zufolge erwägt das Unternehmen, zusätzliches Flüssigerdgas am Spotmarkt zu kaufen, um mögliche Ausfälle durch Störungen bei Lieferungen aus dem Nahen Osten auszugleichen. Die Äußerungen des JERA-Managers stehen für einen breiteren Wandel im Verhalten von Käufern, da sich der Konflikt ohne erkennbare Lösung in die vierte Woche zieht. In Japan, das für seine Stromerzeugung stark auf importierte Brennstoffe angewiesen ist, ist Energiesicherheit damit in den Mittelpunkt der politischen Debatten gerückt. Eine mögliche Verlagerung der Beschaffung weg vom Nahen Osten könnte dauerhaft strukturelle Folgen für die weltweiten Handelsströme bei Flüssigerdgas haben.

Chefaufseher von HDFC Bank tritt wegen „ethischer Differenzen“ zurück, RBI sieht keine Probleme Bei der indischen Privatbank HDFC Bank gaben die Aktien nach, nachdem ihr nebenamtlicher Vorsitzender Atanu Chakraborty zurückgetreten war. Als Grund nannte er Reuters zufolge ethische Differenzen mit dem Management. Der unerwartete Abgang löste unmittelbar Verunsicherung am Markt aus. Die Aktie der Bank fiel zunächst und machte später einen Teil der Verluste wieder wett. Die Reserve Bank of India bemühte sich rasch um Beruhigung und erklärte, sie habe nach dem Rücktritt des Vorsitzenden bei HDFC Bank keine wesentlichen Problempunkte festgestellt. Das Eingreifen der RBI half, den Vertrauensverlust am Markt zu begrenzen. HDFC Bank ist gemessen an Vermögen und Börsenwert die größte Privatbank Indiens und gehört laut dem Personenregister nach Börsenwert zu den zehn größten Banken der Welt. Unabhängig davon verlangsamte sich das Lohnwachstum im Vereinigten Königreich in den drei Monaten bis Januar 2026 Reuters zufolge auf 3.8 (%) — Lohnwachstum im Vereinigten Königreich in den drei Monaten bis Januar 2026. Das ergänzt das gemischte Bild der britischen Wirtschaft, während politische Entscheidungsträger über das Tempo einer möglichen weiteren geldpolitischen Lockerung beraten.