Donald Trump hat ein geplantes Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking verschoben. Als Hauptgrund gilt der Krieg gegen Iran, der die außenpolitischen Kapazitäten Washingtons bindet. Damit geraten sowohl die fragile Handelspause zwischen den USA und China als auch ein breiter angelegter diplomatischer Neuanfang ins Stocken.
Gipfel in Peking verschoben
Donald Trump hat das geplante Treffen mit Xi Jinping in Peking verschoben. Als Hauptgrund gilt der Krieg gegen Iran.
Handelspause unter Druck
Die Vertagung belastet die fragile Handelspause zwischen den USA und China und wirft Fragen zum geplanten diplomatischen Neuanfang auf.
China bleibt auf Distanz
Peking reagierte zurückhaltend auf die US-Erklärung und signalisierte zugleich, dass es die USA in der Straße von Hormus nicht unterstützen werde.
Warnungen aus Trumps Umfeld
Zwei frühere Regierungsmitarbeiter warnten laut Open, Trump habe die Lage in Iran falsch eingeschätzt und könne in ein längeres Engagement geraten.
Donald Trump hat einen geplanten Gipfel mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking verschoben. Als wesentlicher Grund für die Verzögerung gilt der Krieg gegen Iran. Damit wächst die Unsicherheit über die fragile Handelspause zwischen den USA und China sowie über einen breiter angelegten diplomatischen Neuanfang, auf den beide Seiten hingearbeitet hatten.
Die Vereinigten Staaten und China unterhalten seit der ersten Amtszeit Trumps ein angespanntes Handelsverhältnis, das von aufeinanderfolgenden Zollrunden und Verhandlungen geprägt ist. Der geplante Gipfel in Peking galt als möglicher Wendepunkt, ein sogenannter „China-Reset“, der die bilateralen Beziehungen stabilisieren sollte. Der Iran-Konflikt, der am 28. Februar 2026 mit US-israelischen Angriffen im Rahmen der Operation Epic Fury begann, bestimmt seither die außenpolitischen Prioritäten Washingtons. Die Tötung des Obersten Führers Ali Khamenei bei diesen ersten Angriffen löste in Teheran eine Nachfolgekrise aus; Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 zum neuen Obersten Führer ernannt.
Peking reagierte auf die Verschiebung mit zurückhaltender offizieller Sprache und erklärte, man habe die Erläuterungen der USA zur Verzögerung „zur Kenntnis genommen“. Diese nüchterne Formulierung spiegelt Chinas vorsichtige diplomatische Linie wider. Öffentlicher Unmut wurde vermieden, zugleich blieb Spielraum für eine spätere Annäherung. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur ANSA ließ sich Xi Jinping von der Verschiebung nicht aus der Ruhe bringen und soll bereit sein, eine durch den Iran-Krieg entstandene Black-Swan-Lage auszunutzen. Durch die Verzögerung entfällt zumindest vorübergehend der Druck auf Peking, im Handel oder in anderen sensiblen Bereichen Zugeständnisse zu machen. Das verschafft Xis Regierung zusätzlichen Handlungsspielraum.
China will US-Streitkräfte in Hormuz nicht unterstützen China hat nach einem Bericht von RTP signalisiert, dass es die Vereinigten Staaten in der Straße von Hormus nicht unterstützen werde. Die Absage verdeutlicht die Grenzen einer möglichen Annäherung zwischen den USA und China, solange der Iran-Konflikt andauert. Nach Angaben von La Libre.be bringt der Krieg gegen Iran China in Bezug auf das Verhältnis zu Trump in zwei sensiblen diplomatischen Fragen in eine komplexe und unangenehme Lage. Peking unterhält wirtschaftliche und energiepolitische Beziehungen zu Teheran. Eine offene Anlehnung an Washingtons Militärkampagne ist für die chinesische Führung politisch daher kaum vertretbar. Die Kombination aus vertagtem Gipfel und der Weigerung in der Straße von Hormus deutet darauf hin, dass der Iran-Konflikt zusätzliche Reibung in ein Verhältnis bringt, das bereits zuvor heikel war.
Frühere Trump-Vertraute warnen vor möglicher Verstrickung in Iran Die Sorge über die weitere Entwicklung des Iran-Konflikts reicht nach einem Bericht des italienischen Mediums Open bis in Trumps eigenes politisches Umfeld. Zwei frühere Mitarbeiter der Regierung warnten demnach, Trump habe die Lage in Iran falsch eingeschätzt und riskiere nun, in ein längeres Engagement hineingezogen zu werden. Das Wall Street Journal bezeichnete die Gipfelverschiebung als eine für Trump „vertraute Ablenkung durch den Nahen Osten“ und zog damit eine Parallele zu früheren Phasen, in denen Krisen im Nahen Osten erhebliche diplomatische und militärische Aufmerksamkeit der USA banden. Reuters berichtete, die Verschiebung lege einen Schatten auf die bestehende Handelspause zwischen den USA und China. Damit stelle sich die Frage, ob die vor der Ankündigung des Gipfels erreichte wirtschaftliche Stabilisierung ohne den politischen Impuls eines persönlichen Treffens Bestand haben könne. In keinem der herangezogenen Berichte wurde ein neuer Termin für den Gipfel in Peking bestätigt. Der diplomatische Zeitplan bleibt damit offen.
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Xi Jinping — sekretarz generalny Komunistycznej Partii Chin od 2012 roku, przewodniczący Centralnej Komisji Wojskowej od 2012 roku oraz prezydent Chin od 2013 roku