Unter Vermittlung Pakistans haben die USA und der Iran am 8. April 2026 eine zweiwöchige Waffenruhe vereinbart, womit fünf Wochen schwerer Kampfhandlungen vorerst enden. Zentrale Bedingung des Abkommens ist die vorübergehende Wiederöffnung der strategisch bedeutenden Straße von Hormus. Die Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung sollen am 10. April 2026 in Islamabad fortgesetzt werden.

Zweiwöchige Waffenruhe

Die USA und der Iran pausieren ihre militärischen Auseinandersetzungen für zunächst 14 Tage.

Wiederöffnung der Straße von Hormus

Der Iran hat zugestimmt, die strategisch wichtige Schifffahrtsroute für Energielieferungen vorübergehend zu öffnen.

Verhandlungen in Islamabad

Am 10. April 2026 sollen erste direkte Gespräche der Konfliktparteien in der pakistanischen Hauptstadt stattfinden.

Die Vereinigten Staaten und der Iran haben sich am 8. April 2026 auf einen zweiwöchigen bedingten Waffenstillstand geeinigt. Nach fünf Wochen der Feindseligkeiten, welche die globalen Energiemärkte belasteten und international auf breite Ablehnung stießen, gab der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif das sofortige Inkrafttreten der Vereinbarung bekannt. Eine zentrale Bedingung ist die temporäre Wiederöffnung der Straße von Hormus, über die etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und LNG-Bedarfs gehandelt wird. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte, dass die Durchfahrt durch die Meerenge für zwei Wochen in Abstimmung mit dem iranischen Militär und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen gestattet werde. Zudem würden die iranischen Streitkräfte ihre Defensivoperationen einstellen, sofern die Angriffe auf das Land aufhörten. Die Ankündigung erfolgte etwa 90 Minuten vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump, welcher mit einer massiven Bombardierung der zivilen Infrastruktur des Irans gedroht hatte. Delegationen beider Seiten werden sich am 10. April 2026 in Islamabad zu persönlichen Gesprächen treffen.

Trumps Drohung gegen die „Zivilisation“ löst internationale Kritik aus Nur wenige Stunden vor Bekanntgabe der Waffenruhe hatte Trump im Internet erklärt, dass „heute Nacht eine ganze Zivilisation sterben wird“. Er forderte den Iran auf, seine Bedingungen zu erfüllen, oder der Zerstörung ins Auge zu blicken. Diese Äußerung wurde umgehend von demokratischen Abgeordneten im US-Kongress kritisiert, die den Präsidenten als „völlig unzurechnungsfähig“ bezeichneten. Auch der iranische UN-Botschafter nannte die Drohung „zutiefst unverantwortlich“. Papst Leo XIV., bürgerlich Robert Francis Prevost und der erste amerikanische Papst, erklärte, Drohungen gegen die iranische Bevölkerung seien „inakzeptabel“. Selbst die ehemalige Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, eine einst enge Verbündete Trumps, die 2026 ihr Mandat niederlegte, äußerte öffentlich Besorgnis über die Eskalation. Zwei Regierungsmitarbeiter sagten gegenüber Reuters anonym, die Rhetorik sei eher eine Verhandlungstaktik als ein tatsächlicher Vernichtungsplan gewesen; Trump habe durch „Unberechenbarkeit Druckmittel schaffen“ wollen. Die republikanische Senatsfraktion verteidigte das Vorgehen hingegen und betonte, es sei an der Zeit für einen Präsidenten, der bereit sei, Amerikaner zu verteidigen. Trump selbst behauptete nach der Einigung, dass „fast alle bisherigen Streitpunkte“ zwischen den Ländern beigelegt worden seien.

„„Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben und nie wieder zurückkehren. Ich möchte nicht, dass das passiert, aber es wird wahrscheinlich eintreten.“” — Donald Trump via Reuters

„„Wir bringen der Gegenseite kein Vertrauen entgegen. Unsere Streitkräfte bleiben in Bereitschaft ... aber wir werden Verhandlungen führen, um zu sehen, wie ernst es der Gegenseite ist.“” — Ali Bahreini via Reuters

Hegseth reklamiert Sieg für sich – Schifffahrt im Hormus bleibt blockiert US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bezeichnete den Waffenstillstand als „historischen und überwältigenden“ Sieg. Die militärischen Ziele, darunter die Zerstörung iranischer Raketenkapazitäten und der Marine sowie Angriffe auf die Rüstungsindustrie, seien erreicht worden. Bloomberg berichtete jedoch, dass auch 24 Stunden nach der Ankündigung hunderte Schiffe in der Straße von Hormus feststeckten. Berichte über anhaltende Feindseligkeiten im Persischen Golf hielten an, und Pakistan warnte vor Verletzungen der Vereinbarung. Laut der Nachrichtenagentur Tasnim signalisierte der Iran, die Waffenruhe aufzukündigen, sollten die Angriffe gegen den Libanon fortgesetzt werden. An den Finanzmärkten sorgte die Nachricht dennoch für eine Entlastungswelle. Analysten und ausländische Regierungen zogen derweil eine nüchternere Bilanz als Hegseth. Eine Analyse im Guardian beschrieb den Krieg als kostspielig für die Glaubwürdigkeit der USA. Die Strukturen der Islamischen Republik seien intakt geblieben; laut Sanam Vakil habe der Krieg eher eine neue, noch härtere Führung hervorgebracht als einen Regimewechsel.

Die US-israelische Militärkampagne gegen den Iran, bekannt als Operation Epic Fury, begann am 28. Februar 2026 nach der Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran. Vorausgegangen waren Atomverhandlungen unter Vermittlung Omans seit April 2025. Die Meerenge ist seit Jahrzehnten ein Brennpunkt, da hier ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Lieferungen transportiert wird. Das Misstrauen des Irans gegenüber US-Zusagen vertiefte sich, nachdem Trump 2018 aus dem Atomabkommen von 2015 ausgestiegen war.

20 (Prozent des globalen Öl- und LNG-Handels) — Anteil der weltweiten Energieimporte durch die Straße von Hormus

Israel setzt Einsätze im Libanon trotz Waffenruhe fort Israel stimmte zwar einer Einstellung der Operationen gegen den Iran zu, erklärte jedoch, die Bodeneinsätze und Luftschläge gegen die Hisbollah im Libanon fortzuführen. Auch nach der Ankündigung der Waffenruhe kam es zu Angriffen auf die libanesische Hauptstadt Beirut. Während Pakistans Premierminister andeutete, die Waffenruhe schließe den Libanon ein, widersprach Israel dieser Auslegung laut Berichten von BBC und Guardian. Der Iran gab zu verstehen, dass die Libanon-Frage zum Scheitern des gesamten Abkommens führen könne. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sah sich zudem innenpolitischer Kritik ausgesetzt, da das iranische Regime weiterhin eine Bedrohung darstelle. Sanam Vakil wertete den Waffenstillstand im Guardian eher als eine Pause und weniger als eine Lösung, da keine Seite den Krieg für sich entscheiden konnte und der wirtschaftliche Druck auf alle Beteiligten letztlich zu groß geworden sei.

US-Iran-Krieg und Waffenstillstand – Wichtige Ereignisse: — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Donald Trump — 47. Prezydent Stanów Zjednoczonych
  • Pete Hegseth — 29. Sekretarz Obrony Stanów Zjednoczonych
  • Abbas Araghchi — Minister Spraw Zagranicznych Iranu
  • Shehbaz Sharif — Premier Pakistanu
  • Leo XIV — Papież Kościoła Katolickiego (Robert Francis Prevost)
  • Marjorie Taylor Greene — Była członkini Izby Reprezentantów USA z 14. okręgu Georgii
  • Ali Bahreini — Ambasador Iranu przy ONZ w Genewie
  • Sanam Vakil — Dyrektor programu Bliskiego Wschodu i Afryki Północnej w Chatham House

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