Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat klargestellt, dass die von US-Präsident Donald Trump verkündete zweiwöchige Waffenruhe nicht für den Libanon gilt. Damit widerspricht Israel den Angaben des pakistanischen Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif, der das Abkommen vermittelt hatte. Sharif betonte, dass die Vereinbarung alle Konfliktparteien und Gebiete, einschließlich des Libanon, umfasse.
Widerspruch zur Waffenruhe
Während Pakistan die Waffenruhe als allgemeingültig erklärt, schließt Israel Operationen im Libanon explizit aus.
Bedingungen an Teheran
Die USA fordern die sofortige Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende aller iranischen Angriffe.
Humanitäre Lage im Libanon
Seit Beginn der Kämpfe am 2. März wurden über 1.500 Menschen getötet und mehr als eine Million vertrieben.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte am 8. April 2026, dass der von US-Präsident Donald Trump angekündigte zweiwöchige Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran keine Gültigkeit für den Libanon besitze. Dies steht im direkten Gegensatz zur Position des pakistanischen Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif, der in dem Konflikt vermittelte und angab, die Waffenruhe gelte für alle beteiligten Parteien an sämtlichen Fronten. Die Vereinbarung war am Abend des 7. April in Washington bekannt gegeben worden – kaum eine Stunde vor Ablauf eines Ultimatums, das Trump dem Iran gesetzt hatte. Als Bedingung muss Teheran unverzüglich die Straße von Hormus wieder öffnen und sämtliche Angriffe gegen die USA, Israel und regionale Verbündete einstellen. Infolge der Ankündigung sanken die Ölpreise um 13 (%) — Rückgang der Ölpreise nach Bekanntgabe der Waffenruhe. Friedensverhandlungen sollen am 10. April 2026 in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad beginnen. Netanjahus Büro nimmt Libanon aus dem Abkommen ausIn einer Erklärung aus Netanjahus Büro wurde die Entscheidung Trumps, die Angriffe gegen den Iran auszusetzen, zwar unterstützt, jedoch eine klare Grenze hinsichtlich des Libanon gezogen. „Israel unterstützt die Entscheidung von Präsident Trump, die Angriffe gegen den Iran für zwei Wochen auszusetzen, unter der Bedingung, dass der Iran die Meerengen sofort wieder öffnet und alle Angriffe gegen die Vereinigten Staaten, Israel und die Länder der Region beendet. Der zweiwöchige Waffenstillstand schließt den Libanon nicht ein.” — Benjamin Netanjahu's office via Franceinfo Die israelische Regierung bekräftigte zudem ihre Position, dass der Iran keine Atomwaffen besitzen dürfe und keine Bedrohung für Israel oder die arabischen Nachbarn darstellen dürfe. Washington habe Tel Aviv versichert, dieses Ziel in den kommenden Verhandlungen weiter zu verfolgen. Laut der Zeitung Haaretz respektiert Israel die Waffenruhe gegenüber dem Iran, intern gebe es jedoch Zweifel, ob alle militärischen Ziele bereits erreicht seien. Weder die libanesische Regierung noch die Hizbollah gaben zum Abkommen bisher eine Stellungnahme ab. Pakistan besteht auf Geltung für den LibanonDie Haltung Sharifs steht in direktem Konflikt mit der israelischen Interpretation des Abkommens. Der pakistanische Regierungschef betonte, dass die Waffenruhe unmittelbar mit der Bekanntgabe in Kraft getreten sei und für alle Verbündeten gelte. „Der Waffenstillstand gilt für alle Konfliktparteien, einschließlich ihrer Verbündeten, und gilt überall, auch im Libanon.” — Shehbaz Sharif via Nasz Dziennik Trump selbst erwähnte den Libanon in seiner öffentlichen Erklärung nicht, was den geografischen Geltungsbereich im US-Text unklar lässt. Diese diplomatische Diskrepanz zwischen dem Vermittler und einer der Hauptparteien war bis zum 8. April nicht gelöst. Die IDF meldete zudem, dass kurz nach Trumps Ankündigung am 8. April Raketen aus dem Iran Richtung Israel abgefeuert wurden; es gab mehrfach Luftalarm, jedoch keine Berichte über Opfer oder Schäden. Opferzahlen im Libanon steigen während BodenoffensiveDer Konflikt im Libanon, der am 2. März 2026 nach einem Angriff der Hizbollah auf Israel begann – eine Reaktion auf US-israelische Schläge gegen den Iran am 28. Februar – hat zu hohen Opferzahlen geführt. 1.530 (getötete Menschen) — Todesopfer im Libanon seit Konfliktbeginn am 2. März laut libanesischem Gesundheitsministerium Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden mindestens 1.530 Menschen getötet, darunter 130 Kinder. Rund 1,2 Millionen Menschen im Südlibanon sind auf der Flucht. Zudem wurden über 4.800 Personen verletzt. Die israelische Armee gab an, ihre Truppen im Südlibanon an einer „vorgeschobenen Verteidigungslinie“ gegenüber der Hizbollah stationiert zu haben. Berichten zufolge strebt Israel eine Besetzung des Gebiets bis zum Litani-Fluss an. Dies wäre der sechste größere Einmarsch Israels im Libanon seit 1978. Trump bezeichnete das Abkommen unterdessen als möglichen Beginn eines „Goldenen Zeitalters“ im Nahen Osten.Die Operation „Epic Fury“, das gemeinsame Militärvorgehen der USA und Israels gegen den Iran, begann am 28. Februar 2026 und führte zum Tod von Revolutionsführer Ali Chamenei. Sein Sohn Mojtaba Chamenei wurde am 9. April zu dessen Nachfolger ernannt. Die libanesische Front wurde am 2. März eröffnet, als die pro-iranische Hizbollah Israel angriff. Israel führt seit Jahrzehnten regelmäßig Militäroperationen im Libanon durch. Wichtige Ereignisse im US-Iran-Konflikt: — ; — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Benjamin Netanyahu — Izraelski polityk, premier Izraela sprawujący urząd od 2022 roku
- Donald Trump — Amerykański polityk, 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Shehbaz Sharif — Pakistański polityk, pełniący funkcję premiera Pakistanu od 2024 roku
Sources: 9 articles
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- Zawieszenie broni nie obejmuje Libanu (Nasz Dziennik)
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- Israel backs temporary US-Iran ceasefire but says it does not include Lebanon (TheJournal.ie)