US-Präsident Donald Trump hat am 8. April 2026 eine zweiwöchige Feuerpause mit Teheran bekannt gegeben. Laut Washington ist die Übereinkunft das Resultat einer 38-tägigen Militäroffensive, welche die iranischen Offensivkapazitäten maßgeblich geschwächt haben soll. Geplante Verhandlungen unter pakistanischer Vermittlung sollen am kommenden Wochenende beginnen.
Zweiwöchiger Waffenstillstand
Präsident Trump verkündet eine bedingte Feuerpause nach 38 Tagen intensiver Luftangriffe.
Ende der Urananreicherung
Kernpunkt der Vereinbarung ist laut Trump der vollständige Stopp der iranischen Urananreicherung.
Drohung mit massiven Zöllen
Staaten, die den Iran weiterhin militärisch unterstützen, sollen mit 50-prozentigen US-Importzöllen belegt werden.
Fortgesetzte Instabilität
Trotz der Verkündung kam es im Persischen Golf zu Angriffen auf Infrastruktur in Kuwait und den Emiraten.
US-Präsident Donald Trump kündigte am 8. April 2026 einen zweiwöchigen, an Bedingungen geknüpften Waffenstillstand mit dem Iran an. Er bezeichnete diesen Schritt als „großen Tag für den Weltfrieden“ und stellte die Vereinbarung als direktes Ergebnis einer 38-tägigen Militärkampagne dar, die nach Angaben Washingtons die iranischen Offensivkapazitäten zerstört habe. Über seine Plattform Truth Social teilte Trump mit, dass der Iran zugestimmt habe, die Urananreicherung vollständig einzustellen. Zudem würden die Vereinigten Staaten mit Teheran zusammenarbeiten, um jeglichen tief vergrabenen nuklearen „Staub“ zu entfernen, der nach vorangegangenen Bombenangriffen zurückgeblieben sei. Die Waffenruhe wurde durch Pakistan vermittelt; hochrangige direkte Verhandlungen zwischen beiden Ländern sollen dort am Wochenende aufgenommen werden. Trump gab zudem bekannt, dass seine Regierung bereits Gespräche über Zoll- und Sanktionserleichterungen führe. Er erklärte, dass Teheran „viele“ der 15 Punkte seines Vorschlags bereits akzeptiert habe.
Die militärische Kampagne der USA und Israels gegen den Iran, bekannt als Operation Epic Fury, begann am 28. Februar 2026 und führte bereits bei den ersten Angriffen zum Tod des Obersten Führers Ali Khamenei. Dessen Sohn, Mojtaba Khamenei, wurde daraufhin am 9. März 2026 zum neuen Obersten Führer ernannt. Dem Konflikt vorausgegangen waren jahrelange Spannungen über das iranische Atomprogramm und die Unterstützung regionaler Stellvertretermilizen. Bereits im Juni 2025 hatte eine israelisch-iranische Konfrontation, die als „Zwölftagekrieg“ bezeichnet wird, iranische Militär- und Atomanlagen zum Ziel gehabt, bevor die breitere US-geführte Offensive einsetzte.
Nur acht Minuten nach der Bekanntgabe des Waffenstillstands veröffentlichte Trump eine separate Warnung auf Truth Social. Er drohte damit, einen 50 (Prozent) — Zoll auf Waren aus Ländern, die Waffen an den Iran liefern, einzuführen. Diese Regelung solle ohne Ausnahmen für alle Länder gelten, die militärische Rüstungsgüter an Teheran verkaufen. Verteidigungsminister Pete Hegseth, der Vorsitzende des Vereinigten Generalstabs General Dan Caine sowie die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bekräftigten öffentlich die Darstellung der Regierung als militärischen Sieg. Caine erklärte im Pentagon, die US-Streitkräfte hätten drei von Trump gesetzte Ziele erreicht: die Zerstörung der iranischen Raketen- und Drohnenkapazitäten, die Versenkung der Marine und die Demontage der Rüstungsindustrie. Trump bestätigte zudem, dass Vizepräsident JD Vance aus Sicherheitsgründen nicht an den Verhandlungen in Pakistan teilnehmen werde. „Die Vereinigten Staaten werden eng mit dem Iran zusammenarbeiten, der sich nach unserer Einschätzung in einem sehr produktiven Regimewechsel befindet! Es wird keine Urananreicherung mehr geben, und die USA werden in Zusammenarbeit mit dem Iran allen tief vergrabenen nuklearen 'Staub' (B-2 Bomber) ausheben und entfernen.” — Donald Trump via SAPO
Washingtons Siegeserzählung stößt auf SkepsisDie Darstellung des Weißen Hauses stieß bei Analysten und unabhängigen Beobachtern unmittelbar auf Zweifel. Der Forscher Hisham Bustani vom Zentrum für internationale Studien der Sciences Po in Paris erklärte gegenüber RTVE Noticias, dass „keines“ der US-Ziele erreicht worden sei: Ein Regimewechsel habe nicht stattgefunden, der Iran habe seine Waffenkapazitäten nicht vollständig eingebüßt und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus sei nicht bedingungslos erfolgt. „Angesichts der Tatsache, dass die Vereinigten Staaten einen Waffenstillstand ohne erkennbare vorherige Verhandlungen mit dem Iran verkündet haben, könnten all diese Faktoren als iranischer Sieg interpretiert werden.” — Hisham Bustani via RTVE.es Der pensionierte spanische Admiral Juan Rodríguez Garat bot gegenüber LaSexta eine andere Analyse an: Beide Seiten seien an den Verhandlungstisch gezwungen worden, da „keine der Parteien über die militärischen Mittel verfügt, den Krieg fortzusetzen“ – den USA seien die Ziele ausgegangen, während der Iran seine Raketenvorräte fast erschöpft habe. RTVE Noticias merkte an, dass Washington als Verhandlungsgrundlage den eigenen 10-Punkte-Gegenentwurf des Iran nutzte, was im Widerspruch zur offiziellen Siegeserzählung der Regierung stehe.
Fragile Waffenruhe inmitten anhaltender Angriffe im GolfTrotz der Ankündigung blieb die Lage in den ersten Stunden der Feuerpause instabil. Kuwait meldete laut RFI eine „intensive Angriffswelle“ durch den Iran, die Öl-Anlagen, Kraftwerke und Entsalzungsanlagen beschädigte. Auch aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde Raketen- und Drohnenbeschuss gemeldet. Der Iran erklärte, diese Angriffe seien eine Reaktion auf frühere Bombardierungen seiner eigenen Ölinfrastruktur. JD Vance warnte öffentlich vor der Fragilität des Waffenstillstands, während die iranischen Revolutionsgarden erklärten, sie hielten den „Finger am Abzug“ und hätten „kein Vertrauen“ in Washingtons Versprechen. Zwar passierten nach der Ankündigung zwei Schiffe die Straße von Hormus, das gegenseitige Misstrauen bleibt jedoch offensichtlich. Das Weiße Haus räumte ein, dass die öffentlichen Erklärungen Teherans nicht immer mit der Kommunikation über diskrete diplomatische Kanäle übereinstimmten, was die Unsicherheit über die Dauer der Waffenruhe unterstreicht.
Wichtige Ereignisse: US-Iran-Konflikt und Waffenstillstand: — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Donald Trump — Prezydent Stanów Zjednoczonych
- J. D. Vance — 50. wiceprezydent Stanów Zjednoczonych
- Pete Hegseth — 29. sekretarz obrony Stanów Zjednoczonych
- Dan Caine — 22. przewodniczący Połączonych Szefów Sztabów
- Karoline Leavitt — 36. rzeczniczka prasowa Białego Domu
- Juan Rodríguez Garat — Emerytowany admirał floty
Sources: 18 articles
- Trump frena al borde del desastre y vende la tregua como un triunfo (ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL)
- Garat cree que Irán y EEUU han alcanzado un acuerdo porque "ninguno tiene medios militares reales para continuar la guerra" (LaSexta)
- Trump garante que Irão vai parar enriquecimento de urânio e fala em "estreita colaboração" entre Washington e Teerão (SAPO)
- Trump estudia alçar sancions a l'Iran si cessa amb l'enriquiment... (europa press)
- Trump tira de épica para justificar un alto el fuego que no sabe a triunfo para EE.UU. (RTVE.es)
- Trump amenaza con un arancel del 50% a los países que suministren... (europa press)
- Trump anuncia que Irán ya no enriquecerá uranio y que removerán el existente (RFI)
- Trump: aranceles del 50 % a países que manden armas a Irán (Deutsche Welle)
- Waffenruhe zwischen Iran und USA: USA wollen verschüttetes Uran gemeinsam mit dem Iran bergen (ZEIT ONLINE)
- "Il n'y aura aucune exception ni dérogation!": Trump menace de 50% de droits de douane les pays qui "fournissent des armes" à l'Iran (BFMTV)