Die Vereinigten Staaten und der Iran haben am 7. April 2026 ein Abkommen über eine zweiwöchige Waffenruhe geschlossen. Die Einigung erfolgte nur knapp eine Stunde vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump, in dem dieser mit der Zerstörung der Islamischen Republik gedroht hatte. Als zentraler Bestandteil der Vereinbarung gilt die Wiederöffnung der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus.

Zweiwöchige Waffenruhe

Die USA und der Iran haben sich kurz vor Ablauf eines US-Ultimatums auf eine 14-tägige Kampfpause geeinigt.

Wiederöffnung von Hormus

Die strategisch wichtige Seestraße von Hormus soll für den Schiffsverkehr unter iranischer Aufsicht wieder geöffnet werden.

Verhandlungen in Pakistan

Offizielle Friedensgespräche zwischen den Konfliktparteien sollen am 10. April in Islamabad beginnen.

Die Vereinigten Staaten und der Iran haben am 7. April 2026 eine zweiwöchige Waffenruhe vereinbart. Die Einigung kam kaum eine Stunde vor Ablauf eines Ultimatums zustande, in dem US-Präsident Donald Trump mit der Zerstörung der Islamischen Republik gedroht hatte. Trump gab die Aussetzung der amerikanischen Angriffe über sein Netzwerk Truth Social bekannt und verwies auf die Vermittlung Pakistans, das um zusätzlichen Zeitaufwand gebeten habe. Eine entscheidende Bedingung des Waffenstillstands ist die Wiederöffnung der Straße von Hormus, die seit Beginn des Konflikts am 28. Februar 2026 faktisch blockiert war. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi bestätigte, dass Teheran die sichere Durchfahrt durch das Gewässer garantieren werde, präzisierte jedoch, dass das iranische Militär die täglichen Schiffsbewegungen weiterhin überwachen und kontrollieren werde. Formelle Verhandlungen zwischen beiden Seiten sollen am Freitag, den 10. April, in Islamabad unter pakistanischer Vermittlung beginnen. Trump spricht von Gesamtsieg, Analysten sehen erzwungenen KompromissTrump bezeichnete das Abkommen auf Truth Social als „vollständigen und totalen Sieg“ für die Vereinigten Staaten und erklärte, es sei ein „großer Tag für den Weltfrieden“. Zudem kündigte er an, Washington werde in der kommenden Zeit mit dem Iran über die „Lockerung von Zöllen und Sanktionen“ beraten. „Ein vollständiger und totaler Sieg. 100 Prozent. Daran gibt es keinen Zweifel.” — Donald Trump via AFP Analysten und ehemalige Militärvertreter äußerten sich hingegen deutlich zurückhaltender. General Dominique Trinquand, ehemals Leiter der französischen Militärmission bei den Vereinten Nationen, beschrieb Trumps Vorgehen als klassische „Madman-Strategie“ – eine extreme verbale Eskalation, um vor einem Einlenken Druckmittel zu erzeugen. „Wir haben es mit einem erzwungenen Kompromiss zu tun, der als Erfolg dargestellt wird, während derzeit eher die Iraner gewinnen.” — Dominique Trinquand via La Libre.be Raoul Delcorde, Honorarbotschafter Belgiens und Professor für internationale Beziehungen an der UCLouvain, verwies auf den Druck der Weltgemeinschaft und des US-Militärapparats. Ein vollständiger Bodenkrieg gegen den Iran wäre innenpolitisch kaum vermittelbar gewesen. Irans Zehn-Punkte-Plan lässt Kernfragen offenTeheran legte einen Friedensplan mit zehn Punkten vor, den Trump als „tragfähige Basis“ für Verhandlungen bezeichnete. Die Inhalte verdeutlichen jedoch die Tiefe der Differenzen. Laut der persischsprachigen Fassung der staatlichen iranischen Medien – die von der bei den Vereinten Nationen verteilten englischen Kopie abweicht – fordert der Iran die Beibehaltung der Kontrolle über die Straße von Hormus, das Recht auf Urananreicherung, die Aufhebung primärer und sekundärer Sanktionen sowie den Abzug der US-Truppen aus dem Nahen Osten. Washington hat diese Bedingungen bisher nicht akzeptiert. Trump bekräftigte zudem seinen Vorwurf, der Iran reiche Uran für Kernwaffen an, was Teheran bestreitet und auch von der Internationalen Atomenergie-Organisation nicht bestätigt wird. Das aktuelle Abkommen enthält keine neuen Verpflichtungen für Irans Atomprogramm oder Raketentests. Der Nahost-Experte Jean-Paul Chagnollaud betonte, der Krieg habe Irans Verhandlungsposition letztlich gestärkt. „Wir befinden uns in Verhandlungen wie vor dem Krieg, nur dass die Iraner jetzt mehr Trümpfe in der Hand halten, angefangen bei der Hormus-Frage.” — Jean-Paul Chagnollaud via RTSDie militärische Kampagne der USA und Israels gegen den Iran, bekannt als Operation Epic Fury, begann am 28. Februar 2026 aufgrund von Vorwürfen über ein iranisches Atomwaffenprogramm. Bei den ersten Angriffen wurde das geistliche Oberhaupt Ali Khamenei getötet; sein Sohn Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 zu seinem Nachfolger ernannt. Die Blockade der Straße von Hormus seit Kriegsbeginn belastete die Energiemärkte schwer. Berichten zufolge flog die Allianz etwa 13.000 Angriffe, während der Iran mit asymmetrischer Kriegführung und Cyberattacken reagierte. Libanon-Streit belastet regionale Reichweite der WaffenruheUnmittelbar nach der Ankündigung entstand Streit darüber, ob die Waffenruhe auch für den Libanon gilt. Israel erklärte ausdrücklich, dass das Abkommen den Libanon nicht umfasse, und setzte seine Militäroperationen dort fort. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif widersprach dem und betonte, die Waffenruhe gelte für die gesamte Region. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden seit Beginn der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah am 2. März zahlreiche Menschen bei israelischen Angriffen getötet. Die libanesische Armee forderte die Zivilbevölkerung auf, vorerst nicht in den Süden zurückzukehren. Peer de Jong, ehemaliger Oberst, bezeichnete die Waffenruhe eher als „taktische Pause“ denn als strategische Wende, da auf US-Seite kein klares militärisches Ergebnis vorliege. Die Finanz- und Ölmärkte reagierten dennoch positiv auf die Entspannung.Krieg zwischen den USA und dem Iran – Wichtige Ereignisse: — ; — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
  • Abbas Araghchi — Minister spraw zagranicznych Iranu od sierpnia 2024 r.
  • Jean-Paul Chagnollaud — Ekspert w Instytucie Badań nad Morzem Śródziemnym i Bliskim Wschodem

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