Nach 40-tägigen Kämpfen, die die globalen Energiemärkte destabilisierten, hat Pakistan am Dienstagabend eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran vermittelt. Die Einigung erfolgte nur wenige Stunden vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump. Er hatte zuvor über den Dienst Truth Social mit der vollständigen Zerstörung der iranischen Zivilisation gedroht, sollte die Schifffahrt im Persischen Golf blockiert bleiben.
Zweiwöchige Waffenruhe vereinbart
Pakistan vermittelte erfolgreich zwischen Washington und Teheran, um die 40-tägigen Kämpfe zu unterbrechen.
Trumps Ultimatum und Drohungen
Der US-Präsident drohte unmittelbar vor der Einigung mit der vollständigen Zerstörung der iranischen Zivilisation.
Kontrolle über die Straße von Hormus
Trotz militärischer Schwächung fungiert der Iran weiterhin als faktischer Wächter der wichtigsten Öl-Schifffahrtsroute.
Verhandlungen in Islamabad
Am 11. April sollen Gespräche über eine dauerhafte Lösung beginnen, wobei die iranischen Forderungen als Hürde gelten.
Pakistan hat am Dienstagabend, dem 7. April 2026, eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran vermittelt. Damit wurden die seit 40 (Tagen) — Dauer des USA-Iran-Krieges vor der Waffenruhe andauernden Kämpfe unterbrochen, welche die Weltmärkte erschütterten und die Sorge vor einem regionalen Flächenbrand schürten. Die Vereinbarung wurde nur Stunden vor einer von Präsident Donald Trump gesetzten Frist erzielt. Trump hatte am Dienstagmorgen via Truth Social gedroht, dass „heute Abend eine ganze Zivilisation sterben wird, die nie wieder zurückkehren wird“, falls der Iran die Straße von Hormus nicht wieder freigeben würde. Im Rahmen des Abkommens stellten beide Seiten Raketen- und Luftangriffe ein. Der Iran erklärte sich bereit, die Meerenge vorübergehend für die Schifffahrt zu öffnen. Unterhändler beider Staaten werden voraussichtlich am Samstag, dem 11. April 2026, in Islamabad zusammenkommen. Laut Al Jazeera umfasst die Waffenruhe ausdrücklich den Zehn-Punkte-Friedensplan des Iran. Während beide Seiten den Sieg für sich beanspruchten, äußerten Analysten und Kritiker sehr unterschiedliche Einschätzungen zu den Ergebnissen des Konflikts. Iran behält Kontrolle über Hormus – Analysten hinterfragen US-ErfolgeTrotz Trumps Behauptung eines entscheidenden militärischen Sieges sehen Analysten den Iran zwar militärisch geschwächt, aber strategisch gefestigt. Teheran behalte die faktische Kontrolle über die Straße von Hormus sowie seine Vorräte an hochangereichertem Uran. Vor dem Krieg hatte der Iran die Meerenge überwacht und gelegentlich Schiffe abgefangen, jedoch keine vollständige Kontrolle beansprucht. Laut Reuters fungiert Teheran nun als faktischer Wächter der Route und entscheidet selektiv über die Durchfahrt und deren Bedingungen. Es gibt zudem Hinweise, dass der Iran Gebühren für die sichere Passage erheben möchte. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte auf einer Pressekonferenz, Washington habe einen entscheidenden Sieg errungen und das iranische Raketenprogramm funktionell zerstört. Er fügte hinzu, dass die USA Spezialeinheiten entsenden könnten, um spaltbares Material zu beschlagnahmen, falls dies notwendig sei. Der Analyst für politische Risiken, Ian Bremmer, sagte gegenüber Reuters, Trump wisse, dass „der Krieg nicht gut läuft“. Die Waffenruhe spiegele einen Konflikt wider, der seine erklärten Ziele verfehlt habe. Der Nahost-Experte Fawaz Gerges äußerte sich in seiner Einschätzung noch deutlicher.„„Dieser Krieg wird als Trumps schwerwiegende strategische Fehlkalkulation in Erinnerung bleiben. Eine, deren Folgen die Region in unbeabsichtigter Weise verändert haben.“” — Fawaz Gerges via ReutersDie iranische Führung behalte im Inland die Kontrolle, obwohl die Wirtschaft am Boden liege und große Teile der Infrastruktur durch amerikanische und israelische Angriffe zerstört seien, so Reuters. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran, von Washington als „Operation Epic Fury“ und von Teheran als „Wahres Versprechen 4“ bezeichnet, begann am 28. Februar 2026. Er folgte einer strategischen Doktrin, die israelische Planer als „Nullstellung von Bedrohungen“ nach dem Angriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 beschrieben. Die USA stellten die militärischen Kapazitäten, während Israel die strategische Begründung lieferte. Laut Al Jazeera verfügte keines der Länder über ein Mandat des UN-Sicherheitsrates oder berief sich auf das Selbstverteidigungsrecht nach Artikel 51 der UN-Charta. Die Sperrung der Straße von Hormus – durch die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gasvorräte fließt – führte zu einer der schwersten Energieunterbrechungen seit Jahrzehnten, deren Auswirkungen in Tokio, Berlin und São Paulo spürbar waren. Irans Oberster Führer Ali Chamenei wurde bei den ersten Angriffen am 28. Februar 2026 getötet; sein Sohn Mojtaba Chamenei wurde am 9. März 2026 zu seinem Nachfolger ernannt.Trumps Drohung mit Vernichtung verunsichert Verbündete und MilitärTrumps Beitrag auf Truth Social am Dienstagmorgen – in dem er mit der Vernichtung einer ganzen Zivilisation drohte – löste sofortige Verurteilung aus. Es entbrannte eine Debatte darüber, ob diese Sprache die UN-Völkermorddefinition erfülle. Experten betonten gegenüber Reuters, dass solche Drohungen als Kriegsverbrechen gewertet werden könnten. Jon Alterman vom Zentrum für strategische und internationale Studien sagte, Trump sei in der Falle seiner eigenen Hyperbeln gefangen. Die Zerstörung der iranischen Zivilisation sei keine realistische Option, und allein der Anschein eines solchen Versuchs hätte massive Kosten verursacht.„„Der Präsident war in seiner eigenen rhetorischen Übersteigerung gefangen. Er hätte die iranische Zivilisation nicht zerstören können, und die Kosten, es auch nur zu versuchen, wären gewaltig gewesen.“” — Jon Alterman via ReutersDie Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bestritt am Mittwoch, dass Trump eingelenkt habe. Seine Wortwahl sei Teil seines „harten Verhandlungsstils“, und die Welt solle „sein Wort sehr ernst nehmen“. Ein republikanischer Abgeordneter sagte Reuters, der „Überraschungseffekt lasse nach“, und verwies auf Trumps Muster, nach harten Drohungen Kehrtwenden zu vollziehen. Die Journalisten Tom Nichols und Nancy Youssef merkten im „Radio Atlantic“-Podcast an, dass Trumps Worte – ungeachtet dessen, ob sie ein Bluff waren – das Ansehen der USA bereits nachhaltig beschädigt hätten. Brüchige Waffenruhe und wirtschaftliche Folgen für die GolfstaatenDie Dauerhaftigkeit der Waffenruhe wurde bereits kurz nach der Bekanntgabe angezweifelt. Laut New York Times und The Atlantic setzten israelische Raketen ihre Angriffe auf Ziele im Libanon fort, woraufhin iranische Staatsmedien meldeten, die Meerenge sei erneut geschlossen worden. Der Zehn-Punkte-Plan des Iran fordert unter anderem den Abzug der USA aus der Region, Reparationszahlungen sowie die Anerkennung des Rechts auf Urananreicherung. Analysten halten es für unwahrscheinlich, dass Washington oder die arabischen Golfstaaten diese Bedingungen akzeptieren werden. Der Iran hat zudem Ölförderanlagen in Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen. Laut Bloomberg kostete der Krieg die US-Steuerzahler bereits zweistellige Milliardenbeträge; Schätzungen gehen von Gesamtkosten bis zu 100 (Milliarden USD) — geschätzte Obergrenze der US-Kriegskosten aus. Über 22 Millionen Menschen leben laut Bloomberg in der Nähe der Angriffsflächen, tausende Iraner kamen ums Leben. Angesichts der ungeklärten Lage an der Straße von Hormus und der gegensätzlichen Positionen bleibt der Weg zu einer dauerhaften Lösung ungewiss.Wichtige Momente der Waffenruhe im USA-Iran-Krieg: — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Donald Trump — Prezydent Stanów Zjednoczonych
- Pete Hegseth — 29. Sekretarz Obrony Stanów Zjednoczonych
- Ian Bremmer — Amerykański politolog i prezes Eurasia Group
- Fawaz Gerges — Libańsko-amerykański naukowiec i autor, ekspert ds. Bliskiego Wschodu
- Jon Alterman — Dyrektor Programu Bliskowschodniego w Centrum Studiów Strategicznych i Międzynarodowych
Sources: 47 articles
- Opinion | How Trump could still get a strategic win from the Iran war (Washington Post)
- How to defeat Trump every time | Robert Reich (The Guardian)
- America's war on Iran has changed the Middle East -- for the worse (The Economist)
- What Will End the War? (The New York Times)
- Una tregua inestable en Irán (The New York Times)
- Trump Is Wishcasting Victory in Iran (The Atlantic)
- Trump Got Schooled by Iran. He'll Never Learn (Bloomberg Business)
- Opinion | Trump Is Tearing at the Soul of the Military (The New York Times)
- Opinion | Twists and Turns in the Iran War (The New York Times)
- Opinion | No, Iran Isn't Winning the War (The New York Times)