Nur einen Tag nach Bekanntgabe einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA, Israel und Iran ist das Abkommen am Mittwoch durch schwere Kämpfe erschüttert worden. Israel flog die intensivsten Angriffe auf den Libanon seit Kriegsbeginn, während Teheran als Reaktion die strategisch wichtige Straße von Hormus erneut teilweise sperrte. Die Verhandlungen in Islamabad am Freitag stehen nun unter extremem Druck.

Bruch der Waffenruhe im Libanon

Israel führt den schwersten Luftschlag des Krieges gegen libanesisches Territorium aus, während Uneinigkeit über die Geltungskraft des Abkommens besteht.

Blockade der Straße von Hormus

Teheran reagiert auf die Angriffe mit der erneuten teilweisen Sperrung der strategischen Seestraße und gefährdet den globalen Ölhandel.

Diplomatische Bemühungen in Pakistan

Trotz der Eskalation planen beide Seiten Treffen in Islamabad, wobei die US-Delegation hochrangig mit Vizepräsident Vance besetzt ist.

Am Dienstagabend, den 7. April 2026, wurde eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran angekündigt, die jedoch bereits am Mittwoch zu massiven diplomatischen und militärischen Verwerfungen führte. Israel startete die bisher schwersten Angriffe auf den Libanon innerhalb eines einzigen Tages seit Kriegsbeginn, wobei nach Angaben libanesischer Gesundheitsbehörden mindestens 254 Menschen getötet und 1.165 verwundet wurden. Kern des Streits ist die Frage, ob der Libanon Teil des Abkommens ist: Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif, der als Vermittler fungierte, erklärte ausdrücklich, dass die Waffenruhe den Libanon und „weitere Orte“ umfasse, während sowohl die USA als auch Israel dieser Auslegung nur Stunden nach der Bekanntgabe widersprachen. Iran reagierte mit der teilweisen erneuten Schließung der Straße von Hormus, deren Öffnung Teheran zuvor zugestimmt hatte. Die Angriffe auf den Libanon – laut Berichten 100 Ziele in nur zehn Minuten – konzentrierten sich auf Beirut sowie den Süden und Osten des Landes. Israel begründete die Operationen als Vorgehen gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz. Es wird spekuliert, dass kein schriftliches, von allen Seiten unterzeichnetes Dokument vorliegt; CNN vermutet ein rein mündliches Abkommen, was den Beteiligten Raum für widersprüchliche Interpretationen lässt. Iran sperrt Hormus erneut und warnt Washington vor WidersprüchenIrans stellvertretender Außenminister Saeed Khatibzadeh richtete in einem BBC-Interview eine deutliche Botschaft an Washington und sprach von einem grundlegenden Widerspruch in der US-Politik. „Man kann nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen” — Saeed Khatibzadeh via SAPO, sagte Khatibzadeh. Die USA könnten nicht zum Waffenstillstand aufrufen, während ihr Verbündeter Israel ein „Massaker“ auf libanesischem Boden anrichte. Krieg und Frieden seien Entscheidungen, die sich gegenseitig ausschlössen. Bezüglich der Straße von Hormus betonte er, Iran werde die Sicherheit der Durchfahrt garantieren, knüpfte die vollständige Öffnung jedoch an den Abzug der „amerikanischen Aggression“. Ursprünglich sollte die Wasserstraße gegen Transitgebühren geöffnet werden, um Teheran eine neue Einnahmequelle zu sichern. 254 (Todesopfer) — Libanesische Todesopfer nach den israelischen Angriffen vom 8. April Zudem gab Teheran den Abschuss zweier israelischer Drohnen im iranischen Luftraum bekannt und wertete dies als weiteren Bruch der Vereinbarung. Vance spricht von Missverständnis und reist nach IslamabadUS-Vizepräsident JD Vance, der die amerikanische Delegation bei den Gesprächen am Freitag, den 10. April, in Islamabad leiten wird, tat den libanesischen Disput als „Missverständnis“ ab. Der Libanon sei nie Teil der US-Definition der Waffenruhe gewesen. „Wenn Iran diese Verhandlungen wegen des Libanon scheitern lassen will – einem Land, das sie nichts angeht und das nach Ansicht der USA nie Teil der Waffenruhe war –, dann ist das letztlich ihre Entscheidung” — JD Vance via Deutsche Welle, so Vance. Er wies zudem Berichte über konkurrierende 10-Punkte-Pläne zurück und erklärte, einer der kursierenden Entwürfe sei vermutlich „von ChatGPT geschrieben“ und sofort verworfen worden. Die offizielle US-Delegation wird neben Vance auch den Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner umfassen. Präsident Donald Trump kündigte auf Truth Social an, dass alle US-Truppen und Waffensysteme in der Region in Alarmbereitschaft bleiben, bis die Vereinbarung vollständig umgesetzt sei. Für den Fall eines Scheiterns drohte er mit der „größten und stärksten Schlacht aller Zeiten“, hielt dieses Szenario jedoch für unwahrscheinlich.Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran eskalierte am 28. Februar 2026 mit der amerikanisch-israelischen Offensive „Operation Epic Fury“ während laufender Atomverhandlungen. Nach dem Tod des Obersten Führers Ali Khamenei übernahm dessen Sohn Mojtaba am 9. März 2026 die Führung. Iran forderte bereits seit Ende März die Einbeziehung des Libanon in jegliche Friedenslösung. Irans Parlament nennt Gespräche irrational, Delegation reist dennochTrotz der Spannungen reiste die iranische Delegation am Mittwochabend nach Islamabad. Botschafter Reza Amiri Moqadam erklärte, man werde ernsthafte Gespräche auf Basis des iranischen 10-Punkte-Plans führen, trotz der „wiederholten Verletzungen durch das israelische Regime“. Teherans Forderungen umfassen die Öffnung der Straße von Hormus, den Abzug von US-Kampftruppen, die Aufhebung aller Sanktionen und eine bindende UN-Sicherheitsratsresolution. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf kritisierte auf X, die Grundlage für Verhandlungen sei durch die Angriffe im Libanon, Drohnenflüge und die US-Haltung zur Urananreicherung bereits zerstört. Pakistans Premier Sharif räumte Verstöße gegen die Waffenruhe ein und mahnte zur Zurückhaltung. Die Verhandlungen am Freitag wären der erste direkte Hochkontakt seit der Ankündigung, wobei eine Teilnahme von Präsident Masoud Pezeshkian informell an die Einhaltung der Waffenruhe auch im Libanon geknüpft sein soll.Krise der Waffenruhe — Schlüsselereignisse: — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
  • Benjamin Netanyahu — Premier Izraela
  • Shehbaz Sharif — Premier Pakistanu od 2024 roku
  • Saeed Khatibzadeh — Wiceminister spraw zagranicznych Iranu
  • Mohammad Bagher Ghalibaf — Przewodniczący parlamentu Iranu od 2020 roku
  • JD Vance — 50. wiceprezydent Stanów Zjednoczonych
  • Steve Witkoff — Specjalny wysłannik USA na Bliski Wschód i ds. misji pokojowych od 2025 roku
  • Jared Kushner — Amerykański biznesmen i zięć Donalda Trumpa
  • Mark Rutte — 14. sekretarz generalny NATO od października 2024 roku
  • Emmanuel Macron — Prezydent Francji od maja 2017 roku

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