US-Präsident Donald Trump hat kurz vor Ablauf eines Ultimatums eine zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran bekannt gegeben. Die Einigung sieht die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor und wurde unter Vermittlung Pakistans erzielt.
Zweiwöchige Waffenruhe
Präsident Trump verkündet überraschende Waffenpause kurz vor Ablauf seines Ultimatums gegen den Iran.
Vermittlung durch Pakistan
Premierminister Sharif und Armeechef Munir ermöglichten das Abkommen; Verhandlungen starten am Freitag in Islamabad.
Unklarheit über Libanon
Während Pakistan und die Hisbollah von einer regionalen Waffenruhe ausgehen, schließt Israel Operationen im Libanon bisher aus.
Forderungen Teherans
Der Iran fordert die Aufhebung aller Sanktionen und den Abzug von US-Truppen als Bedingung für dauerhaften Frieden.
US-Präsident Donald Trump hat am 8. April 2026 eine zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran verkündet. Die Ankündigung erfolgte weniger als zwei Stunden vor Ablauf einer von ihm gesetzten Frist: Teheran sollte die Straße von Hormus wieder freigeben oder mit massiven Angriffen auf die zivile Infrastruktur rechnen. Vermittelt wurde das Abkommen durch den pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif und Feldmarschall Asim Munir, den Chef des pakistanischen Armeestabs. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte, Teheran werde Gegenangriffe einstellen und eine sichere Passage durch die Meerenge gewährleisten, sofern die Angriffe gegen den Iran aufhörten. Sharif gab über den Kurznachrichtendienst X bekannt, iranische und US-amerikanische Delegationen für Freitag zu formellen Verhandlungen nach Islamabad eingeladen zu haben. Die Finanzmärkte reagierten mit deutlicher Entlastung; während die Ölpreise sanken, legten die Aktienkurse zu und der Dollar gab nach. Erst am Dienstag hatte Trump gewarnt, dass „heute Nacht eine ganze Zivilisation sterben wird“, falls seine Forderungen nicht erfüllt würden, womit die Waffenruhe eine plötzliche Kehrtwende darstellt. Israel setzt Operationen im Libanon fort – Hisbollah hält dennoch inneDie geografische Reichweite der Waffenruhe sorgte umgehend für Unstimmigkeiten. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu betonte am Mittwochmorgen, dass der Pakt den Libanon nicht einschließe und die israelischen Boden- und Luftoperationen gegen die Hisbollah fortgesetzt würden. Ungeachtet dessen berichteten Reuters-Informanten aus dem Umfeld der Hisbollah, dass die Gruppe in den frühen Morgenstunden das Feuer auf Nordisrael und israelische Truppen im Libanon eingestellt habe. Pakistans Premier Sharif hatte zuvor öffentlich erklärt, die zweiwöchige Waffenruhe gelte für die gesamte Region, einschließlich des Libanon. Das israelische Militär bestätigte die Aussetzung der Angriffe gegen den Iran und befinde sich in „maximaler Verteidigungsbereitschaft“, erließ jedoch zeitgleich neue Evakuierungsaufforderungen für eine südlibanesische Stadt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete den Einbezug des Libanon als „unverzichtbar“ und forderte eine Wiederbelebung des Friedensprozesses unter Beteiligung der USA und Frankreichs. Die libanesische Armee riet vertriebenen Familien derweil von einer Rückkehr ab und verwies auf anhaltende Angriffe sowie Blindgänger. Teheran beansprucht Sieg für sich und bleibt wachsamDer iranische Oberste Nationale Sicherheitsrat bewertete die Waffenruhe laut dem staatlichen Sender Press TV als „historische und vernichtende Niederlage“ für die USA und Israel. Washington sei gezwungen gewesen, einen iranischen Zehn-Punkte-Vorschlag zu akzeptieren. Dieser sieht neben einem dauerhaften Waffenstillstand die Aufhebung aller Sanktionen, die iranische Kontrolle über die Straße von Hormus, die Anerkennung der Urananreicherung sowie den Abzug von US-Kampftruppen aus der Region vor. Gleichzeitig warnte der Rat, man habe den „Finger am Abzug“ und betonte das „totale Misstrauen“ gegenüber Washington. In Teheran kam es nach der Bekanntgabe zu Feierlichkeiten, nachdem zuvor noch Menschenketten zum Schutz von Energieanlagen gebildet worden waren. Der Oberste Führer Mojtaba Khamenei, der das Amt im März 2026 übernahm, hat sich bislang nicht persönlich geäußert. Der dänische Reederei-Riese Maersk begrüßte die Nachricht, gab jedoch zu bedenken, dass die maritime Sicherheit noch nicht vollständig gewährleistet sei.Die militärische Kampagne der USA und Israels gegen den Iran mit dem Namen „Operation Epic Fury“ begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen, bei denen Ali Khamenei getötet wurde. Am 2. März 2026 brach laut Reuters ein neuer Krieg zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon aus. Der Konflikt weitete sich innerhalb von sechs Wochen auf fast ein Dutzend Länder aus.Wichtige Ereignisse bis zur Waffenruhe: — ; — ; — ; — Europa begrüßt Deeskalation und plant SchutzmissionEU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte die Vereinbarung als „dringend benötigte Deeskalation“ und dankte Pakistan für die Vermittlung. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sah in dem Abkommen einen Raum für Diplomatie nach Wochen der Eskalation. Präsident Macron kündigte an, dass Frankreich mit rund 15 Partnern eine Verteidigungsmission für die Straße von Hormus plane, um den Schiffsverkehr wieder zu ermöglichen. 20 (Prozent) — Anteil des weltweiten Rohölhandels, der die Straße von Hormus passiert Der Krieg hat nach Regierungsangaben in der sechsten Woche bereits über 5.000 Todesopfer gefordert, darunter mehr als 1.600 Zivilisten im Iran. Der iranische Vorschlag für die Gespräche in Islamabad enthält Bedingungen, die Washington bisher abgelehnt hatte, wie den Abzug US-amerikanischer Truppen aus dem Nahen Osten. „„Ich danke Pakistan für die Vermittlungsarbeit. Jetzt ist es von grundlegender Bedeutung, dass die Verhandlungen fortgesetzt werden, um eine dauerhafte Lösung für diesen Konflikt zu finden.“” — Ursula von der Leyen via Deutsche Welle„„Die Bombardierungen und die Besetzung des Landes durch Israel können keine dauerhafte Antwort für den Libanon sein, der aus meiner Sicht nicht von der Waffenruhe ausgeschlossen werden darf.“” — Emmanuel Macron via eldiario.es
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Shehbaz Sharif — premier Pakistanu
- Asim Munir — pierwszy szef Sił Obrony Pakistanu i 11. szef sztabu armii
- Abbas Araghchi — minister spraw zagranicznych Iranu
- Mojtaba Khamenei — trzeci Najwyższy Przywódca Iranu
- Benjamin Netanyahu — premier Izraela
- Emmanuel Macron — prezydent Francji
- Ursula von der Leyen — przewodnicząca Komisji Europejskiej
- Kaja Kallas — wysoki przedstawiciel Unii do spraw zagranicznych i polityki bezpieczeństwa
Sources: 51 articles
- El papel de Pakistán, pieza clave en el acuerdo de alto el fuego entre EE.UU. e Irán (ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL)
- ¿Cuáles son los 10 puntos que Irán pide a EE.UU. para la paz? (LaVanguardia)
- Doce horas al borde del abismo con Irán: así esquivó el mundo la "muerte de una civilización" (La Razón)
- Macron exige que el alto al fuego incluya al Líbano (eldiario.es)
- Israel anuncia la suspensión de sus ataques contra Irán y asegura... (europa press)
- Albares ve "esperanza" en la tregua pero advierte que la paz está "lejos" y pide que cese también el fuego en Líbano (RTVE.es)
- Pakistán invita a Irán y EEUU a negociar un "acuerdo definitivo" en Islamabad el viernes (eldiario.es)
- Guerra en Irán, en directo: ataques de Estados Unidos e Israel y últimas noticias sobre Trump y el alto el fuego hoy (ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL)
- La UE celebra el alto el fuego entre EE. UU. e Irán (Deutsche Welle)
- Sánchez, sobre el alto el fuego en Oriente Medio: "El alivio momentáneo no puede hacernos olvidar las vidas perdidas" (La Razón)