Das US-Finanzministerium hat die amtierende venezolanische Präsidentin Delcy Rodríguez am 1. April 2026 von seiner Liste sanktionierter Personen gestrichen. Dieser Schritt gilt als deutliches Signal für die rasche Annäherung zwischen Washington und Caracas nach der Festnahme von Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte im Januar. Die Streichung ermöglicht Rodríguez theoretisch wieder die Verfügungsgewalt über Vermögenswerte unter US-Jurisdiktion.
Sanktionen aufgehoben
Delcy Rodríguez wurde vom US-Finanzministerium von der schwarzen Liste (SDN) gestrichen, was ihr Finanztransaktionen in den USA ermöglicht.
Diplomatische Neuausrichtung
Nach der Festnahme Maduros im Januar haben die USA und Venezuela ihre diplomatischen Beziehungen wiederhergestellt und die Botschaft in Caracas eröffnet.
Wirtschaftliche Reformen
Die amtierende Präsidentin Rodríguez öffnet den Öl- und Bergbausektor für private Investoren, was die Zusammenarbeit mit Washington stärkt.
Maduros Status
Der ehemalige Präsident Nicolás Maduro verbleibt in US-Haft in New York und sieht sich schweren strafrechtlichen Vorwürfen gegenüber.
Das US-Finanzministerium hat die venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodríguez am 1. April 2026 von der SDN-Liste gestrichen. Dies ist das jüngste Anzeichen für eine deutliche Verbesserung der Beziehungen zwischen Washington und Caracas. Die zuständige Behörde OFAC aktualisierte ihre Webseite entsprechend und entfernte zwei Einträge auf den Namen Rodríguez aus dem Jahr 2018. Die Politikerin war während der ersten Amtszeit von Donald Trump sanktioniert worden. Auch wenn der allgemeine Sanktionsrahmen gegen Venezuela bestehen bleibt, kann Rodríguez nun ohne die bisherigen Beschränkungen für Transaktionen im US-Raum agieren. Die Entscheidung erfolgte knapp drei Monate nach einer US-Militäroperation am 3. Januar 2026 mit dem Codenamen Operation Absolute Resolve. In deren Verlauf nahmen US-Eliteeinheiten in Caracas den damaligen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores fest. Rodríguez, zuvor Vizepräsidentin unter Maduro, wurde am 5. Januar 2026 als amtierende Präsidentin vereidigt und verfolgt seither einen versöhnlichen Kurs gegenüber der Trump-Administration. Rodríguez begrüßt Trumps Entscheidung und fordert weitere ErleichterungenRodríguez reagierte auf die Nachricht über den Kurznachrichtendienst X und bezeichnete den Schritt als diplomatischen Meilenstein. „Die Entscheidung von Präsident Trump ist ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung, um die Beziehungen zwischen unseren Ländern zu normalisieren und zu stärken.” — Delcy Rodríguez via Al Jazeera Online Sie äußerte die Erwartung, dass diese Fortschritte letztlich zur Aufhebung weiterer gegen Venezuela bestehender Sanktionen führen werden. Die ursprünglichen Sanktionen von 2018 hatten sämtliche Vermögenswerte von Rodríguez in den USA eingefroren und US-Unternehmen Geschäfte mit ihr untersagt. Laut Berichten von Al Jazeera hatte das OFAC Rodríguez damals vorgeworfen, maßgeblich an der „Zerstörung der Demokratie in Venezuela“ beteiligt gewesen zu sein und sich „auf Kosten des venezolanischen Volkes“ bereichert zu haben. Seit ihrem Amtsantritt wahrt Rodríguez Beobachtern zufolge eine vorsichtige Balance zwischen zurückhaltender Kritik an der Festnahme Maduros und einer aktiven Zusammenarbeit mit Washington. Bereits im Januar unterzeichnete sie ein Gesetz, das Venezuelas Ölreserven für private Investitionen öffnet; ein ähnliches Vorhaben für den Bergbausektor bestand im März die erste parlamentarische Hürde. Botschaft wiedereröffnet, diplomatische Beziehungen nach sieben Jahren wiederhergestelltDie Aufhebung der Sanktionen ist der jüngste Schritt in einer Reihe diplomatischer Annäherungen seit Januar 2026. Venezuela und die Vereinigten Staaten nahmen im März 2026 wieder diplomatische und konsularische Beziehungen auf, nachdem Vertreter der Trump-Regierung die Hauptstadt Caracas besucht hatten. Am 30. März 2026 nahm die US-Botschaft in Caracas nach siebenjähriger Schließung offiziell ihren Betrieb wieder auf. Washington gestattete zudem kürzlich wieder umfassende Geschäfte mit dem staatlichen Ölkonzern PdVSA sowie den Handel mit venezolanischem Gold. Berichten zufolge wurden diese Entscheidungen auch durch steigende Energiepreise und geopolitische Erwägungen beeinflusst. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete die Entwicklungen am 1. April gegenüber Fox News als bemerkenswert. „Was in Venezuela in nur drei Monaten erreicht wurde, ist zumindest außergewöhnlich.” — Marco Rubio via Notícias ao Minuto Rubio mahnte jedoch auch zur Geduld und betonte, der Übergangsprozess müsse in freien und fairen Wahlen münden. Präsident Trump selbst erklärte über soziale Medien, Rodríguez leiste „großartige Arbeit“ und kooperiere gut mit US-Vertretern. Das Öl beginne bereits wieder „zu fließen“. Maduro erwartet Prozess, Kritiker hinterfragen Venezuelas KursNicolás Maduro und Cilia Flores befinden sich weiterhin in US-Gewahrsam in Brooklyn, New York. Dort warten sie auf ihren Prozess unter anderem wegen Vorwürfen des Drogen-Terrorismus, Drogenhandels und illegalen Waffenbesitzes. Rechtsexperten kritisierten den Militäreinsatz vom Januar wiederholt als völkerrechtswidrig. Auch Rodríguez forderte laut Al Jazeera die Rückkehr von Maduro und Flores nach Venezuela. Ungeachtet dieser öffentlichen Kritik fungiert sie als zentrale Ansprechpartnerin für die US-Regierung, insbesondere bei Verhandlungen über die Verwaltung der Ölreserven. Laut dem deutschen Nachrichtensender n-tv haben bereits mehrere US-Kabinettsmitglieder Rodríguez in Venezuela besucht. Kritiker hinterfragen jedoch die Umstände der Reformen. Trump hatte angekündigt, Venezuela „führen“ zu wollen, und nach Maduros Festnahme gewarnt, dass weitere Militäraktionen folgen könnten, sollte Rodríguez seinen Forderungen nicht nachkommen. Das US-Außenministerium bezeichnete die Zusammenarbeit als Versuch, dem venezolanischen Volk durch einen schrittweisen Prozess zu einem friedlichen Übergang zu einer demokratisch gewählten Regierung zu verhelfen.Beziehungen USA-Venezuela: Wichtige Ereignisse seit Januar 2026: — ; — ; — ; — ; — Venezuela unterliegt seit 2017 verschärften US-Sanktionen, mit denen die Trump-Regierung Regierungsmitglieder belegte, denen sie die Untergrabung der Demokratie vorwarf. Das OFAC setzte Rodríguez im September 2018 während Trumps erster Amtszeit auf die SDN-Liste. Ein umfassendes Embargo gegen venezolanisches Öl folgte 2019. Im selben Jahr schlossen die USA ihre Botschaft in Caracas, nachdem die Beziehungen während des Machtkampfes zwischen Maduro und dem Oppositionspolitiker Juan Guaidó, den Washington damals als legitimen Präsidenten anerkannte, eskalierten.
Mentioned People
- Delcy Rodríguez — tymczasowa prezydent Wenezueli od 2026 roku
- Marco Rubio — 72. sekretarz stanu USA i pełniący obowiązki doradcy ds. bezpieczeństwa narodowego
- Nicolás Maduro — były prezydent Wenezueli pojmany przez siły USA w styczniu 2026 roku
- Cilia Flores — żona byłego prezydenta Nicolása Maduro, obecnie zatrzymana w USA
- Donald Trump — Prezydent Stanów Zjednoczonych
Sources: 26 articles
- Venezuela: USA streichen Sanktionen gegen Präsidentin Delcy Rodríguez (Spiegel Online)
- EUA suspendem sanções contra presidente interina da Venezuela (Publico)
- Venezuela : Washington lève les sanctions contre la présidente par intérim, Delcy Rodriguez (Le Monde.fr)
- Levantadas sanções à presidente da Venezuela pelos EUA (SAPO)
- US removes sanctions on Venezuela's interim President Delcy Rodriguez (Al Jazeera Online)
- U.S. Lifts Sanctions on Venezuela's Leader, Opening Door to Deals (The Wall Street Journal)
- Annäherung an Caracas: USA streichen Sanktionen gegen Venezuelas Präsidentin Rodríguez (N-tv)
- Trump administration lifts sanctions against Venezuela's Delcy Rodriguez (POLITICO)
- Fuera de la lista roja: EE. UU. levanta las sanciones contra Delcy Rodríguez (France 24)
- Estados Unidos levanta las sanciones contra Delcy Rodríguez - BBC News Mundo (BBC)