US-Präsident Donald Trump hat am frühen Sonntagmorgen die erfolgreiche Rettung des zweiten Besatzungsmitglieds eines über dem Iran abgeschossenen Kampfflugzeugs verkündet. Die Mission der Spezialkräfte gilt als eine der riskantesten Such- und Rettungsaktionen in der jüngeren US-Militärgeschichte. Der betroffene Oberst, ein Waffensystemoffizier, wurde am 3. April über der Provinz Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad abgeschossen und befindet sich nun in medizinischer Behandlung.
Erfolgreiche Rettung
Spezialkräfte der US-Marine retteten einen verletzten Oberst tief auf iranischem Territorium nach einem Kampfgefecht.
Militärische Verluste
Während die USA keine eigenen Verluste meldeten, behauptet der Iran den Abschuss mehrerer Hubschrauber und eines Transportflugzeugs.
Ultimatum an Teheran
Präsident Trump setzte ein 48-Stunden-Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus, das am 6. April abläuft.
US-Präsident Donald Trump gab am frühen Sonntag bekannt, dass amerikanische Spezialkräfte das zweite Besatzungsmitglied einer F-15E Strike Eagle gerettet haben, die über dem Iran abgeschossen worden war. Er bezeichnete die Operation als eine der kühnsten Such- und Rettungsmissionen in der Geschichte des US-Militärs. Der gerettete Offizier, ein als Waffensystemoffizier dienender Oberst, habe Verletzungen erlitten, werde sich aber voraussichtlich vollständig erholen, so Trump. Der Soldat galt seit Freitag, dem 3. April, als vermisst, nachdem die iranische Luftabwehr den Jet über der südwestlichen Provinz Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad zum Absturz gebracht hatte. Trump veröffentlichte die Nachricht auf Truth Social in seinem charakteristischen Stil: „WE HAVE HIM.“ Das Pentagon reagierte zunächst nicht auf Anfragen zu den Einzelheiten der Operation.
„Dieser tapfere Krieger befand sich in feindlichem Gebiet, in den gefährlichen Bergen des Iran, verfolgt von unseren Feinden” — Donald Trump via Truth Social
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran begann am 28. Februar 2026 mit gemeinsamen Luftschlägen, bei denen der damalige Oberste Führer Ali Chamenei sowie mehrere hochrangige iranische Militär- und Politikführer getötet wurden. Der Konflikt hat sich seitdem zu einem Regionalkrieg ausgeweitet, wobei der Iran Vergeltungsmaßnahmen gegen Golfstaaten ergriff, in denen sich militärische und wirtschaftliche Einrichtungen der USA befinden. Laut Al Jazeera wurden seit Beginn des Konflikts im Iran mindestens 2.076 Menschen getötet und 26.500 verletzt. Die abgestürzte F-15E war das erste US-Flugzeug, das seit Kriegsbeginn auf iranischem Territorium abstürzte, und das erste seit der Invasion im Irak 2003. CNN zählt bislang mindestens sieben zerstörte bemannte US-Militärflugzeuge in diesem Konflikt.
Navy SEALs operierten tief auf iranischem Territorium An der Rettungsaktion waren Dutzende Flugzeuge und Berichten zufolge etwa einhundert Angehörige von Spezialeinheiten beteiligt, darunter US Navy SEALs, die laut New York Times tief in iranisches Gebiet vordrangen. Trump bestätigte, dass das erste Besatzungsmitglied bereits am Samstag, dem 4. April, gerettet worden war, die USA diese Nachricht jedoch bewusst zurückhielten, um die zweite Operation nicht zu gefährden. Der zweite Soldat hatte sich nach dem Ausstieg mit dem Schleudersitz in einer Berghöhle versteckt, lediglich bewaffnet mit einer Pistole, während US-Kräfte seine Position kontinuierlich verfolgten, berichtete Courrier International unter Berufung auf US-Berichte. Ein im Internet kursierendes Video, über das die Daily Mail berichtete, soll ein Feuergefecht zwischen US-amerikanischen und iranischen Kräften nahe der Siedlung Dehdasht zeigen. Al Jazeera zitierte einen US-Beamten, der von einem „erbitterten Gefecht“ während der Mission sprach. Laut New York Times blieben zwei Transportflugzeuge während des Einsatzes im Iran liegen; drei Ersatzmaschinen wurden entsandt, um die Soldaten und den geretteten Oberst zu bergen. Die beiden zurückgelassenen Flugzeuge wurden demnach zerstört, um zu verhindern, dass sie in iranische Hände fallen. Der gerettete Oberst wurde anschließend zur medizinischen Versorgung nach Kuwait geflogen.
Iran meldet Abschuss mehrerer US-Flugzeuge während der Rettung Die iranischen Revolutionsgarden widersprachen der US-Darstellung. Über die Nachrichtenagentur Tasnim ließen sie verlauten, dass ihre Kräfte mehrere amerikanische Flugzeuge während einer angeblich gescheiterten Mission zerstört hätten, darunter eine C-130-Transportmaschine und zwei Black-Hawk-Hubschrauber. Iranische Medien berichteten zudem, dass Behörden Kopfgelder von bis zu 100.000 US-Dollar für die Gefangennahme des US-Piloten ausgesetzt hatten – eine Summe, die laut Tages-Anzeiger im Extremfall dem tausendfachen monatlichen Durchschnittseinkommen in den betroffenen Provinzen entspricht. Das iranische Fernsehen zeigte Bilder von Autokolonnen in der Region des Absturzes, in denen Anwohner ihre Smartphones gen Himmel richteten. Die CIA soll laut Axios unter Berufung auf einen anonymen Regierungsmitarbeiter vor der Rettung eine Desinformationskampagne gestartet haben, um Gerüchte zu streuen, die US-Kräfte hätten den Piloten bereits lokalisiert und versuchten eine Evakuierung auf dem Landweg. Das US-Militär gab an, dass es bei der Mission keine amerikanischen Verluste gab, was vom Iran nicht bestätigt wurde. Die Associated Press wies darauf hin, dass die iranischen Behauptungen über die Black-Hawk-Hubschrauber nicht unabhängig überprüft werden konnten.
Wichtige Ereignisse: Abschuss und Rettung der F-15E: — ; — ; —
Trumps 48-Stunden-Ultimatum verschärft Lage im Energiesektor Die Rettung fand vor dem Hintergrund eines sich intensivierenden diplomatischen und militärischen Drucks auf Teheran statt. Trump erklärte am Samstagmorgen auf Truth Social, der Iran habe 48 Stunden Zeit für ein Abkommen oder die Öffnung der Straße von Hormus, bevor „die Hölle über sie hereinbrechen“ werde. Die Frist läuft am Montag, den 6. April, um 14:00 Uhr MESZ ab. Ein hochrangiger israelischer Verteidigungsbeamter gab laut Irish Examiner an, dass Israel sich darauf vorbereite, mit US-Zustimmung innerhalb der nächsten Woche iranische Energieanlagen anzugreifen. Der Iran wiederum warnte laut Staatsmedien, dass die „gesamte Region zur Hölle“ für die USA und Israel werde, sollten die Angriffe eskalieren. Pakistan bemühte sich derweil um Friedensverhandlungen, doch die Aussichten galten als gering, da Umfragen eine niedrige öffentliche Unterstützung für den Krieg in den USA zeigten. Analysten erklärten gegenüber Al Jazeera, dass die erfolgreiche Rettung Trump den Rücken für eine aggressivere Strategie freihalte, da ein gefangener US-Soldat Teheran ein wichtiges Druckmittel geliefert und den Rückhalt für den Einsatz in den USA hätte schwächen können.
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Karoline Leavitt — 36. sekretarz prasowa Białego Domu
Sources: 10 articles
- Así fue el rescate del piloto de EEUU perdido en Irán: un engaño de la CIA, intercambio de fuego y "buscar una aguja en un pajar" (20 minutos)
- Trump says U.S. military has rescued airman shot down over Iran (NPR)
- Iran, Usa mettono in salvo il pilota disperso. Trump: "Inviate decine di aerei con armi letali" - Diretta (Adnkronos)
- Así rescató EEUU al piloto perdido en Irán: una maniobra de distracción y dos versiones contradictorias (El Confidencial)
- Guerre en Iran : soldats déployés, avions mobilisés, crevasse... Ce que l'on sait du sauvetage du second pilote américain (Ouest France)
- Trump and Israel put pressure on Iran ahead of deadline for peace deal (Irish Examiner)
- Traqué par des civils et caché dans une crevasse: l'incroyable récit du sauvetage du pilote américain (7sur7)
- Donald Trump says missing US airman has been rescued in Iran; Pope urges US President to find 'off-ramp' to end war (Irish Independent)
- Le récit des médias américains après le sauvetage "miraculeux" d'un soldat américain en Iran (Courrier international)
- 'We got him!': How the US rescued downed airman in Iran (Al Jazeera Online)