Papst Leo XIV. hat am 5. April 2026 auf dem Petersplatz seine erste Ostermesse gefeiert. Vor mehr als 50.000 Gläubigen rief das kirchliche Oberhaupt dazu auf, angesichts weltweiter Krisen den Dialog über die Gewalt zu stellen.
Friedensappell
Papst Leo XIV. forderte das Ende der Gewalt und den Vorrang des Dialogs vor militärischer Macht.
Historisches Ostern
Als erster US-Amerikaner im Papstamt feierte Leo XIV. seine erste Ostermesse auf dem Petersplatz.
Gesellschaftskritik
In seiner Predigt kritisierte der Pontifex den „Götzendienst des Profits“ und die Ausbeutung der Erde.
Diplomatischer Schulterschluss
Präsident Mattarella unterstützte die päpstlichen Forderungen nach Versöhnung und internationaler Zusammenarbeit.
Papst Leo XIV. hat am 5. April 2026 seine erste Ostermesse als Pontifex auf dem Petersplatz zelebriert. Vor einer Menge von über 50.000 Gläubigen hielt er eine Predigt, die sich auf das Leiden, die Hoffnung und die lebensverändernde Kraft der Auferstehung konzentrierte. Der in den USA geborene Papst, bürgerlich Robert Francis Prevost, leitete die feierliche Liturgie auf dem Vorplatz des Petersdoms, bevor er den traditionellen Segen Urbi et Orbi von der zentralen Loggia der Vatikanbasilika spendete. In seiner Homilie beschrieb Leo XIV. den Tod als eine „ständig lauernde“ Präsenz, die sich in Ungerechtigkeit, der Unterdrückung der Armen und der von ihm so bezeichneten „Götzendienst des Profits, der die Ressourcen der Erde plündert“, manifestiere. Er lud die Gläubigen ein, nicht zu verzweifeln, forderte sie auf, „den Blick zu heben und das Herz zu weiten“, und bekräftigte, dass Ostern die Hoffnung biete, dass „im auferstandenen Christus jeden Tag eine neue Schöpfung möglich ist“. Die Messe war der erste Osteritus auf dem Vorplatz der Basilika seit dem Beginn seines Pontifikats. Papst ruft Konfliktparteien zum Dialog statt zu Waffengewalt aufIn seiner Urbi-et-Orbi-Botschaft richtete Leo XIV. einen direkten Appell an die Inhaber militärischer und politischer Macht. Er stellte Frieden als eine Frage der aktiven Entscheidung und nicht als eine aufgezwungene Ordnung dar. „Diejenigen, die Waffen in den Händen halten, legt sie nieder! Diejenigen, die die Macht haben, Kriege zu entfesseln, wählt den Frieden! Keinen Frieden, der durch Gewalt erzwungen wird, sondern durch Dialog! Nicht mit dem Willen, den anderen zu dominieren, sondern ihm zu begegnen!” — Papst Leo XIV via Rai News Der Papst forderte zudem alle Anwesenden dazu auf, „jeden Willen zu Streit, Dominanz und Macht aufzugeben“, und mahnte die Gläubigen, nicht dem Instinkt der Rache nachzugeben oder sich an Gewalt zu gewöhnen. Er übermittelte Ostergrüße in zehn Sprachen, darunter Italienisch, Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Polnisch, Arabisch, Chinesisch und Latein. Die Ansprache wurde über Radio und Fernsehen an ein Publikum weit über den Petersplatz hinaus übertragen. Leo XIV. kündigte zudem für den 11. April eine Gebetsvigil für den Frieden im Petersdom an und bezeichnete diese als konkrete Antwort auf den Ruf, sich nicht dem Bösen und der Gewalt zu ergeben. Mattarella schließt sich dem päpstlichen Appell anDer italienische Staatspräsident Sergio Mattarella übermittelte dem Pontifex Glückwünsche zum Osterfest und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass dieser Anlass die Verantwortlichen zur Versöhnung bewege. Laut Mitteilung richtete das Staatsoberhaupt seine „herzlichsten Wünsche“ an Leo XIV. anlässlich des „ersten Osterfestes seit Ihrer Wahl auf den päpstlichen Thron“. Mattarella betonte, er hoffe, dass die Gefühle der Auferstehung „gerade in solch komplexen und unruhigen Zeiten“ die „Regierenden, Frauen und Männer guten Willens dazu drängen mögen, so bald wie möglich wieder die Gründe für Dialog, Mäßigung sowie ein friedliches und gerechtes Zusammenleben zwischen den Völkern zu finden“. Mattarella griff zudem eine Formulierung des Papstes auf und äußerte den Wunsch, dass Ostern die Menschheit aus der sogenannten „Globalisierung der Hilflosigkeit” — Sergio Mattarella via Il Sole 24 Ore rütteln möge. Die Botschaft spiegelte eine Annäherung zwischen der pastoralen Botschaft des Vatikans und den diplomatischen Anliegen des italienischen Staates angesichts anhaltender Konflikte wider. Erster amerikanischer Papst feiert historisches Ostern in RomLeo XIV., geboren am 14. September 1955 als Robert Francis Prevost, ist der erste Papst, der in den Vereinigten Staaten geboren wurde, und der erste, der die US-amerikanische sowie die peruanische Staatsbürgerschaft besitzt. Er wurde im Mai 2025 auf den päpstlichen Thron gewählt und trat damit die Nachfolge von Papst Franziskus an, der am 21. April 2025 verstorben war. Zudem ist er der erste Papst aus dem Orden des heiligen Augustinus. Die Osterfeierlichkeiten gewannen durch die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten an Bedeutung, die Leo XIV. in seiner Ansprache als Schatten über den Feierlichkeiten bezeichnete. Rai News berichtete, dass die Messe „im Schatten eines Konflikts gefeiert wurde, der den Nahen Osten verwüstet und die Christen in dieser Region bedroht“. Die theologische Einordnung des Papstes, der den Sieg Christi als „vollkommen gewaltfrei“ bezeichnete – und ihn mit einem Weizenkorn verglich, das sich durch die Erde bricht –, bildete einen deutlichen Gegenpunkt zur Gewaltanwendung in aktuellen Konflikten. Sein vor zehntausenden Menschen in Rom vorgetragener und weltweit übertragener Aufruf zu Dialog statt Dominanz war eine der bedeutendsten öffentlichen Erklärungen seines jungen Pontifikats. Die für den 11. April angekündigte Gebetsvigil bietet den Gläubigen eine weitere Gelegenheit, auf den Aufruf des Papstes nach einem aktiven Einsatz für den Frieden zu reagieren.
Mentioned People
- Pope Leo XIV — Głowa Kościoła katolickiego i suweren Państwa Watykańskiego
- Sergio Mattarella — 12. i obecny Prezydent Republiki Włoskiej
- Robert Francis Prevost — Nazwisko świeckie papieża Leona XIV, pierwszego pontyfika z Ameryki
Sources: 11 articles
- Prima Pasqua da Papa per Leone XIV, l'omelia: "No all'indifferenza alla morte" (Adnkronos)
- Papa Leone XIV: "La risurrezione di Cristo è una vittoria non violenta che porta pace all'umanità" (Rai news)
- Pasqua: Papa, il mondo e' ferito da guerre e soprusi, abbiamo bisogno di speranza (Il Sole 24 ORE)
- Mattarella: invia auguri al Papa, si recuperino le ragioni del dialogo (Il Sole 24 ORE)
- Appello "no war" del Papa: "Abbandoniamo ogni volontà di contesa, di dominio e di potere (lastampa.it)
- Papa, la benedizione Urbi et Orbi: "Chi ha il potere di scatenare le guerre scelga la pace" (Rai news)
- Papa Leone XIV esce sul sagrato di Basilica S. Pietro per celebrare la sua prima messa di Pasqua (AGI)
- Il Papa a San Pietro per la benedizione di Pasqua: "Veglia per la pace l'11 aprile, non ci rassegnamo al male e alla violenza" (il Giornale.it)
- Leone XIV, la prima omelia di Pasqua del Papa: "Molte volte sembra che Dio non esista". Morte, guerre e speranza: cosa ha detto Prevost - Il video (Open)
- Leone XIV, la benedizione Urbi et Orbi: "Chi ha in mano le armi le deponga. Chi ha il potere di scatenare guerre scelga la pace" (Il Messaggero)