Am 5. April 2026 hat Papst Leo XIV. seine erste Ostermesse als Oberhaupt der katholischen Kirche gefeiert und dabei vor rund 40.000 Gläubigen den Segen „Urbi et Orbi“ gespendet. Der gebürtige US-Amerikaner nutzte seine Ansprache von der Loggia des Petersdoms für einen eindringlichen Friedensappell an die Konfliktparteien im Nahen Osten und der Ukraine. Es war die erste Osterbotschaft des im Mai 2025 gewählten Pontifex.
Friedensappell
Papst Leo XIV. forderte in seiner ersten Osterbotschaft ein Ende der Gewalt in der Ukraine und im Nahen Osten sowie den Verzicht auf Waffen.
Rückkehr zur Tradition
Der neue Papst führte die mehrsprachigen Ostergrüße wieder ein und zeigte bei der Karwochen-Liturgie einen traditionelleren Kurs als sein Vorgänger.
Erster US-Papst
Mit dem in den USA geborenen Robert Francis Prevost steht seit knapp einem Jahr erstmals ein Amerikaner an der Spitze der katholischen Kirche.
Papst Leo XIV. hat am 5. April 2026 seine erste Ostermesse als Oberhaupt der katholischen Kirche gefeiert, dabei einen energischen Appell für den Frieden abgegeben und zum ersten Mal an einem Osterfest den Segen Urbi et Orbi gespendet. Der in den USA geborene Pontifex richtete seine Botschaft von der Mittelloggia des Petersdoms aus direkt an Kombattanten und politische Verantwortliche in den Konflikten im Nahen Osten, in der Ukraine und anderen Weltregionen. Die Feierlichkeit fand unter klarem Himmel statt und wurde live in zahlreiche Länder übertragen. Robert Francis Prevost, der nach seiner Wahl am 8. Mai 2025 den Namen Leo XIV. annahm, steht mehr als 1,4 Milliarden Katholiken weltweit vor und ist der erste US-amerikanische Papst der Geschichte. Papst warnt Welt vor wachsender Gleichgültigkeit gegenüber KriegsopfernIn seiner Osterpredigt verurteilte Leo XIV. das, was er als eine „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ gegenüber dem Leid durch bewaffnete Konflikte bezeichnete. Er warnte davor, dass die Menschheit Gefahr laufe, angesichts des Massensterbens und dessen Folgen abzustumpfen.„Gleichgültig gegenüber dem Tod von Tausenden von Menschen. Gleichgültig gegenüber den Folgen von Hass und Spaltung, die Konflikte mit sich bringen. Gleichgültig gegenüber den wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die sie verursachen und die wir schließlich alle spüren.” — Papst Leo XIV. via SRF NewsDer Papst forderte die politisch Verantwortlichen direkt zum Handeln auf.„Wer Waffen in den Händen hält, lege sie nieder! Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, wähle den Frieden! Nicht einen Frieden, der durch Gewalt erzwungen wird, sondern durch den Dialog!” — Papst Leo XIV. via Die WeltLeo XIV. ging zudem auf die Verzweiflung ein, die viele angesichts der anhaltenden Gewalt empfinden, rief die Gläubigen jedoch dazu auf, die Hoffnung nicht zu verlieren. „Es ist wahr, dass es oft so scheint, als gäbe es keinen Gott: Wir sehen Ungerechtigkeit, Bosheit, Gleichgültigkeit und Grausamkeit, die nicht abnehmen“, sagte er laut newsORF.at und fügte hinzu, dass Ostern dennoch das Versprechen auf Erneuerung biete. Er lud die Gläubigen ein, an einer Gebetswache für den Frieden auf dem Petersplatz teilzunehmen. Zehn Sprachen und eine wiederbelebte Tradition kennzeichnen ein eher traditionelles PontifikatLeo XIV. belebte die Tradition der mehrsprachigen Ostergrüße wieder, die sein Vorgänger Papst Franziskus eingestellt hatte. Er wandte sich in zehn Sprachen an die Gläubigen, darunter Deutsch, Polnisch, Arabisch, Chinesisch sowie Latein. Diese Praxis war zuvor von Päpsten wie Johannes Paul II. gepflegt worden. Auf Deutsch sagte Leo laut Berichten mehrerer deutschsprachiger Medien: „Frohe Ostern! Bringt allen die Freude des auferstandenen Jesus, der unter uns gegenwärtig ist.“ Die mehrsprachigen Grüße wurden von Beobachtern als eines von mehreren Zeichen für einen im Vergleich zu seinem unmittelbaren Vorgänger traditionelleren liturgischen Ansatz gewertet. Bereits während der Karwoche, am Gründonnerstag, wusch Leo zwölf Priestern die Füße – während Franziskus das Ritual an Häftlingen vollzogen hatte. Am Karfreitag trug Leo das Kreuz während der traditionellen Prozession selbst, was ebenfalls eine Abweichung von der Praxis seines Vorgängers darstellte. Erstes Osterfest seit dem Tod von Franziskus vor genau einem JahrDer Anlass war von besonderer Bedeutung, da Papst Franziskus am Ostermontag, dem 21. April 2025, im Alter von 88 Jahren verstorben war – nur einen Tag nach seiner letzten Spende des Urbi-et-Orbi-Segens. Leo XIV. wurde am 8. Mai 2025 gewählt und ist seit fast einem Jahr im Amt. Er ist 70 Jahre alt und wurde in den Vereinigten Staaten geboren, womit er der erste US-Amerikaner an der Spitze der katholischen Kirche ist. Vor seiner Wahl wirkte er laut Bayerischer Rundfunk als Kurienkardinal, als Bischof in Peru und als Generalprior des Augustinerordens. Die Ostermesse war das erste Mal, dass Leo XIV. den Urbi-et-Orbi-Segen im Rahmen des höchsten Kirchenfestes spendete – nachdem er dies bereits zu Weihnachten und unmittelbar nach seiner Wahl getan hatte.Der Segen Urbi et Orbi wird im Kalender eines Pontifikats nur dreimal gewährt: zu Ostern, zu Weihnachten und unmittelbar nach der Wahl eines Papstes. Papst Franziskus, der am 21. April 2025 verstarb, leitete die katholische Kirche seit März 2013 und war der erste jesuitische Papst sowie der erste aus Lateinamerika. Die Tradition der Ostergrüße in mehreren Sprachen wurde mit früheren Päpsten, darunter Johannes Paul II., in Verbindung gebracht, bevor Franziskus sie einstellte. Robert Francis Prevost wurde am 8. Mai 2025 gewählt und nahm den Namen Leo XIV. an.
Mentioned People
- Leo XIV — głowa Kościoła katolickiego i suweren Państwa Watykańskiego
- Pope Francis — głowa Kościoła katolickiego i suweren Państwa Watykańskiego od 2013 roku do śmierci w 2025 roku
Sources: 9 articles
- Ostermesse: Leo XIV. mahnt zu Frieden in aller Welt (Handelsblatt)
- Erste Osterfeiertage als Pontifex (stern.de)
- Osterbotschaft von Leo XIV.: Deutliche Worte an die, die Kriege beginnen (tagesschau.de)
- Papst Leo feiert erstmals Ostermesse auf Petersplatz (Deutsche Welle)
- Ostersegen: "Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder!" - Papst mahnt zu Frieden und spendet Urbi et Orbi - WELT (DIE WELT)
- Ostern auf Petersplatz: Papst Leo XIV. spendet "Urbi et Orbi" (20 Minuten)
- Papst Leo XIV. Osterbotschaft: Frieden und Gewaltverzicht (Süddeutsche Zeitung)
- Leo XIV. wünscht "Frohe Ostern" und ruft zu Frieden in der Welt auf (stern.de)
- Premiere für Leo XIV. - Papst feiert Ostermesse auf dem Petersplatz (SRF News)
- "Urbi et orbi": Papst ruft zu "Frieden in aller Welt" auf (newsORF.at)