Die USA und Israel haben am Samstag, 21. März 2026, Irans Urananreicherungsanlage in Natans angegriffen. Nach Angaben der iranischen Atomenergieorganisation wurde dabei keine Freisetzung radioaktiven Materials festgestellt. Die Internationale Atomenergiebehörde teilte mit, außerhalb des Komplexes sei kein Anstieg der Strahlungswerte gemessen worden; sie untersucht den Vorfall weiter und ruft zur militärischen Zurückhaltung auf.
Angriff auf Natans bestätigt
Die USA und Israel griffen am 21. März 2026 den iranischen Nuklearkomplex in Natans an. Iran bestätigte den Vorfall.
IAEA meldet keine erhöhten Strahlungswerte
Nach Angaben der IAEA wurde außerhalb des Komplexes kein Anstieg der Strahlung festgestellt. Die Behörde untersucht den Fall weiter.
Grossi fordert militärische Zurückhaltung
IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi warnte vor dem Risiko eines nuklearen Unfalls und rief zur Zurückhaltung auf.
Natans wiederholt Ziel von Angriffen
Die Anlage wurde seit Juni 2025 und seit Kriegsbeginn am 28. Februar 2026 mehrfach angegriffen.
Konflikt weitet sich regional aus
Bombardierungen wurden auch aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Katar und Bahrain gemeldet.
Die Vereinigten Staaten und Israel haben am Samstag, 21. März 2026, Irans Nuklearkomplex in Natans zur Urananreicherung angegriffen. Die IAEA reagierte mit einem Aufruf zu militärischer Zurückhaltung und leitete Untersuchungen zu dem Vorfall ein. Irans Atomenergieorganisation bestätigte den Angriff in einer Erklärung und teilte mit, der Komplex sei „heute Morgen Ziel von Angriffen“ geworden. Zugleich erklärte die Behörde, im Gebiet um die Anlage sei keine Freisetzung radioaktiven Materials festgestellt worden. Die IAEA, die nach eigenen Angaben von iranischen Behörden über den Angriff informiert worden war, erklärte, außerhalb des Komplexes sei kein Anstieg der Strahlungswerte gemessen worden. Die Behörde untersuche den Fall weiter. Der Angriff löste umgehend eine Reaktion der Behördenleitung aus. Generaldirektor Rafael Grossi bekräftigte seinen Aufruf zu Zurückhaltung, um eine nukleare Katastrophe zu verhindern.
Grossi warnt vor dem Risiko eines nuklearen Unfalls Rafael Grossi veröffentlichte seine Warnung über die offiziellen Kanäle der IAEA. Die Behörde schrieb im sozialen Netzwerk X, Iran habe sie über den Angriff auf Natans informiert. In der Mitteilung hieß es, außerhalb des Komplexes sei kein Anstieg der Strahlung registriert worden. Zugleich betonte die Behörde angesichts der Art der Anlage die Notwendigkeit besonderer Vorsicht. „Die IAEA wurde von Iran darüber informiert, dass der Nuklearkomplex Natans heute angegriffen wurde. Ein Anstieg der Strahlungswerte außerhalb des Komplexes wurde nicht gemeldet. Die IAEA untersucht den Fall.” — IAEA via TSF Rádio Notícias Grossis Aufruf zu „militärischer Zurückhaltung, um jedes Risiko eines nuklearen Unfalls zu vermeiden“ knüpfte an Warnungen an, die er bereits nach früheren Angriffen auf iranische Nuklearinfrastruktur ausgesprochen hatte. Die schnelle öffentliche Reaktion der IAEA verdeutlichte, wie sensibel die internationale Gemeinschaft auf mögliche radiologische Folgen von Angriffen auf Nuklearstandorte reagiert. Die iranische Atomorganisation bezeichnete die Angriffe ihrerseits laut einer von der Nachrichtenagentur Tasnim zitierten Erklärung als „kriminelle Angriffe, verübt von den Vereinigten Staaten und dem usurpierenden zionistischen Regime“.
Natans seit Kriegsbeginn im Februar mehrfach getroffen Natans ist seit Beginn des Konflikts inzwischen mehrfach angegriffen worden. Erstmals wurde die Anlage in der ersten Kriegswoche getroffen. Der Krieg hatte am 28. Februar 2026 begonnen. Satellitenbilder deuteten damals auf Schäden an mehreren Gebäuden hin. Die IAEA bestätigte seinerzeit, dass es keine radiologischen Folgen gegeben habe. Anfang März 2026 wurde der Komplex erneut angegriffen. Der Angriff vom Samstag war damit mindestens die dritte bestätigte Angriffswelle auf den Standort im laufenden Konflikt. Bereits während eines separaten, zwölf Tage dauernden Kriegs zwischen Iran und Israel im Juni 2025 war die Anlage Ziel von Angriffen geworden. Damit zeichnet sich ein Muster wiederholter Attacken auf den Komplex ab. Natans liegt knapp 220 Kilometer südöstlich von Teheran und ist Irans wichtigste Urananreicherungsanlage. Damit ist der Standort ein zentrales Ziel jeder militärischen Kampagne, die auf eine Schwächung der iranischen Nuklearkapazitäten abzielt. Nach Berichten großer Nachrichtenagenturen, auf die Suchergebnisse im Netz verweisen, sind seit Beginn der amerikanisch-israelischen Kampagne am 28. Februar in Iran mehr als 2.000 Menschen getötet worden.
Strikes on Natanz nuclear complex: — ; — ; — ; —
Trump stellte einen militärischen Rückzug einen Tag vor dem Angriff in Aussicht Der Angriff vom Samstag erfolgte einen Tag, nachdem US-Präsident Donald Trump öffentlich erklärt hatte, er erwäge eine „Reduzierung“ der Militäroperationen im Nahen Osten. Diese Äußerung stand erkennbar im Spannungsverhältnis zu gleichzeitigen amerikanischen Truppenverlegungen in die Region. Während Trump von einer möglichen Deeskalation sprach, entsandten die Vereinigten Staaten ungefähr und drei amphibische Angriffsschiffe in das Gebiet. Der Krieg, der am 28. Februar 2026 begann, hat bereits Folgen über Irans Grenzen hinaus. Meldungen berichten von Bombardierungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Saudi-Arabien, in Katar und in Bahrain sowie in weiteren Ländern. Aus Suchergebnissen im Netz geht zudem hervor, dass Israels Verteidigungsminister mit einer Ausweitung der Angriffe auf Iran gedroht habe. Großbritannien wiederum verurteilte Iran dafür, in der Region einen gemeinsamen britisch-amerikanischen Stützpunkt angegriffen zu haben. Der breitere Konflikt hat mehrere Akteure der Region erfasst und bei internationalen Organisationen anhaltende Besorgnis über das Risiko einer Eskalation unter Einbeziehung nuklearer Infrastruktur ausgelöst.
Die Nuklearanlage Natans steht seit Jahrzehnten im Zentrum internationaler Besorgnis über Irans Atomprogramm. Der Standort wurde 2002 erstmals öffentlich bekannt und wurde danach zu einem zentralen Gegenstand der Verhandlungen zwischen Iran und den Weltmächten über die Urananreicherung. Die Anlage war zuvor bereits Ziel des Cyberangriffs Stuxnet, der weithin den Vereinigten Staaten und Israel zugeschrieben wird und in den frühen 2010er Jahren Zentrifugen am Standort beschädigte. Der aktuelle Konflikt, der am 28. Februar 2026 begann, stellt gegenüber früheren verdeckten und begrenzten Militäroperationen gegen iranische Nuklearinfrastruktur eine erhebliche Eskalation dar.
Mentioned People
- Rafael Grossi — Dyrektor generalny Międzynarodowej Agencji Energii Atomowej (IAEA) od 3 grudnia 2019 roku
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych