Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Samstag, 21. März 2026, den Friedhof der Märzgefallenen in Berlin-Friedrichshain besucht. Anlass war der erstmals begangene „Tag der Demokratiegeschichte“, für den Steinmeier die Schirmherrschaft übernommen hat. Bei dem Termin legte er einen Kranz nieder und ließ sich von Schülerinnen und Schülern durch die historische Anlage führen.

Steinmeier besucht Erinnerungsort in Berlin

Der Bundespräsident war am 21. März 2026 auf dem Friedhof der Märzgefallenen in Berlin-Friedrichshain und legte dort einen Kranz nieder.

Neuer Gedenktag erstmals begangen

Der „Tag der Demokratiegeschichte“ wurde am 18. März 2026 zum ersten Mal begangen. Steinmeier hat die Schirmherrschaft übernommen.

18. März verweist auf drei historische Zäsuren

Das Datum steht für die Mainzer Republik von 1793, die Revolution von 1848 und die erste freie Volkskammerwahl in der DDR im Jahr 1990.

Schülerinnen und Schüler führten durch fünf Stationen

Ein örtliches Gymnasium begleitete den Bundespräsidenten über fünf Stationen und erläuterte den Berliner Märzaufstand von 1848 sowie die Bedeutung des Friedhofs.

Bundesweite Beteiligung von mehr als 250 Einrichtungen

Während des Aktionszeitraums vom 18. bis 22. März 2026 fanden in ganz Deutschland Vorträge, Gespräche, Lesungen und Stadtspaziergänge statt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Samstag, 21. März 2026, den Friedhof der Märzgefallenen in Berlin-Friedrichshain besucht. Mit einer Kranzniederlegung und einem von Schülerinnen und Schülern geführten Rundgang beging er dort den neuen „Tag der Demokratiegeschichte“. Steinmeier, der seit 2017 Bundespräsident ist, hat die Schirmherrschaft für das neue Gedenken übernommen, das am 18. März 2026 erstmals begangen wurde. Organisiert wurde der Besuch vom Bundespräsidialamt. Der Termin rückte ein Datum in den Mittelpunkt, das in der Geschichte der deutschen und europäischen Demokratiebewegungen besonderes Gewicht hat. Schülerinnen und Schüler eines örtlichen Gymnasiums empfingen den Bundespräsidenten auf dem Friedhof und begleiteten ihn über fünf Stationen. Dabei schilderten sie den Berliner Märzaufstand von 1848 und die bis heute anhaltende Bedeutung des Friedhofs als Erinnerungsort. Anschließend legte Steinmeier am zentralen Gedenkstein, dem Mittelpunkt der Anlage, einen Kranz nieder.

Der 18. März bündelt Jahrhunderte demokratischer Auseinandersetzungen Die Wahl des 18. März als Bezugsdatum des neuen Gedenkens verweist auf drei unterschiedliche Momente in der langen Geschichte demokratischer Bestrebungen auf deutschem und europäischem Boden. Das Datum steht für die Ausrufung der Mainzer Republik im Jahr 1793, für den Beginn der Revolution von 1848 und für die erste freie Volkskammerwahl in der DDR im Jahr 1990. Jedes dieser Ereignisse markierte einen Wendepunkt im Ringen um politische Freiheit, Bürgerrechte und parlamentarische Vertretung in den deutschsprachigen Gebieten. Der Friedhof in Friedrichshain selbst wurde ursprünglich angelegt, um die Opfer der Märzrevolution vom 18. März 1848 aufzunehmen. Damit stellt er eine unmittelbare physische Verbindung zu den Ereignissen her, an die der Gedenktag erinnert. Indem der Besuch des Bundespräsidenten auf diesen Ort konzentriert wurde, verknüpften die Organisatoren die symbolische Bedeutung des Datums mit einem konkreten, historisch aufgeladenen Schauplatz im Zentrum Berlins.

Mehr als 250 Einrichtungen beteiligen sich bundesweit Der „Tag der Demokratiegeschichte“ reichte weit über den Besuch des Bundespräsidenten hinaus. Der Aktionszeitraum lief vom 18. März bis Sonntag, 22. März 2026. Mehr als 250 Orte und Institutionen in ganz Deutschland beteiligten sich an der Initiative. Sie organisierten Vorträge, Gespräche, Lesungen und Stadtspaziergänge, um Demokratiegeschichte einem breiteren Publikum nahezubringen. Die Initiative geht auf eine 2021 gegründete Stiftung zurück. Diese verstand den Tag als ein Instrument, demokratisches Erbe fester in der politischen Kultur zu verankern. Nach Angaben des Bundespräsidialamts setzt sich Steinmeier seit Beginn seiner Amtszeit dafür ein, die deutsche Demokratiegeschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Mit der Übernahme der Schirmherrschaft für den neuen Gedenktag erhielt dieses Engagement einen institutionellen Rahmen.

Geschichte des Friedhofs reicht von der Revolution bis zur Erinnerungskultur Der Friedhof der Märzgefallenen im Volkspark Friedrichshain wurde eingerichtet, um die Opfer der Märzrevolution vom 18. März 1848 zu bestatten, als bei Straßenkämpfen in Berlin Hunderte Menschen starben. 1925 gestaltete der Berliner Architekt Ludwig Hoffmann den umliegenden Park neu und gab ihm seine heutige Form. Seit beinahe 180 Jahren dient der Ort als Erinnerungsstätte für demokratische und revolutionäre Bewegungen in Deutschland. Die Revolution von 1848 war Teil einer breiteren Welle von Erhebungen in Europa, die auf eine verfassungsmäßige Ordnung, bürgerliche Freiheitsrechte und nationale Selbstbestimmung zielten. Die dauerhafte Präsenz des Friedhofs im Berliner Stadtbild macht ihn zu einem der wenigen physischen Orte, die das heutige Deutschland unmittelbar mit den demokratischen Erschütterungen des 19. Jahrhunderts verbinden. Das von Schülerinnen und Schülern gestaltete Format des Besuchs war eine bewusste pädagogische Entscheidung. Junge Menschen traten dabei als Vermittler demokratischer Geschichte auf und nicht nur als Zuhörer. Die fünf Stationen, über die die Schülerinnen und Schüler den Bundespräsidenten führten, ermöglichten eine gegliederte Darstellung des Aufstands von 1848 und seiner Folgen. So wurde das Gedenken an konkrete historische Episoden gebunden und nicht an abstrakte Grundsätze allein. Die Kranzniederlegung am zentralen Gedenkstein schloss den Besuch mit einem förmlichen staatlichen Akt der Anerkennung für jene ab, die bei dem Einsatz für demokratischen Wandel ums Leben kamen. Das Zusammenspiel aus der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, breiter institutioneller Beteiligung und einem pädagogischen Programm auf dem Friedhof zeigt die Absicht der Organisatoren, den Tag der Demokratiegeschichte dauerhaft im deutschen Bürgerkalender zu verankern.

Tag der Demokratiegeschichte — Zentrale Daten: — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Frank-Walter Steinmeier — prezydent Niemiec od 2017 roku