US-Präsident Donald Trump hat den europäischen Partnern mangelnde Unterstützung im Konflikt mit dem Iran vorgeworfen. Insbesondere an das Vereinigte Königreich und Frankreich richtete er deutliche Drohungen hinsichtlich künftiger militärischer Beistandspflichten. Verteidigungsminister Pete Hegseth bezeichnete die kommenden Tage unterdessen als entscheidend für den Fortgang der Operation.
Kritik an europäischen Partnern
Donald Trump warf dem Vereinigten Königreich und Frankreich mangelnde Unterstützung vor und drohte mit dem Ende militärischer Beistandspflichten.
Militärische Eskalation und Blockade
Die USA konzentrieren sich auf die Zerstörung der iranischen Marine und Nuklerinfrastruktur; die Blockade der Straße von Hormus führt zu Treibstoffengpässen.
Diplomatische Spannungen in Europa
Frankreich, Italien und Spanien schränkten die Unterstützung für US-Operationen ein, unter anderem durch die Verweigerung von Überflug- und Landerechten.
Donald Trump hat am Dienstag die verbündeten Nationen öffentlich scharf angegriffen und ihnen vorgeworfen, die Vereinigten Staaten im laufenden Krieg gegen den Iran nicht ausreichend zu unterstützen. In Beiträgen auf seiner Plattform Truth Social nannte er das Vereinigte Königreich und Frankreich namentlich. Ländern, die aufgrund der Blockade der Straße von Hormus Schwierigkeiten bei der Treibstoffversorgung haben, legte er nahe, entweder amerikanisches Öl zu kaufen oder zur Meerenge zu segeln und es sich „einfach zu nehmen“. Trump schrieb: „An all jene Länder, die wegen der Straße von Hormus keinen Kerosin mehr bekommen, wie das Vereinigte Königreich, das sich weigerte, an der Zerschlagung Irans teilzunehmen, habe ich einen Vorschlag: Erstens, kauft in den USA, wir haben genug. Zweitens, begebt euch in die Straße von Hormus und nehmt es euch einfach.” — Donald Trump via Berliner Zeitung Der Präsident fügte hinzu, der Iran sei „im Wesentlichen zerschlagen“ und „der schwierigste Teil sei getan“. Damit stellte er die Situation so dar, als hätten die Vereinigten Staaten die Last des Konflikts weitgehend allein getragen. Zudem drohte Trump mit dem Ende der amerikanischen Militärhilfe für Länder, die sich nicht beteiligt hatten, einschließlich der NATO-Mitglieder. Die USA würden diesen Ländern „nicht mehr helfen – so wie ihr uns nicht geholfen habt“, hieß es in den Beiträgen. Dies war die bislang deutlichste öffentliche Zurechtweisung europäischer Partner seit Beginn der Operation Epic Fury am 28. Februar 2026.
Hegseth warnt Alliierte: Entscheidende Tage stehen bevor Verteidigungsminister Pete Hegseth bekräftigte Trumps Botschaft bei einer Pressekonferenz im Pentagon. Er bezeichnete die aktuelle Phase des Konflikts als potenziell entscheidend und signalisierte, dass die Vereinigten Staaten militärisch weiter vorrücken würden, während sie gleichzeitig ein ausgehandeltes Ende des Krieges anstrebten. „In nur einem Monat haben wir die Voraussetzungen geschaffen – die kommenden Tage werden entscheidend sein.” — Pete Hegseth via tagesschau.de Hegseth erklärte, die USA wollten den Konflikt durch ein Abkommen beenden, fügte jedoch hinzu: „In der Zwischenzeit werden wir mit Bomben verhandeln.” — Pete Hegseth via Berliner Zeitung Auf die Frage, ob Bodentruppen eingesetzt werden könnten, lehnte er es ab, diese Option auszuschließen. Die USA würden ihre Grenzen gegenüber einem Gegner nicht offenlegen; Unberechenbarkeit sei der entscheidende Faktor. Er setzte die Verbündeten zudem direkt unter Druck und erklärte, dass Länder weltweit bereit sein sollten, die Straße von Hormus zu verteidigen, und dass die britische Royal Navy für solche Aufgaben gerüstet sei. Hegseth argumentierte, dass ein echtes Bündnis erfordere, dass die Mitgliedstaaten einander in Notfällen beistehen, womit er Trumps allgemeine Kritik an der Lastenteilung aufgriff. Das Wall Street Journal berichtete unter Berufung auf Regierungsbeamte separat, dass Trump bereit sei, den militärischen Konflikt zu beenden, selbst wenn die Straße von Hormus kurzfristig geschlossen bliebe, was auf eine Diskrepanz zwischen öffentlicher Rhetorik und internen Planungen hindeutet.
Frankreich verweigert Überflugrechte, Italien weist US-Flugzeuge ab Besonderen Zorn richtete Trump gegen Frankreich, nachdem Berichte bekannt wurden, wonach Paris Flugzeugen mit Militärgütern für Israel den Überflug verweigert habe. Er bezeichnete die Entscheidung als „SEHR UNKOOPERATIV“ und schrieb, die USA würden dies nicht vergessen. Ein westlicher Diplomat bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters, dass Frankreich Israel die Nutzung seines Luftraums für den Transport von US-Waffen untersagt habe, die für den Einsatz im Iran-Krieg bestimmt waren. Die Weigerung sei am Wochenende erfolgt und stelle die erste Maßnahme dieser Art seit Beginn des Konflikts dar. Die Jerusalem Post berichtete unter Berufung auf drei israelische Quellen, dass die israelische Regierung als Reaktion erwäge, den Verkauf von Verteidigungsgütern an Frankreich einzustellen. Bestehende Verträge sollten jedoch weiterhin erfüllt werden, und private Unternehmen könnten weiterhin eigenständige Geschäfte abschließen. Italien geriet ebenfalls in den Fokus, nachdem die Zeitung Corriere della Sera berichtet hatte, dass der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto eine Landeanfrage für US-Militärflugzeuge auf dem Stützpunkt Sigonella in Sizilien abgelehnt habe. Washington habe Rom erst informiert, als die Flugzeuge bereits in der Luft waren, ohne vorab eine Genehmigung einzuholen. Spanien hatte die Nutzung seiner Militärstützpunkte für Angriffe auf den Iran bereits Anfang März untersagt. Ministerpräsident Pedro Sánchez bezeichnete die US-Angriffe als Völkerrechtsbruch, woraufhin Trump Madrid öffentlich mit dem Ende aller Handelsbeziehungen drohte. Die Serie europäischer Absagen verdeutlichte, in welchem Maße die Vereinigten Staaten den Angriff auf den Iran vor Beginn der Operation nicht mit den NATO-Verbündeten abgestimmt hatten.
Die US-israelische Militärkampagne gegen den Iran, bezeichnet als Operation Epic Fury, begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen, bei denen Revolutionsführer Ali Chamenei getötet wurde. Mojtaba Chamenei, sein Sohn, wurde am 9. März 2026 zum neuen Obersten Führer ernannt. Trump hatte die verbündeten Nationen bereits am 7. März 2026 kritisiert und erklärt, er wolle keine Länder, die „sich erst an Kriegen beteiligen, wenn wir sie bereits gewonnen haben“. Die Straße von Hormus ist ein kritischer Engpass, über den normalerweise ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels abgewickelt wird. Ihre faktische Blockade seit Kriegsbeginn hat die Treibstoffversorgung zahlreicher Länder unterbrochen.
US-Militär nimmt iranische Marine und nukleare Infrastruktur ins Visier Der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, Dan Caine, erläuterte im Pentagon die aktuellen operativen Prioritäten. Er erklärte, dass sich die US-Streitkräfte auf die Zerstörung der iranischen Minenlegekapazitäten und Marineeinheiten konzentrierten. „Wir haben erneut mehr als 150 Schiffe versenkt.” — Dan Caine via tagesschau.de Caine fügte hinzu, dass nun auch Angriffshubschrauber an Schlägen gegen iranische Seeziele beteiligt seien. Ein zweites Hauptziel sei die Ausschaltung der iranischen Rüstungsindustrie, einschließlich nuklearer Forschungseinrichtungen, Fabriken, Lagerhäuser sowie Forschungs- und Entwicklungslaboratorien für Kernwaffen sowie der Infrastruktur, die der Iran zur Wiederherstellung seiner Kampffähigkeit benötige. Zuletzt griffen die Vereinigten Staaten Militäranlagen in der Region Isfahan an, wobei Berichten zufolge große Mengen bunkerbrechender Bomben mit einem Gewicht von jeweils 900 Kilogramm eingesetzt wurden. Hegseth erklärte, die Zahl der abgefeuerten iranischen Raketen und Drohnen sei in den letzten Tagen deutlich gesunken; die vergangenen 24 Stunden markierten einen historischen Tiefstand. Er räumte jedoch ein, dass diese Einschätzung nicht unabhängig überprüft werden könne. Am Dienstag meldeten Israel und mehrere Golfstaaten zudem weitere iranische Angriffe, die zu Einschlägen und Verletzten führten, was das Bild eines kurz vor dem Ende stehenden Konflikts verkomplizierte.
900 (Kilogramm) — Gewicht der bei den Angriffen in Isfahan eingesetzten bunkerbrechenden Bomben
Wichtige Eskalationsmomente – USA-Iran-Krieg und Spannungen mit Verbündeten: — ; — ; — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Pete Hegseth — 29. sekretarz obrony Stanów Zjednoczonych
- Dan Caine — Przewodniczący Kolegium Połączonych Szefów Sztabów
Sources: 9 articles
- Unklare Ziele, wachsender Druck - eskaliert Trump oder zieht er zurück? - WELT (DIE WELT)
- "Holt euch euer Öl selbst": Trump attackiert Verbündete im Iran-Krieg (Berliner Zeitung)
- News zu Nahost: Trump: Kauft amerikanisches Öl oder holt es euch in der Straße von Hormus (Süddeutsche Zeitung)
- Trumps äußert offen Ärger über Verbündete (tagesschau.de)
- Trump an Verbündete: "Fahrt zur Straße von Hormus und nehmt es euch einfach" (RP Online)
- Krieg im Iran: Trump fordert Länder zum Ölkauf bei den USA auf - und droht ihnen (ZEIT ONLINE)
- Trump wütend: Frankreich lässt Militärflüge nach Israel nicht zu (Berliner Zeitung)
- "Holt euch euer eigenes Öl": Trump fordert Großbritannien und andere Länder auf, für sich selbst zu kämpfen (Der Tagesspiegel)
- Krieg in Nahost: "Holt euch euer eigenes Öl" - Trump schimpft über Verbündete - WELT (DIE WELT)