US-Präsident Donald Trump hat überraschend verkündet, der Iran habe um einen Waffenstillstand gebeten. Als Voraussetzung für jegliche Verhandlungen nannte Trump die sofortige Wiedereröffnung der Straße von Hormus, während die Führung in Teheran die Darstellung des US-Präsidenten umgehend dementierte.
Widersprüchliche Angaben zum Waffenstillstand
Präsident Trump behauptet, das iranische Regime habe um Frieden gebeten; Teheran dementiert dies umgehend als unwahr.
Bedingung Hormus-Meerenge
Die USA fordern die uneingeschränkte Öffnung der Straße von Hormus als Voraussetzung für das Ende der Militäroperationen.
Militärische Eskalation und Drohungen
Trump droht mit der Zerstörung kritischer iranischer Infrastruktur, während das Pentagon Truppenverstärkungen in die Region entsendet.
Infragestellung der NATO
Wegen mangelnder Unterstützung im Iran-Konflikt erwägt Trump offen den Austritt der USA aus dem Verteidigungsbündnis.
US-Präsident Donald Trump gab am Mittwoch bekannt, dass der iranische Präsident um eine Waffenruhe gebeten habe. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, dass der „Präsident des neuen Regimes im Iran“ einen Waffenstillstand angefragt habe, nannte jedoch die Wiedereröffnung der Straße von Hormus als einzige Bedingung für die Prüfung einer Einstellung der Feindseligkeiten. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi wies diese Behauptung gegenüber dem Sender Al Jazeera zurück. Er erklärte, sein Land habe keine derartige Anfrage gestellt, und warnte, dass Teheran nicht auf Drohungen oder Ultimaten reagieren werde. Die widersprüchlichen Erklärungen erfolgten nur wenige Stunden vor einer für Mittwoch 21:00 Uhr ET geplanten Fernsehansprache Trumps zum Verlauf des seit fünf Wochen andauernden Konflikts. Trump nannte den iranischen Amtsträger nicht namentlich, obwohl mehrere Medienvertreter davon ausgingen, dass er sich auf den seit 2024 amtierenden Präsidenten Massud Peseschkian bezog. Eine unabhängige Bestätigung für ein Waffenstillstandsgesuch aus Teheran lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor. Trump droht mit vollständiger Zerstörung bei Blockade der MeerengeIn seinem Beitrag auf Truth Social warnte Trump vor schwerwiegenden Konsequenzen, sollte die Meerenge geschlossen bleiben und kein Abkommen zustande kommen.„Der Präsident des neuen Regimes im Iran, weit weniger radikalisiert und viel klüger als seine Vorgänger, hat die Vereinigten Staaten von Amerika soeben um einen WAFFENSTILLSTAND gebeten! Wir werden dies in Erwägung ziehen, wenn die Straße von Hormus offen, frei und ungehindert ist. Bis dahin werden wir den Iran in die Nichtexistenz bomben, oder wie man so schön sagt, zurück in die Steinzeit!!!” — Donald Trump via Truth Social, wie von Reuters berichtetBereits zwei Tage zuvor, am 30. März, hatte Trump damit gedroht, iranische Kraftwerke, Ölquellen, die Insel Charg und Entsalzungsanlagen zu zerstören, sollten Verhandlungen scheitern. In einem Telefoninterview mit Reuters am Mittwoch erklärte Trump, das US-Militär werde den Iran „ziemlich schnell“ verlassen, könne aber im Bedarfsfall für „punktuelle Schläge“ zurückkehren. Er gab an, dass das US-Militär sichergestellt habe, dass der Iran keine Atomwaffe besitzen werde: „Sie werden keine Atomwaffe haben, weil sie dazu nun unfähig sind.“ Trump äußerte zudem die Hoffnung auf eine Einigung mit der neuen Führung des Landes: „Wir haben eine sehr gute Chance auf ein Abkommen, weil sie nicht länger bombardiert werden wollen.“ Zur Frage des angereicherten Urans im Iran sagte Trump, dieses befinde sich „so tief unter der Erde, dass es mich nicht kümmert“, und die USA würden es per Satellit überwachen.Der Konflikt begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran, bei denen am ersten Tag der Operation das geistliche Oberhaupt Ali Chamenei getötet wurde. Sein Sohn Mojtaba Chamenei wurde daraufhin am 9. März 2026 zum neuen Obersten Führer ernannt. Massud Peseschkian amtiert seit 2024 als Präsident, nachdem Ebrahim Raisi bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen war. Berichten von Iran International zufolge haben wachsende Spannungen zwischen der Regierung Peseschkian und der Militärführung den Präsidenten in eine „vollständige politische Sackgasse“ geführt, wobei das Korps der Islamischen Revolutionsgarden faktisch Ernennungen blockiert und die Kontrolle über wesentliche Staatsfunktionen übernommen hat. Irans Außenminister weist Darstellung über Waffenruhe entschieden zurückAbbas Araghtschi widersprach Trumps Schilderung der Ereignisse deutlich. In seinem Interview mit Al Jazeera betonte er, dass der Iran keine Verhandlungen aufgenommen habe und allein Teheran und Oman über die Zukunft der Straße von Hormus entscheiden würden. Araghtschi bestätigte zwar, dass Nachrichten zwischen Washington und Teheran über den US-Gesandten Steve Witkoff ausgetauscht wurden, dies jedoch keine Verhandlungen darstelle.„Man kann mit dem iranischen Volk nicht in der Sprache der Drohungen und Ultimaten sprechen. Wir lassen uns keine Fristen setzen, wenn es darum geht, uns zu verteidigen.” — Abbas Araghtschi via Al Jazeera, wie von Adevarul.ro berichtetAraghtschi warnte zudem, der Iran sei auf einen Landkrieg vorbereitet und werde den Zugang für feindliche Schiffe durch die Meerenge weiter einschränken. Die gegensätzlichen öffentlichen Stellungnahmen beider Seiten verdeutlichten die Ungewissheit des Konflikts, wobei beide Regierungen Stärke demonstrierten und gleichzeitig die Möglichkeit einer Verhandlungslösung offenließen. Beobachter merkten an, dass Trumps jüngste Äußerungen eine Abkehr von früheren Signalen darzustellen schienen, wonach die Öffnung der Straße von Hormus keine Bedingung für ein Kriegsende gewesen sei. Die fast vollständige Schließung der Meerenge durch iranische Kräfte hatte die Preise für Rohöl der Sorte Brent in dieser Woche auf einen Höchststand von 112.57 (US-Dollar pro Barrel) — Brent-Rohöl auf dem höchsten Stand seit 2022 getrieben, nachdem der Preis vor Konfliktbeginn am 28. Februar bei etwa 73 Dollar gelegen hatte. Bis Mittwoch fielen die Ölpreise jedoch nach Trumps Äußerungen über ein mögliches Abkommen um rund 2 Prozent auf etwa 102 Dollar pro Barrel. Trump droht mit NATO-Austritt, Märkte reagieren positiv auf EinigungshoffnungNeben seinen Aussagen zum Iran erklärte Trump gegenüber Reuters, dass er in seiner Rede am Mittwochabend sein „Abscheu“ gegenüber der NATO zum Ausdruck bringen werde, da das Bündnis die US-Ziele im Iran nicht unterstützt habe. Dem Daily Telegraph sagte er, er ziehe einen Austritt der USA aus dem Bündnis „absolut“ in Erwägung. Er bezeichnete die Allianz als „Papiertiger“ und erklärte, der Austritt sei nun „unwiderruflich“. „Sie waren keine Freunde, als wir sie brauchten“, so Trump im Reuters-Interview. „Wir haben nie viel verlangt... es ist eine Einbahnstraße.“ Bereits am Vortag hatte Pentagon-Chef Pete Hegseth abgelehnt, die US-Verpflichtung zur kollektiven Verteidigung der NATO zu bekräftigen, und dies zur Entscheidung Trumps erklärt. Außenminister Marco Rubio sagte, Washington müsse seine Beziehungen zum Bündnis nach Ende des Iran-Konflikts „neu bewerten“. Die Finanzmärkte reagierten positiv auf die Aussicht auf eine Einigung: Der Dow Jones Industrial Average stieg am Mittwoch um 363 (Punkte (0,8 %)) — Gewinne des Dow Jones bei Hoffnung auf Waffenruhe. Zeitgleich bereitete das Pentagon militärische Optionen vor und verlegte weitere Einheiten in die Region, darunter die USS Tripoli mit etwa 5.000 Soldaten, die USS Boxer sowie Fallschirmjäger der 82. Luftlandedivision und Spezialeinheiten.2026-02-27: 73, 2026-04-01: 112.57, 2026-04-01: 102
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Abbas Araghchi — Minister spraw zagranicznych Iranu od sierpnia 2024 roku
- Masoud Pezeshkian — Dziewiąty prezydent Iranu od 2024 roku
- Pete Hegseth — Sekretarz obrony Stanów Zjednoczonych
Sources: 13 articles
- "False și nefondate". Prima reacție a Teheranului, după ce Trump a susținut că Iranul a cerut armistițiu - HotNews.ro (HotNews.ro)
- Statele Unite și Iranul poartă discuții privind un armistițiu pentru redeschiderea Strâmtorii Ormuz (Axios) (Digi24)
- În fața amenințării lui Trump, Franța ripostează: "Permiteți-mi să vă reamintesc ce este NATO" - HotNews.ro (HotNews.ro)
- Trump spune că Iranul a cerut armistițiu și că SUA se retrag cu o condiție: "Dacă nu, îi trimitem în epoca de piatră" (Libertatea)
- Trump spune că președintele Iranului a solicitat un armistițiu. Condiția pe care o pune SUA (adevarul.ro)
- Trump anunță când vor încheia SUA operațiunea din Iran și spune că în discursul adresat națiunii își va exprima "dezgustul" față de NATO - HotNews.ro (HotNews.ro)
- Iranul tocmai a cerut un armistițiu, afirmă Trump. Ce condiție pune ca să ia în considere cererea - HotNews.ro (HotNews.ro)
- Trump susține că preşedintele Iranului a cerut un armistiţiu (G4Media.ro)
- Donald Trump a anunțat că noul lider al Iranului a cerut Statelor Unite un armistițiu: "Îl vom trimite în Epoca de Piatră" - Știrile ProTV (Stirile ProTV)
- Donald Trump susține că Iranul a cerut încetarea focului (Mediafax.ro)