Eine russische Militärtransportmaschine vom Typ Antonow An-26 ist am Dienstag, den 31. März 2026, gegen eine Felswand auf der Halbinsel Krim geprallt. Russische Behörden meldeten den Tod aller Insassen, wobei die Opferzahlen offiziell zwischen 29 und 30 schwanken. Trümmerteile wurden in einem bewaldeten Gebirgsareal nahe der Ortschaft Kuibyschewo entdeckt.
Absturz auf der Krim
Eine Antonow An-26 prallte gegen eine Felswand nahe Kuibyschewo, alle Insassen starben.
Widersprüchliche Opferzahlen
Das Verteidigungsministerium spricht von 29 Toten, das Ermittlungskomitee nennt 30 Opfer.
Technische Ursache vermutet
Russische Behörden schließen äußere Einwirkungen aus und ermitteln wegen Verstößen gegen Flugregeln.
Weiterer möglicher Verlust
Berichte über den Absturz eines Su-34-Jagdbombers am selben Tag blieben offiziell unbestätigt.
Ein russisches Antonov An-26 Militärtransportflugzeug ist am Dienstag, den 31. März 2026, auf der Krim gegen eine Felswand geprallt. Dabei kamen alle Personen an Bord ums Leben. Je nach Quelle berichten russische Stellen von 29 oder 30 Todesopfern. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte den Tod von sechs Besatzungsmitgliedern und 23 Passagieren und nannte einen technischen Defekt als vorläufige Ursache. Das Ermittlungskomitee der Russischen Föderation bezifferte die Gesamtzahl hingegen auf 30 Personen, darunter sieben Besatzungsmitglieder und 23 Passagiere. Der Kontakt zum Flugzeug riss gegen 18:00 Uhr Moskauer Zeit (15:00 Uhr MEZ) während eines planmäßigen Fluges über der Halbinsel ab. Ein Such- und Rettungsteam lokalisierte das Wrack laut Berichten der New York Times in einem bewaldeten Mittelgebirge bei der Ortschaft Kuibyschewo im Süden der Krim, etwa 25 Kilometer von der Schwarzmeerküste entfernt. Das Verteidigungsministerium erklärte, es habe keine äußere Einwirkung auf das Flugzeug gegeben, und schloss Raketen- oder Drohnenbeschuss sowie andere Interventionen aus. „Es gab keine Einwirkung auf das Flugzeug. Die vorläufige Absturzursache ist eine technische Fehlfunktion. Eine Militärkommission ist vor Ort im Einsatz.” — Russisches Verteidigungsministerium via TASS
Strafverfahren wegen Verstößen gegen Flugregeln eingeleitet Das Ermittlungskomitee eröffnete ein Strafverfahren wegen des Vorwurfs der „Verletzung von Flugregeln oder der Flugvorbereitung“, wie die Behörde über ihren Telegram-Kanal mitteilte. Die unterschiedlichen Angaben zu den Opferzahlen zwischen dem Verteidigungsministerium und dem Ermittlungskomitee – 29 gegen 30 – führten zu Unklarheiten in den offiziellen Stellungnahmen. Der Independent wies darauf hin, dass ungewiss bleibe, ob möglicherweise ein Besatzungsmitglied überlebt haben könnte. Ukrainische Behörden hatten sich bis Mittwochmorgen laut New York Times nicht zu dem Absturz geäußert. Obwohl ukrainische Streitkräfte regelmäßig russische Militäranlagen auf der Krim angreifen, schlossen die russischen Behörden ausdrücklich eine feindliche Einwirkung aus. Die strafrechtliche Einordnung durch das Ermittlungskomitee deutet darauf hin, dass die Behörden von einem Wartungsfehler oder einem Fehlverhalten im Betrieb ausgehen, anstatt von einer Kriegseinwirkung.
30 (Tote) — Höchstzahl gemeldeter Todesopfer beim An-26-Absturz
Russland hat die Krim im Jahr 2014 nach einem von großen internationalen Organisationen als illegal und ungültig eingestuften Referendum annektiert. Die Halbinsel ist aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine für die zivile Luftfahrt gesperrt. Der Flugzeugtyp An-26 war im letzten Jahrzehnt in mehrere schwere Unfälle verwickelt. Eine ukrainische An-26 stürzte 2020 während eines Übungsfluges im Nordosten der Ukraine ab, wobei 26 der 27 Insassen starben. Acht Menschen, darunter fünf Russen, kamen 2020 beim Absturz einer An-26 im Südsudan ums Leben.
Berichte über Verlust einer Su-34 am selben Tag nicht offiziell bestätigt Am Tag des An-26-Absturzes verlor die russische Militärluftfahrt Berichten zufolge zudem einen Jagdbomber vom Typ Suchoi Su-34. Dies meldete der Telegram-Kanal Fighterbomber, den die Zeitung El País als Luftwaffen-nahe einstuft. Der Kanal veröffentlichte ein Schwarz-Weiß-Foto eines Flugzeugs mit unkenntlich gemachter Hecknummer und den Worten „Ewiger Flug, Bruder“. Das Verteidigungsministerium bestätigte den Verlust nicht und machte keine Angaben zum Schicksal der Besatzung. Das ukrainische Militärportal Militarnyi berichtete, das Flugzeug sei möglicherweise während eines Angriffsflugs über dem Schwarzen Meer getroffen worden; der Pilot sei verstorben, während der Verbleib des Navigators ungeklärt sei. Diese Berichte wurden von russischer Seite nicht offiziell bestätigt. Die Su-34 wird von russischen Streitkräften aktiv eingesetzt, um Ziele entlang der Frontlinie mit präzisionsgelenkten Bomben anzugreifen. Die Tagesschau merkte an, dass der An-26-Absturz etwa zehn Tage nach der Meldung des ukrainischen Generalstabs vom 20. März erfolgte, wonach ein russisches Frühwarnflugzeug vom Typ A-50 abgeschossen wurde – ein Flugzeugtyp, dessen Kosten auf rund 400 Millionen Euro geschätzt werden und der für Russlands Luftkrieg von hoher strategischer Bedeutung ist.
An-26 mit langer Liste an Unfällen in Militär und Zivilluftfahrt Das Modell An-26 weist in seiner jahrzehntelangen Dienstzeit eine erhebliche Unfallserie auf. Vier von zehn Personen an Bord starben 2017 bei einer Bruchlandung einer An-26 an der Elfenbeinküste, und eine ukrainische An-26 stürzte 2022 in der Region Saporischschja ab, wobei ein Mensch ums Leben kam. Die Tagesschau berichtete, dass sich seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine Unfälle in der Militärluftfahrt häufen. Genannt wurden der Absturz einer Antonow-22 in der Region Iwanowo im Dezember letzten Jahres, einer MiG-31 in der Region Lipezk im Oktober sowie eines Tu-22M3-Bombers in der sibirischen Region Irkutsk im April desselben Jahres. Bereits im Oktober 2022 stürzte eine Su-34 in ein Wohngebiet der russischen Stadt Jeisk am Asowschen Meer, was einen Großbrand auslöste und zahlreiche Todesopfer forderte. Die am Dienstag verunglückte An-26 befand sich auf einem planmäßigen Flug; die russischen Behörden haben keine Details zum Zweck der Mission oder zur Identität der Personen an Bord bekannt gegeben.
Vorfälle der russischen Militärluftfahrt: — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Fighterbomber — Rosyjski kanał w serwisie Telegram, powiązany z kręgami lotniczymi, który poinformował o stracie Su-34.
Sources: 50 articles
- Russian military plane crash in Crimea kills at least 29 (Deutsche Welle)
- Treinta muertos al estrellarse un avión militar ruso por "un fallo técnico" en Crimea (La Razón)
- Un avión militar ruso con 29 personas a bordo se estrella en Crimea sin supervivientes (EL PAÍS)
- 29 Killed in Russian Military Plane Crash in Crimea (The New York Times)
- Viele Tote bei Absturz von russischem Flugzeug über der Krim (tagesschau.de)
- Russian military plane crash in annexed Crimea kills 29 (The Independent)
- Queda de avião de transporte militar russo na Crimeia causa 29 mortos (Publico)
- Au moins 29 personnes tuées dans le crash d'un avion de transport militaire russe en Crimée (BFMTV)
- Ukraine: 30 Tote bei Absturz von russischem Flugzeug über der Krim (Handelsblatt)
- Queda de avião militar russo na Crimeia causa morte dos 29 ocupantes (SAPO)