US-Präsident Donald Trump hat dem Iran eine Frist bis Dienstagabend gesetzt, um die strategisch wichtige Straße von Hormus wieder freizugeben. Im Falle einer Ablehnung drohte Trump mit der gezielten Zerstörung der nationalen Energie- und Transportinfrastruktur. Die Spannungen verschärften sich zuletzt durch israelisch-amerikanische Luftangriffe auf über 120 Ziele innerhalb des Irans.
Ultimatum bis Dienstag
US-Präsident Trump fordert die Öffnung der Straße von Hormus bis zum 7. April um 20:00 Uhr ET, andernfalls droht er mit der Zerstörung der Infrastruktur.
Gefahr von Kriegsverbrechen
Juristen warnen, dass Angriffe auf zivile Ziele wie Kraftwerke und Brücken gegen internationales Recht verstoßen könnten.
Iranische Ablehnung
Parlamentssprecher Ghalibaf warnt vor einem Flächenbrand in der Region und sieht die USA in der Verantwortung.
Strategische Bedeutung
Die Blockade der Straße von Hormus betrifft rund 20 Prozent des globalen Öltransports.
Donald Trump hat dem Iran am 5. April 2026 ein letztes Ultimatum gestellt und gefordert, dass Teheran die Straße von Hormus wieder öffnet oder bis Dienstag, den 7. April, um 20:00 Uhr Ortszeit (US-Ostküste) ein Friedensabkommen schließt. Andernfalls drohe dem Land die vollständige Zerstörung der Energie- und Verkehrsinfrastruktur. Trump veröffentlichte die Frist auf seiner Plattform Truth Social nach einer Reihe eskalierender Äußerungen gegenüber Fox News, ABC News, NBC News und Axios, in denen er für den Fall der Nichtbefolgung mit massiven Schlägen gegen das gesamte Land drohte. Die Frist stellt eine leichte Verlängerung eines zuvor am 5. April angekündigten 48-Stunden-Fensters dar, das wiederum ein bereits am 26. März gesetztes Ultimatum bekräftigte. Die Straße von Hormus ist seit Wochen blockiert, was laut Berichten von Adnkronos etwa 20 Prozent des weltweiten Ölverkehrs beeinträchtigt. Der Iran wies das Ultimatum umgehend zurück. In den 24 Stunden vor dem 5. April griffen israelisch-amerikanische Streitkräfte mehr als 120 Ziele im Iran an, darunter zahlreiche Raketenstellungen im Zentrum und im Westen des Landes. Trump bezeichnet Dienstag als „Tag der Kraftwerke“ und „Tag der Brücken“Trump konkretisierte die angedrohten Ziele in einem Beitrag auf Truth Social in einer für seine Verhältnisse ungewöhnlich deutlichen Sprache. „Der Dienstag im Iran wird zum Tag der Kraftwerke und zum Tag der Brücken, alles in einem. So etwas hat es noch nicht gegeben. Öffnet die verdammte Meerenge, ihr Wahnsinnigen, oder ihr werdet in der Hölle landen – ihr werdet schon sehen! Allah sei gepriesen.” — Donald Trump via ANSA.it In einem separaten Telefoninterview mit ABC News erklärte Trump gegenüber der Moderatorin Rachel Scott, dass man „das ganze Land in die Luft jagen“ werde, sollte der Iran nicht innerhalb der Frist zu einem Friedensabkommen gelangen. Gegenüber Fox News äußerte er zudem, es gebe „eine gute Chance“ für eine Einigung am Montag und sagte: „Sie verhandeln gerade.“ Gleichzeitig warnte er jedoch, er ziehe in Erwägung, „alles zu zerstören und das Öl in Besitz zu nehmen“, falls kein schnelles Ergebnis vorliege. Die New York Times wies darauf hin, dass die Zerstörung von Kraftwerken, Brücken, Entsalzungsanlagen und der ölbasierten Infrastruktur für die 93 Millionen Einwohner des Irans nach internationalem Recht in den meisten Fällen als Kriegsverbrechen einzustufen wäre. Brian Finucane, im Adnkronos-Bericht als ehemaliger Rechtsberater des US-Außenministeriums angeführt, erklärte, dass die Androhung von Angriffen auf sämtliche Brücken oder Kraftwerke ohne Unterscheidung zwischen rechtmäßigen und unrechtmäßigen Zielen den Tatbestand der Drohung mit Kriegsverbrechen erfülle. Irans Parlamentssprecher warnt vor Konsequenzen für US-FamilienDie Reaktion des Irans fiel ablehnend aus. Mohammad Bagher Ghalibaf, seit 2020 Sprecher des iranischen Parlaments, antwortete Trump direkt auf X und warnte vor schwerwiegenden Folgen für die USA und die gesamte Region. „Ihre rücksichtslosen Schritte ziehen die Vereinigten Staaten für jede einzelne Familie buchstäblich in die Hölle, und unsere gesamte Region wird brennen, weil Sie darauf bestehen, Netanjahus Befehlen zu folgen. Täuschen Sie sich nicht: Durch das Begehen von Kriegsverbrechen werden Sie nichts erreichen.” — Mohammad Bagher Ghalibaf via ANSA.it Ghalibaf fügte hinzu, dass die einzige wahre Lösung darin bestehe, die Rechte des iranischen Volkes zu respektieren und dieses „gefährliche Spiel“ zu beenden. Iranische Offizielle erklärten gegenüber Tgcom24 zudem, dass die USA nach einem Ausweg suchten, man dies aber nicht zulassen werde. Trotz der öffentlichen Ablehnung leitete der Iran laut Tgcom24 Gespräche mit dem Oman ein, um diesem Golfstaat eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu garantieren – ein Schritt, der neben der konfrontativen Rhetorik auf diplomatische Manöver hindeutet. Die Suche nach einem vermissten amerikanischen Waffensystemoffizier, dessen F-15 über dem Iran abgeschossen wurde, verschärfte die Spannungen zusätzlich. Wochenlange Blockade nach Kriegsausbruch im FebruarDer israelisch-amerikanische Militäreinsatz gegen den Iran unter dem Namen „Operation Epic Fury“ begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen, bei denen Revolutionsführer Ali Khamenei getötet wurde. Sein Sohn Mojtaba Khamenei wurde daraufhin am 9. März 2026 zum neuen Obersten Führer ernannt. Trump hatte die Möglichkeit von Angriffen auf die iranische Infrastruktur erstmals am 21. März 2021 ins Gespräch gebracht und am 26. März ein formelles Ultimatum gestellt. Durch die Straße von Hormus, eine rund 167 Kilometer lange Wasserstraße zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, fließen etwa 20 Prozent des weltweiten Ölverkehrs, weshalb ihre Sperrung die globalen Energiemärkte erheblich belastet. Die Sperrung der Meerenge hält seit Wochen an, während die israelisch-amerikanischen Luftangriffe fortgesetzt wurden, wobei allein in einem 24-Stunden-Zeitraum mehr als 120 Ziele getroffen wurden. Trumps wechselnde Fristen – vom 26. März über den 6. April bis hin zum 7. April um 20:00 Uhr ET – spiegelten laut Adnkronos ein Muster von „Korrekturen und Variationen“ in seinen öffentlichen Erklärungen wider, auch wenn die Kernforderung unverändert blieb. 20 (Prozent) — Anteil des weltweiten Ölverkehrs, der die Straße von Hormus passiert Angesichts der anhaltenden Luftschläge, eines vermissten US-Soldaten, iranischer Diplomatie in Richtung Oman und der eskalierenden Rhetorik Trumps blieb die Situation vor Ablauf der Frist am Dienstag ohne klare Lösung.
Mentioned People
- Donald Trump — Prezydent Stanów Zjednoczonych
- Mohammad Bagher Ghalibaf — Przewodniczący Parlamentu Iranu od 2020 roku
- Benjamin Netanyahu — Premier Izraela
Sources: 16 articles
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