In einer 19-minütigen Fernsehansprache aus dem Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump am 1. April 2026 den laufenden militärischen Einsatz gegen den Iran verteidigt. Er kündigte massive Schläge gegen die Infrastruktur an, sollte innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen kein diplomatisches Abkommen erzielt werden. Trotz Berichten über die Zerstörung wesentlicher iranischer Streitkräfte bleibt ein konkreter Zeitplan für ein Ende der Feindseligkeiten weiterhin aus.
Ultimatum an den Iran
Trump droht mit Schlägen gegen Elektrizitätswerke innerhalb von zwei bis drei Wochen, falls kein Deal zustande kommt.
Status der Streitkräfte
Der US-Präsident erklärt die iranische Marine und Luftwaffe für weitgehend zerstört und sieht militärische Ziele fast erreicht.
Straße von Hormus
Trump spielt die Bedeutung der gesperrten Wasserstraße für die USA herunter und fordert Verbündete zum eigenen Handeln auf.
US-Präsident Donald Trump hielt am 1. April 2026 eine 19-minütige Fernsehansprache aus dem Weißen Haus, um den andauernden amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran zu rechtfertigen. Er drohte damit, das Land „extrem hart“ zu treffen, falls innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen keine diplomatische Einigung erzielt werde. Trump erklärte, die iranische Marine sei zerstört, die Luftwaffe liege in Ruinen und der Großteil der Führungsriege des Regimes sei tot. Gleichzeitig behauptete er, die US-Streitkräfte stünden kurz vor dem Abschluss ihrer militärischen Ziele. Die Rede fand vor dem Hintergrund hoher Weltölpreise und sinkender Umfragewerte statt. Trump signalisierte zwar Verhandlungsbereitschaft, erneuerte jedoch gleichzeitig die Drohungen einer weiteren Eskalation, was Analysten als widersprüchliche Signale an Verbündete und Gegner werteten.
Drohung mit der Steinzeit und Ultimatum für Kraftwerke Trumps deutlichste Warnung erfolgte im letzten Teil seiner Rede, in dem er mit Angriffen auf die iranische Infrastruktur drohte, sollten die Gespräche scheitern.
„Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir schicken sie zurück in die Steinzeit, wo sie hingehören.” — Donald Trump via Neue Zürcher Zeitung
Er warnte spezifisch davor, dass die Vereinigten Staaten im Falle einer Ergebnislosigkeit jedes einzelne iranische Elektrizitätswerk angreifen würden.
„Wenn es in diesem Zeitraum keine Einigung gibt, werden wir jedes einzelne ihrer Elektrizitätswerke sehr hart und wahrscheinlich gleichzeitig treffen.” — Donald Trump via Neue Zürcher Zeitung
Anfang der Woche hatte Trump laut „Die Welt“ zudem damit gedroht, Entsalzungsanlagen für die Trinkwasserversorgung anzugreifen – eine Drohung, die er in der Mittwochsansprache nicht wiederholte. Das Blatt merkte an, dass Trump die Dauer des Iran-Krieges ursprünglich auf vier bis sechs Wochen geschätzt hatte; das nun gesetzte Zeitfenster würde den Konflikt über diese Prognose hinaus verlängern. Zudem wurde beobachtet, dass Trump bereits in anderen Konflikten, etwa im russisch-ukrainischen Friedensprozess, Zwei-Wochen-Fristen gesetzt hatte, ohne diese konsequent zu verfolgen. Trump bezeichnete die derzeitige iranische Führung zudem als eine „weniger radikale und viel vernünftigere Gruppe“ und deutete an, dass die Ausschaltung der ursprünglichen Führung die Verhandlungslage verändert habe. Wer genau den Iran derzeit führt, teilte die US-Regierung jedoch nicht mit.
Blockade von Hormus heruntergespielt, Appell an europäische Partner Zur Sperrung der Straße von Hormus erklärte Trump, die USA seien aufgrund ihrer Energieunabhängigkeit – gestärkt durch die Zusammenarbeit mit Venezuela – nicht mehr auf diese Route angewiesen. Er forderte europäische und asiatische Staaten, die auf Erdöl aus der Golfregion angewiesen sind, dazu auf, die Verantwortung für die Wiederöffnung und Sicherung des Seewegs selbst zu übernehmen.
„Wir importieren kein Öl durch die Straße von Hormus, wir brauchen sie nicht. Die Länder, die ihr Öl von dort beziehen, sollten selbst zur Meerenge gehen und es sich holen.” — Donald Trump via ANSA
Die iranischen Revolutionsgarden widersprachen Trumps Darstellung direkt. In einer im staatlichen Fernsehen ausgestrahlten Erklärung hieß es, die Meerenge stehe weiterhin unter ihrer Kontrolle.
„Die Lage in der Straße von Hormus ist fest und vollständig unter der Kontrolle unserer Seestreitkräfte.” — Iranian Revolutionsgard via ANSA
Von Reuters zitierte Analysten warnten, dass der Iran ein bedeutendes Druckmittel behalte, solange er die Straße kontrolliere, über die rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gasexporte abgewickelt werden. Die „Neue Zürcher Zeitung“ gab zu bedenken, dass weder europäische noch asiatische Verbündete über die militärischen Kapazitäten verfügen dürften, die Wasserstraße eigenständig unter Kontrolle zu bringen, da die Revolvingarden weiterhin über Langstreckenraketen und Drohnen verfügen. Westliche Verbündete, die vor Kriegsbeginn nicht konsultiert worden waren, hielten sich bislang mit einer Beteiligung am Konflikt zurück.
Nukleare Bedrohung laut Trump eingedämmt, Glückwünsche für Artemis II Trump begann seine Ansprache mit Glückwünschen an die NASA zum Start der Mission Artemis II, bevor er zum Thema Krieg überleitete. Bezüglich der iranischen Nuklearpläne behauptete Trump, die Gefahr eines atomar bewaffneten Irans sei neutralisiert worden.
„Die Atomanlagen, die wir mit B-2-Bombern zerstört haben, wurden so hart getroffen, dass es Monate dauern würde, sich auch nur dem atomaren Staub zu nähern.” — Donald Trump via Neue Zürcher Zeitung
Er fügte hinzu, dass die USA die Standorte per Satellit überwachen und auf jede festgestellte Bewegung mit Raketenangriffen reagieren würden. Zudem verwies Trump auf die US-Präsenz in Venezuela, die er als Garant für die Energieunabhängigkeit darstellte; beide Länder agierten nun wie Partner in einem „Joint Venture“ bei der Öl- und Gasförderung. Europäische Medien reagierten skeptisch: „Watson.ch“ bezeichnete die Rede als weitgehende Wiederholung bereits bekannter Argumente, während „Die Welt“ die Ansprache als in sich widersprüchlich beschrieb – Trump habe das Land als „im Grunde keine Gefahr mehr“ bezeichnet und gleichzeitig die schwersten Bombardements angedroht. Laut Reuters dürfte die Rede die Finanzmärkte kaum beruhigen. Es handele sich um die größte US-Militäroperation seit der Invasion des Irak 2003, für die es im Inland nur begrenzte Unterstützung gebe.
Die Operation „Epic Fury“, der amerikanisch-israelische Militärfeldzug gegen den Iran, begann am 28. Februar 2026. Ali Chamenei, das geistliche Oberhaupt seit 1989, wurde bei den ersten Angriffen getötet. Sein Sohn Mojtaba Chamenei wurde am 9. März 2026 zum Nachfolger ernannt. Der Konflikt ist laut Reuters das größte militärische Engagement der USA seit dem Irak-Krieg 2003. Die Schließung der Straße von Hormuz löste den schwersten globalen Energieschock der Geschichte aus.
Wichtige Ereignisse: Operation Epic Fury: — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Reid Wiseman — astronauta NASA biorący udział w misji Artemis II
- Victor Glover — astronauta NASA biorący udział w misji Artemis II
- Christina Koch — astronautka NASA biorąca udział w misji Artemis II
- Jeremy Hansen — astronauta Kanadyjskiej Agencji Kosmicznej biorący udział w misji Artemis II
Sources: 64 articles
- Uncertainty about end to Iran war persists after address (RTE.ie)
- Iran-Krieg: Das fiel bei Trumps Iran-Rede an die Nation auf (Handelsblatt)
- TV-Ansprache: Von "alles geschafft" bis "werden weitermachen" - Trumps widersprüchliche Iran-Rede - WELT (DIE WELT)
- Im Westen nichts Neues - Trumps 19-Minuten-Rede in 6 Punkten (watson.ch/)
- Trump spricht zur Nation und droht Iran: "Wir schicken sie zurück ins Steinzeitalter" (Neue Zürcher Zeitung)
- Das fiel bei Trumps Iran-Rede an die Nation auf (Süddeutsche Zeitung)
- Trump will den "Job" in Iran beenden, bleibt beim Ziel aber vage (Süddeutsche Zeitung)
- Trump offers few answers as he seeks to calm nerves over Iran war (BBC)
- Donald Trump gibt sich überraschend zahm in Iran-Ansprache (Frankfurter Allgemeine)
- Trump: VS treffen Iran nog twee tot drie weken 'extreem hard' (Trouw)