Israel hat die Tötung von drei ranghohen iranischen Vertretern bei Luftangriffen am 17. und 18. März 2026 bestätigt. Unter den Getöteten sind Ali Larijani, Gholamreza Soleimani und Geheimdienstminister Esmail Khatib. Beobachter werten die Angriffe als schweren Rückschlag für den iranischen Sicherheits- und Nachrichtendienstapparat, auch wenn die Staatsführung bislang nicht zusammengebrochen ist.

Drei ranghohe Funktionäre getötet

Israel bestätigte die Tötung von Ali Larijani, Gholamreza Soleimani und Esmail Khatib bei Luftangriffen am 17. und 18. März 2026.

Iran droht mit Vergeltung

Teheran bestätigte die Todesfälle, sprach von einem Akt der Aggression und kündigte eine Reaktion gegen Israel an.

US-Regierung uneins über Atomprogramm

Laut Il Fatto Quotidiano widersprach Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard den öffentlichen Aussagen von Präsident Donald Trump zum iranischen Atomprogramm.

Führung in Teheran unter Druck

Seit Beginn der Operation Epic Fury wurden zentrale politische, militärische und nachrichtendienstliche Figuren Irans gezielt ausgeschaltet.

Regime besteht trotz schwerer Verluste fort

Nach Berichten mehrerer Medien ist Irans Sicherheitsapparat deutlich geschwächt, die Regierung aber bislang nicht zusammengebrochen.

Israel hat die Tötung von drei ranghohen iranischen Amtsträgern bei Luftangriffen am 17. und 18. März 2026 bestätigt. Analysten werten dies als schweren Schlag gegen den Sicherheits- und Nachrichtendienstapparat der Islamischen Republik. Ali Larijani, der als Sekretär des Supreme National Security Council amtierte und nach dem Tod von Revolutionsführer Ali Khamenei am 28. Februar weithin als faktischer Führer Irans galt, wurde nach Angaben iranischer Staatsmedien und einer Bestätigung von Reuters bei einem israelischen Luftangriff am 17. März getötet. Am selben Tag kam auch Gholamreza Soleimani, Kommandeur der Basij-Miliz, bei israelischen Angriffen ums Leben. Israels Verteidigungsminister bestätigte am 18. März zudem, dass Esmail Khatib, Irans Geheimdienstminister, bei einem nächtlichen Luftangriff getötet worden sei. Darüber berichteten BBC News und Reuters.

Die Welle gezielter Tötungen folgte auf den Beginn der Operation Epic Fury am 28. Februar 2026, einer gemeinsamen Militärkampagne der USA und Israels gegen Iran. Revolutionsführer Ali Khamenei wurde bei den ersten Angriffen dieser Operation getötet. Sein Sohn Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 zum neuen Revolutionsführer ernannt. Seit Kriegsbeginn richtet sich die Kampagne schrittweise gegen die politische, militärische und nachrichtendienstliche Führung Irans.

Getötete iranische Spitzenvertreter bei israelischen Angriffen, März 2026: — ; — ; —

Teheran kündigt entschlossenes Vorgehen gegen Israel an Iran bestätigte die Todesfälle und drohte Israel mit Vergeltung, wie ANSA berichtete. Die iranischen Behörden bezeichneten die Tötungen als einen Akt der Aggression, der eine Antwort erfordere. Staatsnahe Quellen forderten demnach direkte Angriffe auf Israel. Die öffentliche Haltung des Regimes blieb trotz der aufeinanderfolgenden Verluste führender Funktionäre demonstrativ widerständig. Nach einem Bericht von La Sexta haben die präzisen israelischen Schläge gegen die iranische Führung das Regime bisher nicht zu Fall gebracht. Es organisiere sich unter dem Druck anhaltender Bombardierungen neu. Reuters berichtete am 17. März, iranische Rettungskräfte hätten unter unablässigem Beschuss nur eingeschränkt arbeiten können. Das verweist auf das Ausmaß der laufenden Militärkampagne. Auch das Gasfeld South Pars, Teil des weltweit größten Erdgasvorkommens, das Iran mit Katar teilt, soll von israelischen Streitkräften getroffen worden sein. Daraufhin kündigte Iran laut BBC News „entschlossenes Vorgehen“ an. In der Summe haben die Angriffe die iranischen Sicherheits- und Nachrichtendienststrukturen deutlich geschwächt, auch wenn die Regierung nicht kollabiert ist.

Gabbard widerspricht Trump bei Irans nuklearen Fähigkeiten Innerhalb der US-Regierung ist nach einem Bericht von Il Fatto Quotidiano ein gewichtiger Dissens über den Stand des iranischen nuclear program sichtbar geworden. Tulsi Gabbard, die als achte Director of National Intelligence amtiert, widersprach demnach den öffentlichen Aussagen von Präsident Donald Trump in dieser Frage. Die genaue Natur des Konflikts wurde zwar von Il Fatto Quotidiano erwähnt, doch der präzise Inhalt von Trumps Darstellung und Gabbards Widerspruch geht aus den verfügbaren Quellen nicht hervor. Die Abweichung zwischen der ranghöchsten Geheimdienstkoordinatorin des Landes und dem Präsidenten in einer zentralen Begründungsfrage der laufenden Militärkampagne gegen Iran könnte diplomatisch und strategisch erheblich sein. Bestätigte Informationen dazu, ob der Dissens eine formelle Reaktion des Weißen Hauses ausgelöst oder die operative Haltung der USA verändert hat, liegen nicht vor.

Irans Führungsstruktur erlebt eine beispiellose Störung ANSA veröffentlichte eine detaillierte Übersicht über die seit Beginn der Operation Epic Fury getöteten iranischen Funktionäre und beschrieb die Theokratie als durch die aufeinanderfolgenden Angriffe an ihrer Spitze weitgehend enthauptet. Larijani, geboren am 3. Juni 1958, amtierte seit 2025 als Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats; dieses Amt hatte er laut seinem Wikipedia-Eintrag bereits von 2005 bis 2007 inne. Gholamreza Soleimani, geboren 1964, kommandierte die Basidsch-Kräfte und wurde am 17. März 2026 getötet. Esmail Khatib, geboren 1961, war seit August 2021 Geheimdienstminister und nach seinem Wikipedia-Eintrag der achte Amtsinhaber auf diesem Posten. Die Tötung des Sekretärs des Sicherheitsrats, des Geheimdienstministers und des Basidsch-Kommandeurs innerhalb von 24 Stunden bedeutet eine außergewöhnliche Ballung von Verlusten an der Spitze des iranischen Zwangs- und Sicherheitsapparats. Mojtaba Khamenei, der am 9. März zum Revolutionsführer ernannt wurde, führt nun eine Regierung, die binnen kurzer Zeit mehrere ihrer wichtigsten operativen Führungspersonen verloren hat. Ob Iran noch über die institutionelle Geschlossenheit verfügt, um eine koordinierte militärische Antwort zu organisieren, bleibt nach der Analyse von La Sexta offen.

Mentioned People

  • Ali Larijani — Sekretarz Najwyższej Rady Bezpieczeństwa Narodowego od 2025 roku do zamachu w 2026 roku
  • Tulsi Gabbard — Ósma Dyrektor Wywiadu Narodowego od 2025 roku
  • Gholamreza Soleimani — Wysoki oficer Korpusu Strażników Rewolucji Islamskiej i dowódca paramilitarnej formacji Basidż
  • Esmail Khatib — Minister wywiadu od sierpnia 2021 roku do zamachu w marcu 2026 roku
  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych