Mehrere Medien berichten, Russland unterstütze Iran im Konflikt mit den USA und Israel mit Satellitenbildern und Drohnenwissen. Der Kreml weist die Vorwürfe zurück. Zugleich warnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der Krieg im Nahen Osten schwäche durch den Verbrauch von Munition unmittelbar die Verteidigungsfähigkeit seines Landes.

Berichte über russische Hilfe für Iran

Mehrere Medien, darunter das Wall Street Journal, berichten über russische Unterstützung für Iran mit Satellitenaufnahmen und Drohnenwissen im Konflikt mit den Vereinigten Staaten und Israel.

Kreml weist Vorwürfe zurück

Kremlsprecher Dmitry Peskov bestritt, dass Russland Iran Satellitenbilder oder Drohnentechnologie geliefert habe.

Selenskyj warnt vor Folgen für die Ukraine

Der ukrainische Präsident erklärte, der Krieg im Nahen Osten erschöpfe weltweite Munitionsbestände und schwäche dadurch unmittelbar die Verteidigungskraft der Ukraine.

Mehr als 200 Spezialisten entsandt

Nach Berichten hat die Ukraine auf Bitte von Verbündeten mehr als 200 Drohnenspezialisten in den Nahen Osten und die Golfregion entsandt, um bei der Abwehr von Shahed-Drohnen zu helfen.

Gespräche in London

Selenskyj traf in London Keir Starmer, um über Sicherheitszusammenarbeit und eine bilaterale Drohnenpartnerschaft zu sprechen.

Russland soll Iran nach Berichten des Wall Street Journal und weiterer Medien mit Satellitenaufnahmen und Drohnenfachwissen im Konflikt mit den Vereinigten Staaten und Israel unterstützen. Der Kreml hat die Vorwürfe jedoch entschieden zurückgewiesen. Die am 18. März 2026 veröffentlichten Berichte beschreiben nach Darstellung des Tagesspiegel eine russische Unterstützung, die über das bislang bekannte Maß hinausgehe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte am selben Tag öffentlich, der anhaltende Krieg im Nahen Osten leere weltweit die Munitionslager und schwäche damit direkt die Fähigkeit der Ukraine zur Selbstverteidigung. Diese neuen Angaben wurden bekannt, während Selenskyj zu Gesprächen mit dem britischen Premierminister Keir Starmer über Sicherheitszusammenarbeit und eine bilaterale Drohnenpartnerschaft in London war.

Kreml bestreitet Lieferungen von Satellitendaten und Drohnentechnik an Teheran Kremlsprecher Dmitry Peskov bestritt nach einem Bericht von wnp.pl unter Verweis auf die offizielle Reaktion des Kremls, dass Russland Iran mit Satellitenbildern oder Drohnentechnologie versorgt habe. Das Dementi erfolgte, nachdem das Wall Street Journal über russische Hilfe berichtet hatte. Auch das französische Medium L'Opinion und die rumänische Nachrichtenseite G4Media griffen den Bericht auf. Der Tagesspiegel berichtete, der Umfang der russischen Unterstützung für Iran scheine weiter zu reichen als bisher angenommen. Worin die zusätzliche Hilfe im Einzelnen bestehen soll, geht aus dem verfügbaren Quellenmaterial allerdings nicht hervor. Der Bericht des Wall Street Journal, das im Abonnementmodell arbeitet, ist jenseits des Dementis aus dem Kreml bislang nicht durch offizielle Stellen unabhängig bestätigt worden. Russland und Iran pflegen seit Jahren enge Beziehungen, auch während der westlichen Sanktionen gegen beide Staaten. Moskau hat jedoch stets bestritten, Teheran Militärtechnologie zu liefern.

Selenskyj warnt: Ein langer Krieg im Nahen Osten nützt Putin Selenskyj erklärte laut HotNews.ro, ein lang andauernder Krieg im Nahen Osten komme dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zugute, weil er westliche Verbündete ablenke und gemeinsam genutzte Ressourcen aufzehre. „For Putin, a long war in Iran is a plus” — Volodymyr Zelenskyy via HotNews.ro Nach einem Bericht von Kresy argumentierte Selenskyj, der Konflikt erschöpfe die weltweiten Munitionsbestände und habe unmittelbare Folgen für die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine. Die Äußerungen des ukrainischen Präsidenten spiegeln eine weitergehende Sorge in Kyjiw wider, wonach westliche Aufmerksamkeit und militärisches Material auf zwei aktive Kriegsschauplätze verteilt werden. Selenskyj hat wiederholt versucht, den russischen Krieg gegen die Ukraine und die Konflikte im Nahen Osten als miteinander verbundene Herausforderungen für die westliche Sicherheitspolitik darzustellen. Seine Aussagen fielen zu einem Zeitpunkt, an dem die Ukraine zugleich meldete, eigene Militärangehörige in die Region entsandt zu haben, um verbündete Kräfte zu unterstützen.

Mehr als 200 ukrainische Drohnenexperten im Nahen Osten und am Golf im Einsatz Die Ukraine hat nach Angaben von L'Opinion und Websuchergebnissen unter Verweis auf AP auf Bitte von Verbündeten mehr als 200 (military experts) — ukrainische Drohnenspezialisten in den Nahen Osten und in die Golfregion entsandt, um bei der Abwehr iranischer Shahed-Drohnen zu helfen. Selenskyj habe diese Zahl selbst bestätigt, heißt es in den für diese Zusammenfassung ausgewerteten Berichten. Nach Angaben von AP suchen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten im Nahen Osten gezielt ukrainisches Fachwissen, weil die ukrainischen Streitkräfte auf eigenem Territorium umfangreiche Erfahrung bei der Abwehr von Shahed-Drohnen gesammelt haben. Die Entsendung markiert eine bemerkenswerte Veränderung der ukrainischen Rolle: weg vom Empfänger westlicher Militärhilfe hin zu einem aktiven Anbieter spezialisierten Wissens für verbündete Einsätze in anderen Regionen. Selenskyj traf den britischen Premierminister Keir Starmer in London, um nach einem Bericht von RMF24 über eine sogenannte Drohnenpartnerschaft und einen weiter gefassten Rahmen der Sicherheitszusammenarbeit zu sprechen. Das Treffen in London unterstrich das Bemühen der Ukraine, ihre Beziehungen zu europäischen Partnern zu vertiefen, obwohl ihre militärischen Mittel durch die konkurrierenden Anforderungen des Nahostkonflikts zusätzlich belastet werden.

Der russische Krieg gegen die Ukraine dauert seit Februar 2022 an. Iran war während des gesamten Konflikts ein wichtiger Lieferant von Shahed-Drohnen an Russland; westliche Regierungen und die Ukraine haben diese Beziehung umfassend dokumentiert. Die Militäroperation der USA und Israels gegen Iran mit der Bezeichnung Operation Epic Fury begann am 28. Februar 2026. Dabei wurde Ali Khamenei bei den ersten Angriffen getötet. Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 zum Obersten Führer Irans ernannt. Die Überschneidung des Ukrainekriegs mit dem Konflikt im Nahen Osten hat eine komplexe Lage geschaffen, in der Drohnentechnologie, Munitionsbestände und die strategische Aufmerksamkeit des Westens gleichzeitig in mehreren Einsatzräumen umkämpft sind.

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