Ein 55-jähriger polnischer Staatsbürger ist in Nea Makri östlich von Athen ums Leben gekommen, nachdem er von den Wassermassen des Sturms Erminio mitgerissen wurde. Das Unwetter suchte Griechenland am 1. und 2. April 2026 heim und hinterließ in Ostattika sowie auf mehreren Inseln erhebliche Schäden. Marathons Bürgermeister Stergios Tsirkas bestätigte, dass der Mann seit rund 15 Jahren in der Region lebte.
Todesfall in Nea Makri
Ein 55-jähriger Pole ertrank in den Fluten, nachdem er aus seiner Souterrainwohnung flüchten wollte und unter einem Fahrzeug eingeklemmt wurde.
Extreme Niederschlagsmengen
In der Gemeinde Marathon fiel innerhalb von nur zwei Stunden eine beispiellose Menge Regen, die schwere Schäden an Brücken und Straßen verursachte.
Landesweite Beeinträchtigungen
Die Feuerwehr registrierte über 1.100 Notrufe; besonders betroffen waren Ostattika sowie die Inseln Poros, Rhodos und die Kykladen.
Sahara-Staub-Phänomen
Starke Winde beförderten Staub aus Afrika nach Südgriechenland, was zu einer markanten Rotfärbung des Himmels über Kreta führte.
Ein 55-jähriger Pole ist in Nea Makri östlich von Athen ums Leben gekommen, nachdem er von den Flutwellen des Sturms Erminio mitgerissen wurde. Das Unwetter traf Griechenland am Mittwoch, den 1. April, und Donnerstag, den 2. April 2026, und hinterließ eine Spur der Zerstörung in Ostattika und auf mehreren Inseln. Laut dem Bürgermeister von Marathon, Stergios Tsirkas, lebte der Mann seit etwa 15 Jahren in der Gegend und bewohnte eine Souterrainwohnung in der Pythagoras-Straße, die in der Nacht schnell überflutet wurde. Beim Versuch, sich auf die Straße zu retten, wurde er von den Wassermassen – die Berichten zufolge eine Tiefe von etwa einem Meter erreichten – mitgerissen und unter einem geparkten Fahrzeug eingeklemmt. Vier Feuerwehrleute mit zwei Fahrzeugen bargen den Bewusstlosen; er wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert, wo sein Tod festgestellt wurde. Ein Nachbar, der bei der Suche nach dem Opfer half, beschrieb die Situation als chaotisch und gab an, den Mann zunächst für einen unter einem Rad verkeilten Hund gehalten zu haben, bevor er bemerkte, dass es sich um einen Menschen handelte.
Bürgermeister berichtet von beispiellosem zweistündigem Regenfall Stergios Tsirkas, der Bürgermeister von Marathon, bezeichnete den nächtlichen Sturm als ein Ereignis, das er in dieser Form in der Region noch nie erlebt habe. „Innerhalb von zwei Stunden, von 22:30 bis 00:30 Uhr, fiel so viel Wasser wie nie zuvor. In unserer Gemeinde gab es große Schäden, aber am schwersten wiegt der Verlust eines Mitbürgers.” — Stergios Tsirkas via iefimerida.gr Er fügte hinzu, dass zwei kleine Brücken in der Gemeinde schwer beschädigt wurden und das Straßennetz großflächige Schäden erlitt, während zahlreiche Häuser überflutet wurden. Straßen in Nea Makri verwandelten sich in schlammgefüllte Sturzbäche; Fahrzeuge wurden fortgeschwemmt und in völlig anderen Vierteln wiedergefunden. Auch die Kellerräume der örtlichen Polizeistation standen unter Wasser. Kommunale und regionale Einsatzkräfte arbeiteten die Nacht hindurch bis in den Morgen, um Straßen zu räumen und Schäden aufzunehmen. Tsirkas merkte an, dass die Gründe für die Entscheidung des Opfers, sein Haus zu verlassen, noch untersucht würden und der Mann Verletzungen aufgewiesen habe, die auf Kollisionen mit Objekten während des Mitreißens durch die Strömung hindeuteten.
Über 1.100 Notrufe und Schäden auf den Inseln Die griechische Feuerwehr erhielt zwischen Mittwoch und Donnerstagnachmittag mehr als 1.100 Hilferufe, als der Sturm weite Teile des Landes überquerte. Die Einsätze betrafen primär das Auspumpen von Wasser, das Fällen von Bäumen und das Beseitigen von Trümmern. Allein in Ostattika wurden schwerwiegende Probleme in Pikermi, Rafina, Nea Makri, Markopoulo und Spata gemeldet, wo über die Ufer getretene Bäche Straßen unpassierbar machten und Geröll in Häuser und Geschäfte eindrang. Auf der Insel Poros stürzte eine kleine Brücke ein, Fahrzeuge wurden von den Fluten mitgerissen und Schulen blieben geschlossen. Rhodos verzeichnete mehr als 50 Einsätze wegen entwurzelter Bäume im Nordteil der Insel; zudem kam es zu Schäden an Laternenmasten, Stromkabeln und an in Rhodos und Kos vertäuten Schiffen. Auf Sikinos wurden Keller und Straßen nahe des Hafens überflutet, ähnliche Bedingungen herrschten auf Hydra und Kimolos, wo die Wellen bis in bewohntes Gebiet vordrangen. In Kallitechnoupoli brach eine Straße vollständig ein und verwandelte sich in eine Schlucht. Im Nordosten Griechenlands, einschließlich Chalkidiki, Ostmakedonien, Thrakien und der Region Limnos, wurden Sturmböen der Stärke 8 bis 9 auf der Beaufortskala gemessen.
Sahara-Staub färbt Himmel über Kreta orange-rot Neben den Überschwemmungen und Windschäden wurden Kreta, die Kykladen und der Dodekanes von erhöhten Konzentrationen an Sahara-Staub eingehüllt. Das Sturmsystem trug den Staub nach Norden und färbte den Himmel markant rot-orange. Meteorologische Prognosen deuteten darauf hin, dass starke Regenfälle, Gewitter und möglicher Hagel den Westen und Süden des Peloponnes von Mittag bis in die Nacht sowie Kreta – insbesondere den Westen und Süden – ab dem frühen Nachmittag weiterhin beeinträchtigen würden. Warnungen galten auch für Nord-Euböa, Magnisia, die Sporaden und die Region Limnos. Behörden in mehreren Gemeinden riefen die Bewohner dazu auf, Bewegungen einzuschränken und sich an sicheren Orten aufzuhalten. In verschiedenen Gebieten, darunter Poros und Gemeinden auf den Kykladen, blieben Schulen geschlossen. Der Verlauf des Sturms durch Ostattika verdeutlichte laut einem Bericht der Naftemporiki langjährige Infrastrukturmängel, da vielen Straßen in der Region adäquate Entwässerungssysteme fehlen, um große Wassermengen in kurzer Zeit zu bewältigen.
Griechenland wird regelmäßig von schweren Herbst- und Frühjahrsstürmen heimgesucht, die heftige Regenfälle nach Attika und auf die Ägäis-Inseln bringen. Insbesondere Ostattika erlebte wiederholt Überschwemmungen, was auf unzureichende Entwässerungsstrukturen und die Folgen von Waldbränden zurückzuführen ist, die die Vegetation an Hanglagen vernichten und den Abfluss beschleunigen. Das Gebiet um Nea Makri wurde in der Berichterstattung als von einem früheren Brand in Varnavas betroffen genannt, was zur Geschwindigkeit und zum Volumen der Wassermassen beitrug, die während des Sturms Erminio vom Berg herabstürzten.
Mentioned People
- Stergios Tsirkas — Mer Maratonu w Grecji
Sources: 13 articles
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