Am Donnerstagmorgen, dem 2. April 2026, ereignete sich in der ostindonesischen Molukkensee ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4. Das Beben forderte mindestens ein Todesopfer und löste eine kurzzeitige Tsunami-Warnung für die Region aus. Das Epizentrum lag etwa 127 Kilometer westnordwestlich von Ternate in einer Tiefe von 35 Kilometern.
Erdbeben der Stärke 7,4
Am 2. April 2026 erschütterte ein schweres Beben die Molukkensee; das Epizentrum lag westnordwestlich von Ternate.
Todesopfer und Verletzte
Eine 70-jährige Frau starb in Manado durch Trümmer; mindestens vier weitere Personen wurden verletzt.
Tsunami-Warnung aufgehoben
Wellen von bis zu 75 cm wurden registriert, die Warnungen für Indonesien, die Philippinen und Malaysia wurden nach wenigen Stunden beendet.
Zahlreiche Nachbeben
Die Behörden registrierten fast 50 Nachbeben mit Stärken von bis zu 5,5 bzw. 6,2.
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat am Donnerstag, den 2. April 2026, um 06:48 Uhr Ortszeit die Molukkensee im Osten Indonesiens erschüttert. Dabei kam mindestens ein Mensch ums Leben; eine zunächst ausgegebene Tsunami-Warnung wurde später wieder aufgehoben. Der United States Geological Survey bestätigte die Stärke von 7,4, nachdem erste Messungen Werte von bis zu 7,8 ergeben hatten. Das Epizentrum befand sich etwa 127 Kilometer westnordwestlich von Ternate in der Provinz Nordmolukken in einer Tiefe von 35 Kilometern. In der Stadt Manado in der Provinz Nordsulawesi starb eine 70-jährige Frau, als sie von Trümmern eines einstürzenden Gebäudes getroffen wurde. Eine weitere Person erlitt einen Beinbruch beim Sprung aus einem Gebäude während der Erschütterungen, und mindestens drei weitere Personen wurden auf der Insel Ternate ins Krankenhaus eingeliefert. Die USGS gab an, dass sich das Beben mehr als 120 Kilometer östlich der Insel Sulawesi ereignete, womit das Epizentrum zwischen Nordsulawesi und den Nordmolukken lag.
Tsunami-Wellen erreichen 75 cm vor Aufhebung der Warnung Das Pacific Tsunami Warning Center auf Hawaii warnte zunächst vor gefährlichen Tsunami-Wellen in einem Radius von 1.000 Kilometern um das Epizentrum, was die Küsten von Indonesien, den Philippinen und Malaysia einschloss. Das US-Tsunami-Warnsystem schätzte die Wellenhöhen für Teile der indonesischen Küste auf 30 Zentimeter bis zu einem Meter über dem normalen Gezeitenniveau. Innerhalb von zwei Stunden nach dem Beben wurden an neun Orten Wellen von bis zu 75 Zentimetern registriert, primär in den Provinzen Nordmolukken und Nordsulawesi. Dazu gehörten eine 30 Zentimeter hohe Welle nördlich von Ternate sowie eine 20 Zentimeter hohe Welle in Bitung an der Nordostküste von Sulawesi. Die BMKG hob ihre Tsunami-Warnung wenige Stunden nach dem Beben auf, und das Pacific Tsunami Warning Center bestätigte das Ende der Gefahr. Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie erklärte, es bestehe kein Risiko für einen zerstörerischen Tsunami auf den Philippinen. Die japanische Wetterbehörde gab an, dass an Japans Küsten lediglich leichte Schwankungen des Meeresspiegels ohne Schadensrisiko möglich seien. Australische Behörden bestätigten ebenfalls, dass keine Tsunami-Gefahr für ihr Territorium bestehe.
Nord-Minahasa (Nordsulawesi): 75, Ternate (Nordmolukken): 30, Bitung (Nordsulawesi): 20
Fast 50 Nachbeben folgen dem Hauptstoß Teuku Faisal Fathani, Direktor der BMKG, berichtete von fast 50 registrierten Nachbeben, wobei das stärkste eine Magnitude von 5,5 erreichte, obgleich eine Quelle ein separates Nachbeben der Stärke 6,2 meldete. George Leo Mercy Randang, Leiter des Such- und Rettungsdienstes in Nordsulawesi, bestätigte die Zahl der Toten und Verletzten gegenüber der AFP telefonisch aus Manado.
„Eine Person starb und eine weitere erlitt eine Beinverletzung” — George Leo Mercy Randang via AFP
Die indonesische Katastrophenschutzbehörde gab an, dass das Erdbeben in Bitung sowie in Ternate und umliegenden Gebieten 10 bis 20 Sekunden lang stark zu spüren war. Erste Einschätzungen deuteten auf leichte bis mäßige Schäden in einigen Gebieten von Ternate hin, einer Stadt mit rund 205.000 Einwohnern. Betroffen waren unter anderem eine beschädigte Kirche im Distrikt Batang Dua sowie zwei Häuser in Süd-Ternate. Ein AFP-Journalist in Manado berichtete, dass das Beben Anwohner weckte und Menschen auf die Straßen trieb, beobachtete in dieser Stadt jedoch keine nennenswerten Gebäudeschäden.
Hintergrund: Indonesiens Lage am Pazifischen Feuerring Indonesien ist ein riesiger Archipel mit mehr als 280 Millionen Einwohnern und liegt auf dem Pazifischen Feuerring, einer geologisch aktiven Zone, die durch häufige Erdbeben und Vulkanausbrüche infolge tektonischer Plattenverschiebungen gekennzeichnet ist. Am 26. Dezember 2004 löste ein Untersee-Beben der Stärke 9,1 vor der Küste Sumatras einen gewaltigen Tsunami aus, der in zahlreichen Ländern etwa 230.000 Menschen das Leben kostete, davon allein rund 170.000 in der indonesischen Provinz Aceh. Aufgrund des Aufeinandertreffens mehrerer tektonischer Platten unter und um den Archipel erlebt das Land regelmäßig Erdbeben.
Die Molukkensee, in der das Beben am Donnerstag seinen Ursprung hatte, wird im Westen von der Insel Sulawesi und im Osten von Halmahera begrenzt. Das Beben ereignete sich in einer Tiefe von 35 Kilometern, ein Wert, den die USGS bestätigte, nachdem erste Schätzungen verschiedener Behörden zwischen 10 und 53 Kilometern variiert hatten. Indonesische Behörden gaben die Stärke zunächst mit 7,6 an, bevor die USGS den Wert auf 7,4 festlegte – ein üblicher Vorgang bei der manuellen Korrektur früher seismischer Daten. 1.000 (km) — Radius der ursprünglichen Tsunami-Gefahrenzone um das Epizentrum Die letztlich moderaten Wellenhöhen sowie die zügige Aufhebung der Warnung etwa zwei Stunden nach dem Beben begrenzten das Ausmaß der Katastrophe im Vergleich zu den ersten Warnungen. Die Behörden riefen die Bewohner dazu auf, wachsam zu bleiben und Küstengebiete zu meiden, bis Sicherheitsbestätigungen vorlagen.
Mentioned People
- George Leo Mercy Randang — Lokalny szef służb poszukiwawczo-ratowniczych w Manado
- Teuku Faisal Fathani — Dyrektor indonezyjskiej Agencji Meteorologii, Klimatologii i Geofizyki (BMKG)
Sources: 48 articles
- இந்தோனீசியாவில் 7.4 அளவிலான சக்திவாய்ந்த நிலநடுக்கம் - BBC News தமிழ் (BBC)
- インドネシアで地震、モルッカ海でマグニチュード7.4の地震:死者1名 (Adnkronos)
- Землетрясение в Индонезии, землетрясение магнитудой 7,4 в Молуккском море: один погибший (Adnkronos)
- Trzęsienie ziemi w Indonezji. Jedna ofiara śmiertelna | Niezalezna.pl (NIEZALEZNA.PL)
- Stärke 7.4 - Starkes Beben vor Indonesien - Tsunami-Warnung wieder aufgehoben (SRF News)
- Indonesien: Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert den Osten (Frankfurter Allgemeine)
- Cutremur de 7,4 în Indonezia. O persoană și-a pierdut viața, iar multe clădiri au fost avariate (adevarul.ro)
- Terremoto in Indonesia, sisma di magnitudo 7,4 nel mare delle Molucche: un morto (Adnkronos)
- Indonesia: Strong earthquake strikes Molucca Sea, killing 1 (Deutsche Welle)
- Un muerto y dos heridos tras un terremoto de magnitud 7,4 en Indonesia: se ha activado la alerta de tsunami (LaSexta)